Donnerstag, 20. Dezember 2018

Norwegen - 07/2018

Unsere große Norwegen-Tour stand endlich an. Ein schon viele Jahre gehegter Wunsch.
Die Vorgeschichte zu dieser Tour hatte ich hier im Blog schon niedergeschrieben.
Wir fahren zu Fünft, unsere Fähre vom dänischen Hirtshals war für Freitag, den 29.06. morgens um 09:00 Uhr bei Fjord Line gebucht. Von hier sollte uns die Fjord Cat in 2:15h nach Kristiansand in Norwegen bringen.

Wer in erster Linie an meinen Fotos interessiert ist, klicke bitte hier:



Donnerstag, der 28.06.

Nachdem ich morgens Levi noch zur Schule gebracht hatte, verlud ich alle (vorher gepackten) Sachen auf meiner Tracer und machte mich dann auf den Weg zu Ronnie. Dort stand schon sein Wagen samt Anhänger bereit, um uns dann den langen Weg nach Nord-Dänemark zu bringen. Passend zu unserer Abreise war auch Ferienbeginn in Niedersachsen (und auch z.B. Sachsen-Anhalt), was mit gut gefüllten Autobahnen einher gehen sollte. Zum Start-Zeitpunkt gab es einen längeren Stau auf der A2 (zwischen Hannover und Hamburg), so entschieden wir uns für den alternativen Weg über die A1 und Osnabrück, Bremen und Hamburg.

  

Nun, ob das nun wirklich besser war, weiß man auch hinterher nicht immer. Jedenfalls staute sich bei uns auch diverse Abschnitte, so dass wir nach rund 3h erst gerade in Höhe Bremen waren. Ab da ging es dann aber recht flüssig weiter, abgesehen von der normalen "Knubbelung" am Elbtunnel. Direkt danach mussten wir noch einen kleinen Abstecher zu einem Louis machen (wir haben uns für diesen in HH entscheiden, weil wir praktisch dran vorbei kommen). Ronnie hatte nämlich 2 Tage vor der Abfahrt festgestellt, dass seine Iso-Matte hinüber ist. Zudem fehlte auch Campingbesteck. Die Sachen waren schnell besorgt und von ihr an ging es eher entspannt weiter. Die Strecke zieht sich halt ewig...

Unser Tagesziel war das Anwesen von Malene und Michael, alte Freunde von Ronnie, in Kølsen bei Viborg. Dort wollten wir den Trailer stehen lassen, einmal übernachten und dann am nächsten Morgen die restlichen rund 140km bis zum Fährhafen fahren. Es dauerte bis zum frühen Abend, bis wir endlich die knapp 650km Strecke geschafft hatten und angekommen waren. Nach der herzlichen Begrüßung und einer ausgiebigen Besichtigung von Haus und Hof (hatten die beiden im Vorjahr gekauft und waren gerade umfangreich bei der Renovierung) machten wir es uns alle auf der Terrasse zu einem Abendessen bequem. Malene war zu dem Zeitpunkt hochschwanger und nach unserer Rückkehr sollte das Baby auch da sein. Das sollte ja spannend werden. Ich verabschiedete mich nach leckerem Essen und einigen Getränken schließlich als erstes in unser Schlafquartier im Obergeschoss.


Freitag, der 29.06.

Wir standen schon kurz vor 06:00 Uhr auf, da wir gegen 07:00 Uhr los mussten. Wir packten also unsere Schlafsachen ein, frühstückten noch zusammen, verabschiedeten uns und machten uns dann auf den Weg. Nach gut 20km Fahrt stoppte Ronnie dann plötzlich, fummelte etwas an den Taschen und teilte mir dann mit, dass er sein Portemonnaie wohl in seinem Auto hat liegen lassen. Das war natürlich eine etwas heikle Sache für unseren Zeitplan! So beschlossen wir schnell, dass er zurück fährt und ich meinen Weg zum Hafen fortsetze. Auf das er auch noch rechtzeitig an der Fähre ankommt....
Die weitere Fahrt war dann größtenteils über die Autobahn und entsprechend öde. Wobei das Landstraßenfahren hier jetzt auch nicht sonderlich anders ist. Ein Motorradparadies sieht wirklich anders aus. Gegen halb 9 kam ich dann in Hirtshals an, direkt am großen Kreisel zu den einzelnen Reedereien gab es praktischer weise eine Tankstelle, so konnte ich direkt mein Benzinfass wieder füllen. Mir fiel dabei ein, dass Ronnie womöglich gar nicht weiß, zu welchem Fähranbieter er muss. Also schrieb ich ihm schnell eine Nachricht, denn am Kreisel waren nicht die Ziele angeschrieben.
Danach fuhr ich dann erst einmal runter zum Hafen, wo ich auch schon die drei anderen Mitfahrer Kolja, Markus und Björn traf. Die schauten natürlich etwas verwundert wegen meiner alleinigen Ankunft. Nachdem ich die Sache aufgeklärt hatte rückte unsere finale Verladungszeit langsam näher, die Durchlassstellen in den Hafenbereich hatten auch schon lange geöffnet und die Schlangen wurden zunehmend kürzer. Ich fuhr noch einmal zurück zum Kreisel, um Ronnie möglicherweise abzufangen, aber auch bis 3min vor Neun war er nicht angekommen. Also schnell zurück, die Eincheckzeit endete offiziell um 09:00 Uhr.
Wieder dort angekommen waren die Schlangen dann aber wieder deutlich länger (eine ganze Reihe von Motorrädern kamen recht kurz vor knapp dort an), so dass wir dann wohl doch noch etwas Zeit gewonnen hatten. Die anderen waren inzwischen längst rein gefahren.
Als die Schlangen fast wieder weg waren, tauchte gegen 09:15 Uhr dann endlich Ronnie in meinem Rückspiegel auf! Das hat also geklappt (und seine Sachen hat er auch gefunden). Immerhin konnte wir nun auch dann direkt in die Fähre fahren und unsere Maschinen verzurren. Befestigungsbänder und Ösen gab es überall in ausreichender Zahl und guter Qualität.

  

Nachdem wir alles gesichert hatten ging es an Deck, bei unserem Express-Schiff gab es nur zwei kleine Bereich Achtern. Aber von dort konnten wir dem Treiben im Hafen und dem Auslaufen gut zusehen. Es dauerte auch nicht lang, und unser "Speedboot" legte ab. Erst noch sehr langsam aus dem Hafen raus, dann wurde stetig das Tempo erhöht.

  

Als wir dann im offenen Meer waren, wurde das Tempo weiter forciert, bis wir schließlich mit knapp 70 km/h durch das Wasser pflügten!


Ich hatte vor vielen Jahr schon einmal so eine Katamaran-Fahrt und wusste noch, dass die mir nicht so gut bekommen war. Entsprechend sah ich dann auch zu, einen halbwegs geschützten Platz an der Seite zu haben, um den Horizont halbwegs nach vorne zu sehen. Es dauerte nicht lange, bis mir Kolja (und zwischenzeitlich auch teilweise die anderen) Gesellschaft leistete, ihm ging es recht ähnlich. So waren wir beide dann recht froh, als nach knapp 2h das Tempo gedrosselt wurde und wir langsamer Richtung Zielhafen fuhren. Es blieb dann doch bei leichtem Unwohlsein.

  

Als wir auf den letzten Metern waren ging es wieder runter in den Bauch des Schiffes, um unsere Moppeds von ihren Fesseln zu lösen und auf die Ausfahrt zu warten.
Da ich einen Rundkurs abgesteckt hatte, gab es ja prinzipiell zwei mögliche Richtungen. Da das Wetter aktuell (und auch die weiteren Aussichten) hervorragend war, sollte es also zunächst Richtung Fjorde gehen.
Das Navi hatte inzwischen seine Route geladen, aber bevor eine GPS-Verbindung bestand waren wir schon einmal in die falsche Richtung abgebogen. Danach wurden wir noch einmal fälschlicherweise auf eine kleine Straße bergauf in eine Wald geleitet, bis wir endlich den richtigen Weg raus aus der Stadt fanden.
Nun hieß es für uns erst einmal Strecke machen! Schnell wurde es bergiger, wir fuhren viel über einsame Straßen durch riesige Wälder, immer wieder an Flüsschen und Seen vorbei, bis wir dann im Dörfchen Eiken gegen 15 Uhr an einem Supermarkt vorbei kamen. Dort kauften wir dann erst einmal ein, wir brauchten ja noch Abendessen, Getränke und Frühstück für den nächste Tag. Alles das bekamen wir ohne Probleme... und schon waren wir umgerechnet fast 100€ los. Nicht schlecht!

  

Weiter führte uns dann der Weg am kleinen Dorgefoss vorbei kamen und eben dort machten wir gegen 17 Uhr eine kleine Pause. Danach fuhren wir unserem Tagesziel Lysebotn entgegen. Der Weg zu diesem kleinen Ort am Ende des Lysefjord könnte kaum spektakulärer sein! Die einzige Straße hierher kommt von Süden über ein Hochplateau, an dessen nördlichem Ende eine irre Serpentinenstraße (mit 27 Haarnadelkurven und einem Kehrtunnel) steil hinunter führt.
Am Ende des Plateau gibt es einen großen Parkplatz mit Gastronomie (hier starten/enden diverse Wanderwege) und direkt danach geht es dann in den Berg. Die Straße windet sich mit teilweise enormer Steilheit hin und her um dann abschließend in einen Tunnel weit in den Berg zu führen. Am "Ende" gibt es dort die Kehre und führt die Straße dann wieder zurück, um gut 80m tiefer an fast der gleichen Stelle wieder aus dem Berg heraus zu kommen. Verrückte Strecke!

  

Unten im Ort angekommen fuhren wir direkt zum Hafen (wirklich viel mehr gibt es hier auch nicht), um uns den Fährplan anzusehen. Im Nachhinein wissen wir: Das hätten wir besser vorher gemacht. Die meisten Fjordfähren fahren mehr oder minder ständig den Tag über, hier aus dem letzten Winkel war das dann nicht so. Täglich eine Fähre am späten Nachmittag und die vom aktuellen Tag war schon weg. Und besonders dumm: Am folgenden Tag (Samstag) fährt als einzigen Tag gar kein Schiff. Ziemlich dumm gelaufen...
Also wollten/mussten wir irgendwo hier unser Quartier suchen. Der direkt um die Ecke liegende Campingplatz bot sich dazu an. Leider war der Platz nicht so wirklich schön, recht teuer und zudem hätten wir unsere Moppeds auf dem Parkplatz stehen lassen müssen und unseren ganzen Kram dann knapp 100m über die Wiese schleppen müssen. Alles ziemlich unsexy.
Da wir alle die Hochebene, über die wir vorher gefahren waren, recht schön fanden, wollten wir uns nun spontan dort einen Platz zum wild Campen suchen. Das ist nämlich in Norwegen erlaubt. Es dauerte auf dem Rückweg dann auch nicht sehr lange, bis wir ein schönes Fleckchen fanden! Direkt an einem kleinen See, hier standen zudem schon ein weiteres Auto und zwei kleine Camper. Wir bauten also unser Zelte auf und verstauten unsere Schlafsachen.
Ein herrlicher Abend hier oben. Später, als es langsam dämmerte und der übliche Verkehr verschwunden war, herrschte herrliche Ruhe. Eine wunderbare Stimmung hier in der "Wildnis".

  

Danach testeten Kolja und Ronnie noch die Wassertemperatur (ziemlich frisch) und nachdem alle in bequeme Sachen gesprungen waren machten wir uns an den gemütlichen Teil des Abends.


  

Eine Photosphere-Aufnahme machte ich auch noch:

Als es schließlich immer ohne Sonne immer frischer wurde (dunkel war es noch lange nicht!), kuschelten wir uns schließlich in unsere Zelte.

Unsere Tagestour:


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Samstag, der 30.06.

Wir erwachten durch Glöckchengebimmel, anscheinend liefen draußen irgendwo Schafe umher. Als das Gebimmel so klang, als wäre es fast im Zelt, schaute ich dann auch mal raus und der Eindruck war nicht so ganz falsch.
Die Sonne schaute auch schon länger zwischen den Bergen hervor, also war es langsam zeit zum Aufstehen! Durch die nächtliche Feuchte waren die Zelte und Motorräder klitschnass.

  

Nunja, also erst einmal Kaffee kochen und etwas frühstücken. Die Sonne wird schon ihren Job erledigen. Und in der Tat, unsere ganzen Sachen trockneten verblüffend schnell ab, so dass wir schon bald alles zusammen packen konnten.
Nachdem alles verstaut war, konnten wir also unsere Reise fortsetzten. Die sah jetzt schon etwas anders aus, als eigentlich geplant, da ja unseren Fährverbindung raus gestrichen werden musste. Statt den halben Fjord mit dem Schiff abzufahren und dann an der Nordseite wieder direkt in die Berge einzusteigen, mussten wir nun den gesamten Fjord südlich umfahren. Passenderweise fanden wir direkt an der Hauptstraße eine Tankstelle.
Diese Umfahrung bestand in erster Linie aus einer Hauptstraße, die mehr oder minder geradeaus durch ein längliches Tal führte. Fahrerisch war es also recht öde, nachdem wir wieder vom Hochplateau runter waren. Aber die Landschaft war zumindest schön!
In Gilja fuhren wir dann an einem Schild vorbei, welches zu einem Wasserfall (Månafossen) an der nächsten Abbiegung nach rechts verwies. Ein willkommene Abwechslung! Also rechts ab und.... zack, in einen langen Tunnel. Nach knapp 4km kamen wir in einem anderen Tal heraus und fuhren dann noch ein paar Kilometer weiter. Dann wollte ich doch erst einmal nachsehen, wie weit es noch gehen sollte. Die Antwort war dann gut 6km, um dann anschließend noch ein Stückchen zu Fuß zu gehen. Und später alles zurück. Wir machten eine kleine Pause und fuhren dann zurück. Wasserfälle sollten wir hier ja noch genug zu sehen bekommen...
Weiter ging die Fahrt noch etwa 30km bis Lauvvik, von dort fuhr eine Fähre (und zwar alle halbe Stunde) rüber auf die gegenüberliegende Seite vom Lysefjord.

  

Nach wenigen rund 10 Minuten kamen wir auf der anderen Seite in Oanes an und fuhren von hier weiter Richtung Norden. Der Weg führte uns ab jetzt über wunderschöne, oft kurvige Straßen mit kaum Verkehr durch große Waldgebiete und an Fjorden entlang, immer unter Sonnenschein mit strahlend blauem Himmel! In Hjelmeland stand die nächste kleine Fährfahrt. An dieser Stelle gibt es ein Fährendreieck (Hjelmeland-Ombo-Nesvik), wir nahmen die Route nach Nesvik.

  

Weiter ging unsere Fahrt an Fjorden entlang, über Berge zum nächsten Wasser und so weiter. Schließlich kamen wir zu dem See Røldalsvatnet. In Håra bogen wir dann von der Straße am See entlang ab und schoben uns bergauf. Schon bald folgte ein Steigungstunnel, der einmal fast komplett im Kreis ging, um an nahezu der gleichen Stelle nur deutlich höher wieder aus dem Berg heraus zu kommen. Wieder eine neue Art von Tunnel, die ich bisher nicht kannte. Zumindest nicht für eine Straße, bei der Eisenbahn (besonders in der Schweiz) gibt es solche Konstruktionen ja durchaus öfters. Nach dem Tunnel gewannen wir weiter über einige Serpentinen schnell an Höhe und schon bald hatten wir einen tollen Ausblick auf den unter uns liegenden See. Hier war es Zeit für eine kleine Pause!

  

Bei dieser tollen Aussicht durfte natürlich auch ein Panoramafoto nicht fehlen!

Es folgte eine grandiose Hochebene mit phantastischer Landschaft, vielen kleinen Seen und teilweise schneebedeckten Bergen im Hintergund. Alles menschenleer und unglaublich schön!
Wir stoppten nicht nur einmal und waren komplett von der Landschaft gefangen! Das hier war u.a. der Grund, warum wir unbedingt mal eine Tour nach Norwegen machen wollten!

  
  

Sowohl Ronnie als auch ich sind ja nun schon ein bisschen rum gekommen und trotzdem waren wir uns beide schnell einig: Die Gegend hier in den Bergen von Norwegen zählt definitiv mit zu den spektakulärsten Landschaften, die unsere Erde wohl zu bieten hat....

Natürlich sollte es auch wieder ein Rundumbild geben:

Wir verließen die Hochebene wieder und kamen nach Sauda, ein kleines Städtchen, welches dem anliegenden Fjord ebenfalls seinen Namen gibt. Hier fanden wir direkt an einer Kreuzung sowohl Supermarkt als auch eine Tankstelle. Damit waren wir und die Maschinen wieder gleichermaßen versorgt. Angesichts des kleinen Preisschocks des Vortages gab es nun nur noch ein Bier pro Person und auch nicht lauter kleine, verschiedene Essenspakete sondern wir einigten uns auf größere Gebinde: Tiefgefrorenes Fertigessen mit Kartoffel, Speck und Gemüse.
Wir folgten dem Fjord zunächst Richtung Süden und dann dem nächsten Seitenarm gen Westen. Schließlich kamen wir an dem kleinen See Ølmedalsvatnet vorbei, an dem an einer kleinen Kreuzung ein Hinweisschild zu einem Campingplatz (Ølmedal Camping) stand. Schnell waren wir uns einig, da wollten wir doch mal vorbei schauen. 
Am Platz angekommen fuhren wir auf das Gelände und dann direkt an diversen Wohnwagen vorbei. Keine Schranke oder Rezeption war zu sehen. Wir drehten eine Runde und fuhren zurück zur Straße. Ein älterer mann mit Fahrrad wies uns dann den Weg. Die Anmeldung ist am Wohnhaus des Besitzers, ein kleines Stückchen weiter die Straße entlang. Dort stellten wir uns vor und sollten uns dann erst mal irgendwo ein Plätzchen suchen, die Frau von der Anmeldung würde später vorbei schauen.

  

Wir suchten uns einen netten Platz für Zelte und Moppeds und bauten unseren Kram auf. Danach war es Zeit, das Bierchen zu öffnen und den Kocher anzuwerfen, wir hatten langsam alle ganz schön Schmacht. Das Essen schmeckte wirklich recht gut und satt wurden wir auch alle!
Während wir in der Sonne den anbrechenden Abend genossen kam die Frau von Anmeldung zur Abrechnung bereit. Wie es in einem modernen Land üblich, direkt mit Kartenlesegerät zum Bezahlen. Wir hatten nämlich immer noch keine norwegischen Kronen, da wir bisher noch keinen Geldautomaten gesichtet hatten!

  

Nach dem Essen machte ich mich dann auf den Weg zu sen Sanitäranlagen, war mal wieder Zeit für eine schöne Dusche! Wenn die Sonne verschwinden ist, wird es hier recht schnell frisch, wenngleich auch noch lange nicht dunkel. Ein dunkles Norwegen sollte ich übrigens die ganze Reise nicht zu Augen bekommen....

Die Tagestour:


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Sonntag, der 01.07.

Wie immer sollte uns spätestens die Sonne wecken, was auch an diesem schönen Tag gelang. Nach dem Aufstehen und der Morgentoilette (im richtigen Waschhaus) wurde wie üblich erst einmal ein Kaffee gekocht und etwas gefrühstückt. Danach packten wir unsere Sachen ein (die wieder sehr schnell von der Sonne getrocknet waren) und machten uns langsam auf den Weg.
Ich spekulierte schon am Vortag etwas, ob uns an diesem Tag ein alter Bekannter entgegenkommen sollte. Chris (kenne ich schon seit langen Jahren aus dem Hornet-Forum und von Vereinstreffen) war nämlich zeitgleich mit uns in Norwegen. Er war alleine unterwegs und schon rund eine Woche vor uns gestartet. Er hatte sich meine vorgeplante Route geben lassen und wollte diese größtenteils auch fahren, allerdings wohl anders herum. Anhand von FB-Nachrichten waren wir auch grob auf dem aktuellen Stand und er müsste somit auch irgendwo in diesem Bereich herum fahren.
Nun, wir waren wohl gerade erst etwa eine Stunde unterwegs, da kam uns eine einsame Yamaha MT-10 entgegen! Bei meinem umdrehenden Blick nach dem Kennzeichen konnte ich schon sehen, dass auch der andere Fahrer sich umdrehte und bremste. Passte!

  

Großes Hallo und herzlichen Begrüßung, gefolgt von schnellem Informationsausgleich. Jede erzählte von seine Erlebnis und schwärmte von diesen großartigen Landschaften (dabei hatten wir ja noch gar nicht viel gesehen). Wir tauschten uns noch kurz über die letzten Touren (die letzten Jahre war Chris beim Treffen nicht dabei) samt deren Geschichten aus und wünschten uns dann noch eine gute Weiterfahrt. War wirklich schön, einen alten und geschätzten Bekannten hier wieder zu treffen! Weiter ging unsere Reise, bis eine der erste "Attraktionen" auf unserem Programm stand: Der Låtefossen, ein recht bekannter Wasserfall.

  
  

Natürlich durften auch Panoramabilder nicht fehlen!


Eine Bekannte war einige Wochen vorher auch hier und hatte u.a. anderem auch Fotos mit der selben Perspektive geschossen. Der Unterschied war schon beträchtlich, bei ihr hingen die Berge in grauen Wolken, die Menschen hatten Regenjacken an und deutlich mehr Wasser bahnte sich den Weg den Berg hinunter. Der aktuelle Ausblick war dann im direkten Vergleich doch etwas schöner...



Schon ein beeindruckendes Schauspiel, welches allerdings auch gleich wieder mit einer deutlichen Menschenansammlung verbunden ist. Nunja, so ist das halt.
Weiter ging unsere Fahrt, erst wieder ein Stückchen zurück und dann weiter um die am Vortag angefangene Schleife in Håra zu beenden. Von hier an ging es eine ganze Weile ostwärts, wieder waren kaum andere Fahrzeuge unterwegs und wir waren in den Wälder und an den zahlreichen Seen fast alleine. 
Im kleine Ort Rauland fanden wir wieder die Möglichkeiten der Versorgung, sowohl Lebensmittel als auch Benzin, vor. Nachdem Tank und unsere Koffer wieder voll waren, ging es weiter.
Irgendwann auf der weiteren Strecke folgte dann auch unser ersten "Offroad"-Stück. Keine wirklich Geländefahrt, aber halt eine der zahlreichen Schotterpisten. An sich recht glatt und auch mit einem Supersportler befahrbar war das Hauptproblem auf diesen Routen bei dem aktuellen Wetter die Trockenheit, verbunden mit einer enormen Staubentwicklung. Einige Kilometer über so eine Piste und war alle sahen alle aus wie die Mehlkönige, bei jedem kleinen Abklopfer standen wir alle kurz in einer kleinen Wolke!
Aber schließlich sollte es nicht mehr weit, bis wir an unserem nächsten Tagesziel ankamen, einem Campingplatz, von einem Holländer betrieben, in der Nähe des Dorfes Miland.

  

Wir suchten uns ein Plätzchen auf der großen Wiese und stellten unsere Zelte auf. Danach sollte es zu einer kleinen Erfrischung an den nahen Fluss gehen. Nun, das Ufer war dicht bewachsen, also nur durch die Botanik zugänglich, außerdem stellte sich das Wasser auch als ziemlich frisch heraus, gepaart mit ganz ordentlicher Strömung in felsigem Flussbett. Also für eine entspannte Abkühlung insgesamt in meinen Augen nur sehr bedingt geeignet. Ronnie war wie üblich als erstes im Wasser, ich ging inzwischen zurück zum Platz und besorgte an der Rezeption schon mal ein paar Dosen Bier.
Nun konnten wir wie gehabt den Kocher anwerfen und zum gemütlichen Teil übergehen.
Hier im Flusstal wurde es allerdings recht schnell frisch, so dass wir dann doch wieder recht zeitig im Zelt waren.

Die Tagestour:

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Montag, der 02.07.

Wie immer waren wir auch relativ zeitig wieder wach, dieses mal allerdings nicht durch den Sonnenschein im Zelt. Die stand nämlich noch hinter den Bergen und so war alles beim Aufstehen noch ganz schön nass. Nun, erst einmal schnell die Morgentoilette erledigen und dann einen Kaffee kochen (lassen). Kolja und Björn waren, wie meistens, schon längst munter. 
Erst so langsam kam die Sonne an einen hinteren Bereich des Platzes zum Vorschein. Da wir alle nicht so lange warten wollten, nahmen wir alle unsere Zelte (ist bei Kuppelzelten ja recht einfach) und trugen sie in den sonnigen Bereich. Wie immer trockneten unsere mobilen Heime wieder ziemlich schnell, so dass wir alles schon bald verstauen konnten.
Nach ein paar Kilometern kamen wir an den See Tinnsjå, der nicht sonderlich groß, dafür aber recht tief ist. Wir fuhren am nördlichen Ufer entlang und bogen dann Richtung Norden in die Berge ab. Ab hier ging es dann immer weiter in die Höhe, bis wir schon bald die Baumgrenze hinter uns gelassen hatten. Nun stand karge Hochebene auf dem Programm, in der wir eigentlich nur noch alleine unterwegs waren. So eine Landschaft kannte ich im Prinzip auch schon so ähnlich aus den Alpen. Nur fährt man dort einen Pass hoch, kommt dann ggf. für ein paar Kilometer durch so eine Ebene und fährt dann wieder runter. Hier fuhren wir ungefähr 60km durch diese beeindruckende Landschaft.
Bei einem Stopp war direkt nach dem Ausschalten der Motoren die absolute Stille da. Zeit, die Umgebung mal wieder mit einem Panoramafoto einzufangen.

  
  

Natürlich durfte ein Panoramabild auch nicht fehlen:


Weiter ging die Fahrt durch diese Landschaft, auf der Straße immer flankiert von meterhohen Stöckern, die den Verlauf der Straße markieren, wenn alles tief eingeschneit ist.


Nach ungezählten weiteren Kilometern ging es schließlich wieder runter vom Berg und wir kamen zum Hardangerfjord, dessen Verlauf wir eine Zeit lang am Südufer folgten. Dann führte uns die Straße hoch zur großen Hardangerbrücke. Diese war bei der Eröffnung mit fast 1400m die größte Hängebrücke Norwegens. Die Besonderheit dabei ist, dass wegen der enormen Tiefe des Fjordes (in Brückennähe an die 500m!) die beiden über 200m hohen Trägerpylone an Land errichtet werden mussten, die Brücke also wirklich die gesamte Fjordbreite überspannt.

Schon eine ziemlich beeindruckende Fahrt hier hinüber. Aber das Staunen sollte noch weiter gehen: Auf der anderen Seite ragt direkt der Felsen hoch empor, so dass die Straße von der Brücke direkt in einen Tunnel geht. Dort ging es um eine lange Kurve auf ein blaues Licht zu. Als wir näher kamen erkannten wir die Ursache. Die Norweger haben hier mitten im Berg einen Kreisverkehr (s. Foto von Elena Giglia bei Wikipedia) gebaut! Sowas hatte ich bisher auch noch nicht gesehen!
Ein "ganz normaler" Kreisel mitten im Fels, man sucht sich seine Ausfahrt und dann langsam verschwindet das blaue Licht wieder im Rückspiegel, während man weitere 6km durch den Berg fährt. Später an der Nordseite des Fjords verläuft die Hauptstraße von Bergen nach Oslo, entsprechend herrscht für norwegische Verhältnisse recht viel Verkehr. Ich wollte nicht die ganze Zeit so einem Konvoi hinterher bummeln und überholte die Gruppe und die davor fahrenden Wagen, um die schöne Strecke oberhalb des Fjordes auch etwas genießen zu können.

  

Irgendwann näherten wir uns Bergen und kamen dann zu einem weiteren großen Kreisverkehr, an dem uns unsere Route eigentlich weiter Richtung Norden führen sollte. Inzwischen war es uns aber spät genug, wir wollten uns lieber eine Bleibe suchen. Also fuhren wir weiter Richtung Bergen, bei der kleinen Stadt Indre Arna verließen wir dann die Hauptstraße um und nach einem Zeltplatz umzusehen. Vorher machten wir aber noch im Ort einen Stop am örtlichen (Kiwi-)Supermarkt, um uns Verpflegung zu kaufen. Dann ging es weiter, Campingplätze gab es hier einige. Einer war sehr klein und direkt an der Straße, der nächste ziemlich voll und so landeten wir schließlich am Lone Camping. Ein recht großes Gelände, auf dem wir erst einmal eine ganze Runde drehten, bis wir den passenden Platz für uns fanden. Schnell bauten wir unsere Zelte auf und gingen dann runter zum See Haukelandsvatnet, der uns zu einer schönen Erfrischung einlud. Im Gegensatz zu den üblichen Fließgewässer oder gar Fjorde, war der See auch nicht ganz so kalt, so dass wir durchaus einige Minuten drin schwimmen konnten. Sehr fein.

  

Direkt neben unserem Stellplatz standen auch wieder einige der hier üblichen Hytta, so konnte ich mir so ein Holzhäuschen auch mal näher ansehen. Diese hier waren recht typisch, hatte innen zwei Etagenbetten für 4 Personen, eine kleine Küchenzeile und einen Tisch. Also aufs Wesentliche beschränkt. Bisher spielte das Wetter ja ausnahmslos mit, so dass wir bis dato noch keine Not sahen, auch mal so eine Hütte zu mieten.
Wir kochten also unser Essen, tranken unser Bier und bekamen dazu noch Gesellschaft von ein paar Enten, die so gar nicht scheu waren. Als die Sonne dann hinter den Bergen und Bäumen verschwand, wurde es wie üblich recht schnell frischer und so verschwanden wir auch bald wieder im Zelt.

Unsere Tagestour:


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Dienstag, der 03.07.

Am Morgen zunächst der gewohnte Ablauf: Aufstehen, bei den Sanitäranlagen frisch machen, frühstücken und dann den Kram zusammen packen. Zunächst ging es einen Teil der Strecke des Vortages zurück bis wir parallel zur Hauptstraße die alte Route am Fjord entlang entdeckten. Diese war natürlich viel schöner und auch kurviger, zudem nahezu ohne Verkehr. Nahe des letzten großen Kreisverkehres des Vortages verließen wir die Richtung Oslo wieder und folgten der angepeilten Route Richtung Norden, entlang des Veafjord. Zunächst war auch dies eine Hauptstraße, recht unspektakulär mit vielen Tunneln, aber irgendwann bogen wir von dieser ab und ab da wurde es wieder netter und kurviger. Wir kamen als nächstes zum Bolstadfjord, welchem wir bis zu dessen Ende folgten. Ab hier ging es nun wieder in die Berge auf immer kleineren Straßen. Wieder ein toller Fahrgenuss. Unsere erste Pause machten wir am Rande eines schönen, kleinen Wasserfalls, der sich flach über eine breite Felsplatte ergoss. Wunderschön.

  

Natürlich durfte auch hier ein Panoramabild nicht fehlen!

Danach führte uns der Weg zu einer kleineren Hauptstraße. die längere Zeit diversen Tälern folgte. Auf dieser Strecke kamen wir immer wieder an zahlreichen Wasserfällen vorbei, die teilweise von abenteuerlich hohen Felsen in die Tiefe stürzten.

   

Bald darauf bog die Straße ab und wir verschwanden wieder in einem kilometerlangen Tunnel, der uns auf der anderen Seite des mächtigen Berges am Aurlandsfjord ausspuckte. Dieses ist ein Seitenarm des mächtigen Sognefjord, des längsten und tiefsten Fjord Europas. Bald kamen wir auch durch den Hauptort dieses Nebenarms, Aurlandsvangen. Vom nördlichen Ortsausgang geht es direkt wieder steil über zahlreiche Serpentinen in die Höhe. An einer Kehre machten wir einen kleinen Stopp, um die Aussicht auf den Fjord zu genießen.

  

Danach ging es wieder weiten den Berg hinauf, ich schaffte es so gerade noch vor einer Autogruppe, angeführt von einem Wohnmobil und fuhr voran. Oben angekommen gibt es hier einen tollen Aussichtspunkt, den Stegastein. Hier, 640m oberhalb des Fjordes wurde eine lange Rampe gebaut, die eine grandiose Aussicht erlaubt! Nun wurde mir auch sofort klar, warum auf den Weg hier hinauf so viel Verkehr herrschte.

  

Eine Panoramaaufnahme durfte an dieser Stelle natürlich auch nicht fehlen!

Erst jetzt bemerkte ich, dass die anderen offensichtlich gar nicht angehalten hatten, weil sie die Plattform wohl nicht bemerkt hatten. Daraus folgerte ich dann auch gleich, dass die dann ja immer noch der Meinung sind, dass ich irgendwo vor ihnen her fahre. Oha, dann mal schnell wieder los!
Kaum war ich vom vollen Parkplatz wieder weg und fuhr weiter Richtung Norden, war ich auch fast wieder allein auf dieser Straße, dem Snøvegen (Schneestraße). Fast alle anderen fuhren wohl ausschließlich zu dieser Plattform hoch.
Der andere Grund für meine Einsamkeit auf der Straße hier oben ist zudem tief im Berg zu finden. Unter uns geht der Lærdalstunnel, der längste Straßentunnel der Welt durchs Gestein.
Nachdem ich knapp 18km alleine durch die karge Hochgebirgslandschaft oberhalb der Baumgrenze unterwegs war, traf ich dann doch wieder auf die anderen. Die machten zum Glück noch einen Stopp und fuhren nicht immer weiter (um mich gedacht irgendwann einzuholen).

  

Außer kleinen Sträuchern und Büschen wächst hier nichts mehr, abgesehen von den alles überwuchernden Moosen. Obwohl es eine durchgehende grüne Schicht ist, sackt man mit den Schuhen einige Zentimeter weit in den weichen Grund ein, ein wenig wie auf einer Sportmatte. Eigentlich hätte man das Gehgefühl auch mal barfuß ausprobieren müssen...

Habe dann schnell noch ein weiteres Rundumfoto geschossen.

Wieder waren wir als Gruppe einsam und allein hier im Nichts und genossen die Ruhe und Weite der grandiosen Landschaft. Es nimmt einen hier wirklich komplett gefangen!
Als wir schließlich wieder aus der Hochebene zu einem weiteren Seitenarm des Sognefjord herunter zum Ort Lærdalsøyri kamen war es schon nach 17 Uhr. Es wurde langsam mal etwas Zeit, sich um die Verpflegung zu kümmern und eine Bleibe zu suchen. Also direkt mal hier einkaufen und tanken gehen.
Von hier aus führte uns unser Weg Richtung Osten am Fluss Lærdalselva entlang, parallel zur breiten Hauptstraße ging es auch immer wieder auf die kleine, kurvige Landstraße ab, auf die wir dann auch immer wieder abbogen. Eine nette Unterkunft erschien uns dort zu begegnen.
Bei dieser Suche kamen wir dann auch durch Borgund, ein kleines Örtchen, welches durch seine Stabkirche ziemlich bekannt ist. Da durfte ein kleiner Stopp natürlich nicht fehlen. Die Kirche selber und das Grundstück waren allerdings abgesperrt und nur gegen Eintritt zu begehen. Aber für ein paar Fotos reichte es natürlich.

  

Direkt nebenan steht noch eine weitere Holzkirche, allerdings eine von recht neuem Datum.
Nach dem kurzen Stopp ging es dann flott weiter, wir wollten so langsam mal ankommen, wo genau auch immer. Ein paar Kilometer weiter kamen wir durch einen kleinen Weiler, bei dem auf einem Bauernhof ein kleiner Campingbereich abgetrennt war. Wir hatten unser Quartier gefunden!

  

Nachdem wir unsere Zelte aufgebaut hatten, gingen wir alle gleich wieder in Badehose zum Fluss runter, der natürlich wieder ziemlich kalt war. Es blieb also bei einer her kurzen Erfrischung. Danach wurden wir direkt auch von einer Gruppe Schafe begrüßt, die mal wieder keine Scheu kannten, der Bauer und sein Sohn sorgten dann aber schnell dafür, dass sie uns in Ruhe ließen. Während wir nun so langsam unser Essen zubereiteten, konnte ich ein weiteres Rundumfoto machen.


Nach der Stärkung ging ich dann mal ins Waschhaus zur Dusche und danach saßen wir noch eine ganze Weile zusammen, bis es uns schließlich in die Zelte und den Schlafsack zog. Wieder zahlreiche tolle Sachen an diesem Tag gesehen.

Die Tagestour:


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Mittwoch, der 04.07.

Der Tag begann wie üblich: Aufstehen, Morgentoilette, den ersten Kaffee und dann etwas Frühstück. Danach packten wir unsere Sachen zusammen und machten uns wieder auf den Weg, es sollte weiter Richtung Norden gehen. Nach dem Flusstal ging es schnell wieder in die Höhe, es gibt hier irgendwie nur unten am Fjord oder aber in der Hochebene.

  

So kamen wir dann auch wieder runter nach Øvre Årdal (mit vorher Panoramablick darauf) am Årdalsvatnet, einer seeartigen Verlängerung des Årdalsfjord, welcher wieder ein Nebenarm des Sognefjords ist. Danach führte uns die Straße an eben dem Årdalsfjord vorbei, um an dessen Ende zu einer Fähre zu gelangen.

  
  

So eine kleine Fährfahrt ist immer eine willkommene Abwechslung und Pause. Auf der anderen Seite ging es dann rauf und runter, an kleinen Seen und Nebenarmen vorbei bis wir schließlich zum Lustrafjord kamen, einem weiteren Nebenarm des - man ahnt es schon - Sognefjord.
An dessen Ende ging es dann wieder hoch und wir nahmen erst mal Abschied vom Wasser. Eine weitere Hochebene folgte, auf der wir wieder einige Dutzend Kilometer verbrachten.

  
  
  

Wieder nahezu endlose Weiten hier oben, immer wieder unterbrochen von kleineren See und umrandet schneebedeckten Bergen, teilweise mit Gletschern. Eine weitere atemberaubende Landschaft hier in den Bergen Norwegens.
Wir kamen etwas tiefer und durchfuhren ein weites Tal, hier kamen dann gleich wieder zahlreiche Wasserfälle hinzu, die nun unsere Augen statt der Weite erfreuten. Da dann zu unserer Überraschung auch mal eine Ortschaft kam, machten wir uns natürlich situationsbedingt gleich an die Verpflegung. Wer weiß, wann wir wieder etwas bekommen...

  

Hier war wirklich eine Gegend schöner als die nächste, zudem waren wir hier sehr oft ziemlich alleine unterwegs. Also kam in uns die Idee auf, irgendwo hier oben mal wieder eine Platz zum wilden Campen zu suchen. Einige Plätze schauten wir uns an, aber so richtig sagte uns keiner zu. Daher bogen wir von der "Hauptstraße" ab und suchten unser Glück auf einer kleinen Nebenstraße.
Schließlich wurden Ronnie und ich fündig, wir fanden den unserer Meinung nach perfekten Platz!
Abseits einer kleinen Straße, eine ebene grüne Fläche mit einem Bachlauf in der Nähe, dazu noch ein paar Felsen zum "verstecken".
Wir fuhren direkt den kleinen Schotterweg hinunter, obwohl ich doch etwas bedenken hatte, ob ich da mit meiner Maschine wieder so einfach hinauf komme. Unten gab es noch eine kleine Bachdurchfahrt und wir waren am ausgesuchten Platz. Die anderen fuhren allerdings zunächst weiter und warteten dann an der Straße.

  

So wirklich überzeugt waren sie dann doch nicht und nach einiger Diskussion kam dann irgendwie raus, das nicht alle so wirklich hier oder sonstwo wild campen wollten. Ich war etwas angenervt, weil das hätte man schon früher direkt klären können, ohne diverse "Besichtigungspausen". Aber nun gut, also fuhren wir weiter, trotz der schon recht späten Stunde. Hier in der Wildnis gab es in näherer Umgebung eh keinen Campingplatz, der nächste sollte erst kurz vor Geiranger kommen.

  

Kurz bevor es dann aus der Ebene hinunter ging, kamen wir zum Abzweig nach Dalsnibba, einem Berg mit Aussichtpunkt. Wir überlegten dort einen kurzen Moment, ob wir dort noch rauf fahren, allerdings hatte ich den Punkt auch extra in die Route eingearbeitet, weil die Aussicht wirklich lohnend wäre. Und da wir jetzt halt schon hier sind, fuhren wir also auch noch rauf. Gut so, dass hätten wir sonst sicherlich bereut! Die Fahrt hinauf zum Burg lohnt unbedingt und ist die kleine Maut auch definitiv wert.
Auf dem Weg nach oben kam uns eine ganze Gruppe mit Hyper-Sportwagen entgegen, sicherlich über 20 Stück. Als ich einer kleinen Gruppe nachschaute wurde ich plötzlich angehupt und erschrocken zog ich meine Maschine schnell nach rechts. Hatte zunächst gedacht, ich hätte meine Fahrspur verlassen, aber eigentlich kam mir so ein überheblicher Jungspund in "seinem" Lamborghini beim Kurve schneiden auf meiner Spur entgegen! Der Arsch ließ mir so gerade einen guten Meter zum Überleben...

  
  

Oben angekommen war der Ausblick schlicht atemberaubend! Man schaute hoch oben auf und über schneebedeckte Berge, runter in die weite Senke, auf der sich unser eben verlassenen Straßenband herunter schlängelte und ganz unten konnte man den Ort samt das Ende des mächtigen Geirangerfjords sehen, in dem eins der dort obligatorischen Kreuzfahrtschiffe zu sehen war.

Natürlich durfte auch ein weiteres Panoramabild nicht fehlen!

Was für ein irrer Ausblick! Trotzdem mussten wir so langsam wieder los. Die Zeit näherte sich langsam 19:00 Uhr und wir hatten immer noch keinen Platz gefunden. Also flott weiter.
Die Suche dauerte weiter unten dann aber auch nicht mehr lange. Auf einer kleinen Ebenen zwischen der Höhe und dem Ort unten am Fjord fanden wir am Rande eines kleinen Weilers einen schönen, kleinen Platz. Schnell waren die Zelte aufgestellt und es konnte wieder zum Flüsschen gehen. 

  

Wie kalt das war, kann man sich bei der Herkunft oben vom Berg natürlich denken. Ich wollte mir meine Erfrischung dann doch lieber später unter der Dusche holen, Ronnie, Björn und Kolja kämpften sich etwas durch das wilde, kalte Wasser.

  

Danach machten wir es uns am Tisch gemütlich und schmissen die Kocher an. Ein herrlicher Platz, bei dem die langsam untergehende Sonne genau aus Richtung Fjord schien, somit nicht ganz so früh wie sonst hinter Bergen oder hohen Bäumen verschwand. Erst gegen 22:30 Uhr war dann doch ein kleiner Bergrücken im Weg und brachte uns dann Schatten, verbunden mit gleich schnell sinkenden Temperaturen.
Wieder ging ein großartiger Fahrtag zu Ende und der zwischenzeitliche Frust wegen des Nicht-Campens oben in den Bergen war spätestens bei der Aussicht vom Dalsnibba verflogen.
Und beim Reinkriechen ins Zelt wurde einem erneut klar, wie landschaftlich unglaublich schön diese Ecke der Welt ist und wohl sonstwo ihresgleichen sucht.

Unsere gefahrene Strecke:

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Donnerstag, der 05.07.

Ähnlich wie am Abend hatten wir auch am Morgen schnell wieder die Sonne auf dem Platz, neben der Helligkeit jagte einem bald schon die Wärme aus dem Zelt.
Danach der Ablauf wie immer, das Zusammenpacken ging nun auch recht flott, da unsere mobilen Behausungen dank der Sonnenstrahlen schnell trocken waren. Schnell waren wieder einige Höhenmeter an Abstieg geschafft und plötzlich verirrte sich ein öliger Mief in unsere Nasen, auch der leichte Nebel hier wirkte irgendwie bläulich. Als die letzten Serpentinen runter zum Fjord erreicht waren, konnten wir dann auch die Ursache mit den Augen erkennen. Zwei Kreuzfahrtpötte lagen bei Geiranger vor Anker und stanken das Tal ein. Die Schiffe konnte man in der Tat schon riechen, bevor man sie sah.

  

Im Ort selber dann eine einzige Kirmes: Hunderte von Menschen drängelten sich an Souvenir-Buden, stiegen in oder aus den unzähligen Reisebussen, fuhren mit dem Fahrrad oder dem E-Mietwagen umher. Was für ein Trubel in diesem Abgasmief, nichts wie wieder raus hier!
Der Weg führte zunächst noch rund 2km am Fjord entlang, dann beginnt der Ørnevegen, die sog. Adlerstraße, die in steilen Serpentinen die Felswand empor klettert. Klingt nach Fahrspaß, ist es aber dank des vielen Verkehrs nicht. Mit den Moppeds kommt man immerhin an den meisten Staustellen (bevorzugt durch zwei sich entgegenkommende Busse ausgelöst) relativ zügig vorbei. Weit oben gibt es dann noch einen tollen Aussichtpunkt (Ørnesvingen) mit Blick über den wundervollen Geirangerfjord.

  

Ein Panoramabild dufte auch hier nicht fehlen!

Nach diesem Sammelplatz war die Straße auch sogleich wieder leer und wir nahmen die letzten Höhenmeter bis wir oben auf der anliegenden Hochebene waren. Diese zog sich allerdings nicht so lang, denn schon bald ging es auf der nördlichen Seite hinunter zum Norddalsfjord. Dieser ist ebenfalls, wie der Geirangerfjord auch, ein Nebenarm des großen Storfjord. Hier stand für uns wieder eine Fährfahrt an, landschaftlich sehr schön zwischen den hohen Bergen.

  
  

Auf der andere Seite angekommen ging es zunächst noch etwas am Fjord entlang, um dann, wie so oft, wieder in die Höhe zu steigen.
Auf der nächsten Hochebene machten wir wieder an einem Parkplatz einen Stopp, um die grandiose Landschaft anzusehen. Zudem waren hier auch diverse weitere Fahrzeuge unterwegs, in dem Augenblick wussten wir allerdings noch nicht, warum.

  

Wieder war es Zeit für eine PhotoSphere-Aufnahme.

Dann ging unsere Fahrt weiter, aber wir kamen nicht wirklich weit und schon wussten wir schlagartig, warum hier so relativ viel Verkehr herrscht. Wir kamen zu einer Art Kuppe. an der die Hochebene abrupt nach unten abbrach. Es ging steil bergab und unten öffnete sich ein weites Tal. Unsere Straße folgte noch etwas seitlich dem Plateau, um dann in einer Kehre in die steile Wand einzusteigen. Ab hier ging es in diversen Serpentinen steil hinunter, immer in der nähe der steil abfallenden Felsen. Wir waren beim berühmten Trollstigen angekommen!

  
   

Bis hier war das Wetter schön wie schon die ganze Zeit durchgängig, als wir nun aber langsam unten am Romsdalsfjord ankamen, zog es sich immer mehr zu. Unser nächstes Ziel sollte ein weiteres touristisches Highlight an den Fjorden Norwegens sein: Der Atlanterhavsvegen, die berühmte Atlantikstraße. Bis wir dort ankommen sollten, stand aber noch eine weitere Fährfahrt auf der Route, auch hier herrschte für uns schon fast ungewohnte Fülle.

  

Je weiter wir voran kamen, desto mehr zog es sich um uns herum zu. Aber Zeit für ein Panoramabild war natürlich trotzdem noch.


Die Temperatur war von rund 25° auf 14°C gefallen, der Wind frischte ziemlich auf und es sah die ganze Zeit nach Regen aus. Das bisherige Sommerwetter war fiesem herbst gewichen. Bei einem Stopp zogen ich mir dann prophylaktisch meine Regensachen an. Auch, um mehr Windschutz vor der Kälte zu haben. Es blieb bei der weiteren Fahrt bei nur einzelnen Tropfen, aber die berühmte Atlantikstraße war für uns ziemlich enttäuschend.
Klar, bei dem Wetter ist es nicht so fein wie bei strahlendem Sonnenschein, aber wenn man auf der Straße fährt, sieht diese natürlich anders aus wie bei den bekannten Luftaufnahmen. Von den vielen in weiten Bögen gebauten Brücken von einem Felsen zum nächsten bleibt direkt auf dem Asphalt nicht viel übrig. Gefahren ist es halt bei weitem nicht so spektakulär wie es von außen so erscheint.
In Kristiansund angekommen hielten wir uns dort auch nicht lange auf und machten uns direkt weiter auf unserem Weg zurück und weiter ins Landesinnere. Je weiter wir voran kamen, desto mehr nahm immerhin der stürmische Wind ab.
Im kleinen Ort Batnfjordsøra machten wir dann an einer Tankstelle einen Stopp und nach dem Auffüllen unseres Benzinvorrats aßen wir auch gleich noch einen Happen. Markus kaufte sich noch Kühlflüssigkeit, weil bei seiner MutiStrada Enduro wohl nicht genug eingefüllt war. Direkt um die Ecke war zudem auch ein kleiner Supermarkt, in dem wir unser Proviantlager auffrischen konnten.
In Sunndalsøra war der eigentlich Plan der Route einen Abstecher gen Süden zu machen, um dann in einem Bogen zurück zur Küste zu fahren. Angesichts der dort ungemütlichen Wetterlage änderten wir den Plan spontan und fuhren direkt weiter Ostwärts, nur weiter weg von der Küste.
Rund 20km weiter kamen wir dann gegen 19:00 Uhr auch endlich an einem kleinen Campingplatz vorbei. Es hatte schon länger keiner mehr Lust auf eine Weiterfahrt, also gleich mal ein Quartier festmachen.
Der Platz war eigentlich nur ein kleiner Schotterweg unterhalb der Hauptstraße, entlang von einer Rasenfläche, auf der in gewissem Abstand immer Hütten standen. Dazwischen war Platz für Zelte. Angesichts der immer noch unbeständigen Wetterlage überlegten wir das erste mal, so eine Hytta zu nehmen. Dann stellte sich auch noch heraus, dass unsere 4 Zelte mehr kosten sollten (400 NOK) als so ein Holzhaus (300 NOK), da war die Entscheidung schnell gefallen!

  

Unser kleines Häuschen war schon fast eine Art kleines Anwesen: Ein Wohnbereich mit Küchenzeile und Sitzecke, der überdachte Veranda führte zum Schlafhäuschen mit 2 Etagenbetten und am Durchgang gab es hinter der Hütte noch eine kleine Terrasse. Sehr fein.

  
  

Nach unserem Ankommbierchen kochten wir uns unser Abendessen und schauten uns noch in der näheren Umgebung etwas um, eine Fußbrücke über den Fluss hat unser Interesse geweckt. Leider war der Zugang mit Tor und Schloss gesichert, schade.
Zum Abschluss war noch eine schöne Dusche angesagt und danach ging es auch schon bald ins Bettchen. Björn und Markus suchten sich ein Plätzchen im Wohnbereich, Kolja, Ronnie und ich machten es uns in den Etagenbetten bequem.

Die gefahrene Tagestour:

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Freitag, der 06.07.

Am Morgen war es immer noch bedeckt, aber der Himmel war nicht mehr ganz so grau wie am Vortag. Trotzdem wollten wir nicht zu unserer ursprünglichen Route zurück, sondern von hier weiter gen Osten fahren. Nach Morgentoilette und Frühstück packten wir zusammen und machten uns wieder auf den Weg.
Nach etwa 70km machten wir eine Pause und hier wollte Markus noch einmal sein Kühlmittelstand prüfen. Nach wie vor war dieser deutlich zu niedrig. Das besondere an der Sache war, dass die Maschine erst kurz vor der Reise wegen einer Rückrufaktion in der Werkstatt war. Eben dabei wurde auch das Kühlmittel gewechselt. Anscheinend hatte da aber ein Azubi die Flüssigkeit nicht an der richtigen Stelle eingefüllt, so dass nun zu wenig im Kreislauf war. Also packten wir das Werkzeug aus und Markus, Björn und Kolja fingen mit er Zerlegung der Ducati an. Um an die richtigen Stellen zu kommen, musste übrigens so einige demontiert werden!

   

Praktischerweise hatte Markus auch gleich einen Falteimer am Start, die alte Brühe will man ja nicht einfach in die Wiese fließen lassen! Die ganze Zerlegungsaktion dauerte natürlich und da schon genug Hände an der Maschine herumfingerten, schaute ich mir mit Ronnie etwas die Umgebung an. Außer einem kleinen, eingezäunten Garten hinter einer Bahnschiene gab es aber hier nicht wirklich viel zu sehen.

  

Irgendwann war die Schrauberei aber dann doch beendet und wir konnten weiter fahren.
Da mein Navi mal wieder unter Stromausfall litt, fuhr Kolja wieder vor.
Das Problem lag im Endeffekt wohl an der Spannungsversorgung über einen USB-Anschluss. Ich will das an dieser Stelle nicht weiter ausschmücken, die ganze Geschichte zu dem Teil habe ich auch schon in einem anderen Beitrag verbloggt.
Naja, Koljas Becker-Navi interpretierte die Route allerdings etwas anders, als ich das von meinem Gerät kannte: Wenn die Route z.B. von der Hauptstraße abzweigt, um nach einer Schleife aber eben wieder auf dieser Hauptstraße heraus zu kommen, zeigte das Navi den Abzweig zwar an, verwies aber auch auf geradeaus als mögliche Route (was ja auf dem Weg zum Ziel durchaus stimmt). Es suchte sich somit gerne selber "Abkürzungen". Das kann man wohl mit (auf das Gerät zugeschnittener) Planung umgehen, nur wusste ich das bei der Planung nicht und mein Navi routet dann schon so, wie ich das ursprünglich auch geplant hatte.



Nunja, somit ließen wir dann immer wieder kleine Schlenker liegen, was wir aber teilweise eben erst später bemerkten. Zum Ziel kamen wir trotzdem, schließlich wurden wir ja immer wieder auf die Route gebracht. Unterwegs machten wir dann nur noch einen weiteren Stopp und schließlich machten wir unseren Verpflegungshalt in Sorperoa, wo wir unser Proviantlager auffüllten.
Danach folgten wir dem Flusslauf der Vinstra, bis wir schließlich ein Schild zu einem Campingplatz in einem Wald fanden. Wir fanden dann diverse Holzhütten auf einem weiten Gelände verstreut, wirklich zum Zelten war dieser Platz nicht. Naja, da es aber auch den ganzen Tag über bedeckt war und uns die Hütte am Vortag durchaus gut gefallen hatte, sagten wir auch hier zu. Der deutlich höhere Preis (waren es 550 NOK?) war aber dann auch durch die Ausstattung begründet. "Hütte" trifft es nicht wirklich, das hier waren ausgewachsene Ferienhäuser!

  

Es gab alles, was man sich so wünschte. Ein Haus aus massivem Holz, mit großem Wohnbereich, einer separaten Küche, Badezimmer und 2 weiteren Schlafzimmern. Zudem sogar einen Fernseher und praktischerweise lief auch gerade Fußball-WM, das Viertelfinale Uruguay-Frankreich. Während die anderen also runter zum See gingen entspannte ich mit einem Bierchen auf dem Sofa.

  

Später gab es gemütliches Abendessen an der großen Tafel, eine schöne Dusche gefolgt von einem bequemen Bett. Wir können also auch Luxus...

Unsere Tagestour:


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Samstag, der 07.07.

Dieser Morgen empfing uns endlich mal wieder mit etwas Sonne. Es war immer noch bewölkt, aber inzwischen auch nicht mehr so kalt und stark bedeckt wie die letzten Tage.
Wir erledigten also die üblichen Dinge, packten zusammen und machten uns dann wieder auf den Weg.
An diesem Tage sollten diverse Schotterpisten hinzu kommen, eine längere Etappe sollte uns über den Jotunheimvegen führen, eine mautpflichtigen Schotter-Gebirgsstraße. Vor allem landschaftlich soll sich das wirklich lohnen. Nun, wir sollten nicht enttäuscht werden!

  
  

Generell erinnerte mich die Landschaft nun mehr an die schottischen Highlands, weite Hügellandschaften, oft karg und mit höheren Bergen im Hintergrund. Zudem waren wir auch über weite Strecken alleine auf der Piste unterwegs.
Je weiter wir nach Süden kamen, umso schöner wurde das Wetter. Es klarte langsam immer weiter auf und auch das Landschaftsbild wurde langsam "lieblicher". Es gab wieder mehr Wälder und auch saftige Wiesen. Bei immer mehr Sonnenschein sah halt alles gleich deutlich freundlicher aus.
Unterwegs an einer Seenlandschaft machten wir dann am Ufer des Storfjorden (trotz des Fjord im Namen ein einfacher Binnensee) an einer Sitzgruppe eine kleine Kaffeepause. Kocher raus und erst mal ein schönes Heißgetränk aufgebrüht. Hier kam dann übrigens zum ersten mal mein kleiner Kocher zum Einsatz, den ich mir mal vor längerer Zeit aus einem China-Shop bestellt hatte. Er funktionierte prima. :-)

  

Danach führte uns der Weg weiter an großen Wäldern und weiteren Seens vorbei. Unterwegs wurde wieder Proviant eingekauft, bis wir schließlich an einem Hinweisschild zu einem Campingplatz von der Hauptstraße abbogen. Zunächst liebäugelten wir wieder mit einer Hytta, aber die war uns dann doch etwas zu teuer und zudem das Wetter auch zu gut. Also wieder Zelt, wir stellten unsere dann direkt unten an das Ufer des Norefjorden (wieder ein See).

  

Das ein "normaler" See dann auch nicht so kalt ist wie ein Fjord oder ein Bergfluss ist, konnten wir auch alle wieder schön zur Erfrischung ins Wasser!
Danach wurde wieder der Kocher auf den Campingtisch gestellt und unser Abendessen zubereitet. Leider verschwand die Sonne recht früh hinter Bregen und Bäumen, aber eine Panoramaaufnahme war noch drin.


Danach kam auch schon bald wieder die abendliche Kälte und so dauerte es auch nicht mehr lange, bis wir wieder in den Schlafsäcken verschwunden waren.

Unsere Tagestour:

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Sonntag, der 08.07.

Ein weiterer sonnig, warmer Morgen empfing uns nach dem Aufwachen. Wie üblich packten wir nach dem Frühstück alles zusammen und machten uns dann auf den Weg, weiter Richtung Süden.
Zunächst ging es auf der anderen Seite des Sees entlang, welchen dann (weider) in den Fluss Lågen überging. Schließlich bogen wir gen Westen ab und machten eine kleine Pause.
Nach der Rast führte uns der Weg über eine kleine (Maut-)Privatstraße, recht klein und auch nicht sonderlich lang. Entsprechend eigen war auch die "Mautstation".

  

Es war eine kleine Blechkiste, in etwa wie ein größerer Briefkasten. Oben drüber stand die Preisliste und innen drin lag ein Stift und diverse Umschlage mit angehängten Meldezettel. Dort trägt man sein Kennzeichen, Fahrzeugart und Datum ein. Keine Ahnung, ob hier irgendwann mal jemand kontrolliert wurde, aber diese Art fanden wir schon lustig.
Bald waren wir auch wieder runter vom privaten Gelände und die (öffentliche Straße) führte uns nach Heddal. Bekannt ist dieser Ort durch seine alte Stabkirche, der größten in ganz Norwegen. Da war ein Halt natürlich Pflicht!
Auch an dieser Kirche war Eintritt zu zahlen, aber erst direkt am Eingang zum Innenraum. Nun, reinschauen und ein Foto schießen ging auch so. Um den eigentlich Kirchenraum selber herum gab es (auch innerhalb des Gebäudes) einen Rundgang, der zu diversen Eingängen führt. In die Kirche selber gelangte man also durch eins dieser Portale (für Frauen, Männer und Priester).

  
   

Nach diesem Stopp machten wir uns wieder auf den Weg. der führte uns an allerlei Flüssen und Seen vorbei, fast durchgängig ging es durch Wälder. Ab und zu gab es weite Wiesenlandschaften. Wie schon am Vortag, eine Landschaft ganz anders als an den Fjorden weiter westlich.
Irgendwann kamen wir an der Stadt vorbei, hier machten wir dann wieder unsere Versorgungseinkäufe. Ab hier begann dann langsam die Aussicht nach einer Unterkunft, bis wir schließlich fündig wurden, dauerte es dann doch noch ganzes Stück.
Am Ufer des Nisser fanden wir dann Saga Camping. Wir fanden ein doch etwas größeres Gelände vor und suchten uns an einem Ende einen schöne Platz in einem kleinen Wäldchen. Da wir inzwischen schon ein ganzes Stück weiter südlich im Land waren, hatten auch die Temperaturen wieder Bereich im oberen 20er Bereich erreicht. Also gleich mal runter zum See.
Der entpuppte sich als angenehm warm, so blieben wir dann doch etwas länger im Wasser.

  

Während wir später dann unser Abendessen vorbereiteten kam ein große Gruppe Motorradfahrer aus Schweden an. Ein Club war wohl auf großer Ausfahrt, sicherlich 30 Personen bauten alle in unserer Umgebung ihre Zelte auf, inkl. "Mannschaftsheim". Eine bunte Mischung von Supersportlern über Enduros und Gespannen zu Choppern und Cruisern waren am Start. Ich glaube, ich werde wohl den Spaßfaktor an solch einer Art Ausfahrt nie verstehen....
Nun ja, sonderlich laut war die Truppe nicht, so stand eine weiteren ruhigen Nacht nichts im Wege.

Die Tagestour: 
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Montag, der 09.07.

Unser letzter ganzer Norwegen-Tag war angebrochen, wie bei unserer Zeit hier fast immer mit blauen Himmel und Sonnenschein. Noch während wir frühstückten waren die meisten des Motorradclubs schon beim Zusammenpacken und räumten das Feld. Das machten wir im Anschluss auch und uns dann auf den Weg, zurück nach Kristiansand. Sonderlich weit hatten wir es an diesem Tage nicht mehr. Direkt nach dem Start machten wir dann auch gleich unseren letzten Tankstopp und fuhren dann eine gute Stunde weiter, dort gab es dann noch eine richtige Rast. Also inkl. Kocher rausholen und noch einen gescheiten Kaffee.
Einen letzten Stopp gab es dann noch rund 20km vor Kristiansand in einem Wald, dann folgten die letzten Kilometer bis ins Zentrum der Hafenstadt. Dort konnten wir den Schlüssel zu unserem Appartement abholen, welches ich im Vorfeld gebucht hatte. Wir waren allerdings noch etwas zu früh, so stoppten wir an einem kleinen Park. Die anderen gingen noch etwas die Umgebung ab, auch um noch ein paar Kleinigkeiten zu kaufen und ich legte mich entspannt auf den Rasen.

  

Ab 15 Uhr konnten wir dann den Schlüssel abholen. Ein Eingang ging über einen Hinterhof in ein Hostel. ich ließ mir noch den Briefkasten zeigen, in dem ich am nächsten Tag den Schlüssel deponieren kann (wir mussten ja zeitig wieder los) und dann machten wir uns auf den Weg in den nördlichen Vorort Sødal, welcher östlich der Otra liegt.
Die Adressbezeichnung war etwas verwirrend, aber schließlich fanden wir das Haus. Es gibt hier wohl drei kleine Wohnungen, wir schienen aber die einzigen Gäste zu sein.
Naja, Moppeds im Hof geparkt und dann mal abgeladen. Kaum hatten wir unsere Sachen ins Haus gebracht, öffnete ein Gewitter die Schleusen des Himmels. Das erste mal für uns in Norwegen richtiger, kräftiger Regen.

 

Das war das vom Haus aus gesehen ja doch angenehmer als aus dem Zelt. Unser Appartement war übrigens wirklich großzügig geschnitten: Ein großer Wohn/Essbereich mit kompletter Küchenzeile und dazu zwei Schlafzimmer. Da gab es nichts zu meckern.
Bis auf die Tatsache, dass wir noch nicht eingekauft hatten. Da wir hier ja nun wieder einen richtigen Ofen hatten, beschlossen wir einfach einen Satz Tiefkühlpizzen zu kaufen.
Als der Regen fast aufgehört hatte, machte ich mich mit Ronnie noch einmal auf den Weg, kaum zwei  Kilometer weiter gab es einen Supermarkt. Wie üblich gab es für jeden ein Bierchen zur Pizza und dann ging es zurück. So eine Tiefkühlpizza kostet in Norwegen im laden übrigens ungefähr fast so viel, wie bei uns in einer Mitnahme-Pizzeria, jede lag so um 6€ umgerechnet. Dafür waren sie aber auch gar nicht mal so lecker. Nun gut, wir waren zumindest gesättigt.
Zeitig machten wir uns dann wieder auf ins Bett, der Wecker sollte uns am nächsten Morgen schon gegen 04:30 Uhr aus dem Schlaf holen.

Die letzte Tagestour in Norwegen:


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Dienstag, der 10.07.

Der Wecker klingelte unbarmherzig, so wirklich Lust am Aufstehen hatte ich definitiv noch nicht. Aber es nützt ja Nichts. Die anderen waren auch schon beim Zusammenpacken, also fing ich auch mal damit an. Immerhin blieb einem das Zelt einpacken ja heute erspart.
Während ich noch zusah, alles in meine Köfferchen zu bekommen gingen die anderen schon raus zu den Maschinen. Als Kolja wieder zurück kam, meinte er, es riecht hier verbrannt. Und in der Tat konnte ich so einen Geruch auch irgendwie vernehmen. Es schien eher aus einem einen Schlafzimmer zu kommen, nur gab es da nichts. In der Küche schieden die üblichen verdächtigen Geräte wie Kaffeemaschine und Toaster auch aus. Plötzlich kamen die anderen vom Hof rein gerannt und suchten nach Mülleimern und anderen Gefäßen, um diese mit Wasser zu füllen. Draußen am Haus brannte es! Als ich auch dort ankam stand ein Mülleimer in Brand und die Flammen schlugen meterhoch dort raus. Und diese Tonne stand direkt an der Hauswand eben unterhalb des Schlafzimmerfensters, was uns geruchstechnisch schon auffällig vorkam. Nun war die Ursache gefunden. Recht schnell war das Feuer zumindest auf den ersten Eindruck gelöscht. Das Haus hatte eine Blechfassade, aber darunter dürfte, wie hier üblich, sicherlich Holz sein. Wir überlegten einen kurzen Moment, was zu tun ist und verständigten dann zur Sicherheit die Feuerwehr.

  

Während wir warteten erzählte Markus, dass er direkt nach dem Auffachen zwei Jungs (so etwa 14 Jahre alt) sah, die sich laut unterhielten und eben unter dem Fenster her gingen. Es schien so, als wenn die irgend etwas in die Mülltonne geschmissen hätten. Da erschien es uns auch ratsam, zusätzlich noch die Polizei zu verständigen, nicht das wir als einzige Bewohner hier womöglich noch Ärger mit der Vermietergesellschaft bekommen. Zudem wurde uns auch langsam etwas mulmiger im Kopf, als wir daran denken mussten, wenn wir keinen Wecker benötigt hätten. Das ganze Haus wäre womöglich abgebrannt...
Die Feuerweh löschte dann noch mal ziemlich gründlich alles nach und war auch mit einem Temperaturmesser am Start, um mögliche Glutnester hinter der Verkleidung aufzuspüren. Die Polizei war dann auch recht flott da und dann ging es an die Zeugenvernehmung. Da ich weder etwas gesehen oder gehört hatte und zudem auch langsam die zeit etwas knapper wurde, ließ ich mich von der Staatsmacht entlassen und machte mich schon einmal auf den Weg, den Schlüssel zurück zu bringen. Die anderen wollten dann direkt zur Fähre kommen.
Die Schlüsselabgabe war schnell erledigt, ich wusste ja, wohin ich musste. Von dort war es zudem auch nicht mehr wirklich weit bis zum Hafen und nachdem ich dort einige Minuten stand, kamen auch schon die anderen angefahren. Wir checkten ein und stellten uns in die Warteschlage. Kolja hatte im Vorfeld schon Reisekaugummis gekauft und sein Angebot, eins zu bekommen, nahm ich auch gerne an.

  

Dann folgte die Verladung. Nachdem alles verzurrt war, gingen wir wie üblich aufs Achterdeck und beobachteten die letzten Fahrzeuge. Schließlich legten wir ab. Langsam bahnte sich die Fjord Cat ihren Weg aus dem Hafen heraus, wir genossen die letzten Blicke auf Kristiansand in der Morgensonne. Als wir den Hafenbereich verlassen hatten, wurde dann auch das Tempo etwas forciert, bis wir schließlich wieder mit knapp 70km/h durch das Meer pflügten.

  
  

Nach gut 2h kam dann langsam die Küstenlinie von Dänemark näher. Der körperliche Zustand war so lala bis OK, das Reisekaugummi war sicherlich keine schlechte Idee! Langsam fuhren wir in den Hafen von Hirtshals ein und so machten wir uns langsam auf den Weg in den Bauch des Schiffes, um unsere Maschinen wieder von ihren Verzurrungen zu lösen. Dann ging irgendwann die Luke auf und wir konnten raus. 

Wir hatten uns vorher schon verständigt, dass wir noch alle an den Kreisel zur Tankstelle fahren wollten. So machten wir es auch und nachdem alle ihre Tanks wieder voll hatten, ging es an die große Verabschiedung. Kolja, Markus und Björn wollten möglichst zügig über die Autobahn mehr oder minder direkt bis in den Raum Hannover durch, Ronnie und ich musste ja zunächst nur bis zu Malene und Michael, wo unser Trailer wartete.Für uns stand vorher noch die Überlegung an, ob wir den Tag noch in DK bleiben oder aber auch direkt weiter fahren und schnell hatten wir uns für die zweite Variante entschieden. Am Hof angekommen verzurrten wir nach der Begrüßung dann auch direkt die Maschinen. Wie eingangs erwähnt, hatte Malene inzwischen ihre Tochter bekommen, die wir uns natürlich auch direkt anschauten. Danach tranken wir noch einen Kaffee zusammen, verabschiedeten uns und machten uns dann auch auf den langen Restweg.
Es dauerte bis zum späten Abend, bis wir endlich wieder daheim angekommen waren. Nach der Verabschiedung von Ronnie brachte ich schnell die Sachen ins Haus, begrüßte Genia und recht bald ging es dann auch erschöpft ins Bett.

Abschließend noch die Gesamtkarte:


Was bleibt?

Was für ein großartiges Land, was für eine tolle Tour! Insgesamt fuhren Ronnie und ich gut 3800km (die anderen hatten ja noch die ganze An/Abfahrt zusätzlich). Und endlich konnte ich ein schon lange vorhandenes Ziel meiner Bucket-List abhaken. Das wurde auch Zeit...
Gibt es was zu meckern? Nein, eigentlich nicht.
Natürlich wäre ich persönlich lieber mit der Fähre von Kiel aus nach Norwegen gefahren als diese ewig lange, öde Anreise über den Landweg zu machen. Immerhin konnte ich mit Ronnie zusammen mit dem Trailer fahren. Dann hätten Ronnie (im Speziellen) und ich (hin und wieder) gerne etwas mehr wild gecampt. Aber so wie es gelaufen war ist auch absolut OK. Quasi täglich Dusche und Klo zu haben war nun auch nicht falsch.
Unsere Gruppe hat (so wie sie war auf der ersten gemeinsamen Reise) gut funktioniert und Unstimmigkeiten gab es eher selten. Also Jungs: Das können wir durchaus wiederholen!
Was habe ich speziell bei dieser Tour gelernt? 
Ich hatte doch etwas öfter mit Rücken/Gesäßschmerzen zu kämpfen, speziell im Steißbereich war es oft wirklich nicht witzig. Das ging soweit, dass ich oft auch abends nicht wirklich auf meinem Dreibein-Campingsitz Platz nehmen konnte. Ob das zu dem Zeitpunkt eine Formsache war oder dauerhaft mit dem Sitzmöbel meiner Tracer zu tun hatte, wird sich zeigen. Inzwischen habe ich da eine kleine Änderung an der Sitzbank vorgenommen.
Zudem setzte doch auch mein Hauptständer öfters mal auf, auch das Problem hoffe ich im Nachgang beseitigt oder zumindest verbessert zu haben.
Dann hat mich mein Navi durch seine Ausfälle doch ziemlich genervt. War nicht wirklich schlimm, da wir ja genug Geräte am Start hatten. Aber ich verlor nun die Lust an dem Gerät, da es ja zudem auch so einige weitere Schwäche hat. Naja, auch das habe ich inzwischen ersetzt.
Im Nachhinein betrachtet wäre es wohl schöner gewesen, wenn wir die Tour anders herum gefahren wären. Der westliche Teil an den Fjorden ist einfach unglaublich spektakulär, da kann der Inlandsbereich weiter östlich nicht gegen an. Im Prinzip wussten wir das natürlich auch vorher schon, allerdings ist Norwegen halt wettertechnisch immer eine Wundertüte. In den westlichen Bereichen regnet es im Durchschnitt deutlich mehr und intensiver als weiter östlich. Da wir bei Bombenwetter ankamen, wollten wir das natürlich nutzen. Wer konnte schon ahnen, dass wir fast die ganze Zeit so ein Paradewetter haben sollten. Im Nachhinein hätte ich die Tour auf der östlichen Seiten wohl doch wieder etwas mehr Richtung Fjorde gelegt, vielleicht eher parallel zum ersten Teil über andere Wege. Andererseits haben wir so natürlich einen umfassenderen Einblick in die Landschaft bekommen. Aber das hier ist nun wirklich Jammern auf hohem Niveau.
Zum Jammern sind allerdings für uns wirklich oft die Preise. Wer keine Lust auf Camping hat und sich zudem regelmäßig ins Restaurant setzt wir einen Haufen Geld im Land lassen! Ich kann die Sache mit Camping und Selbstversorgung allerdings durchaus empfehlen: Selbst bei schlechtem Wetter gibt es ja auf fast allen Plätzen diese Holzhütten zum anmieten.

Wer also noch nicht dort war: Unbedingt hinfahren!

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