Mittwoch, 11. November 2020

Island 2019 - Tag 11


Hier meine Fotos vom letzten Tag: *KLICK*


Dienstag, der 22.10.

Da unser Flug schon um 07:25 Uhr starten sollte, war unsere Nacht entsprechend früh zu Ende. Gegen 4 Uhr schälten wir uns ziemlich müde aus den Betten. Danach schnell die Morgentoilette und dann den Kram ins Auto. Die Rückgabe des Mietwagens dürfte etwas länger dauern, da wir ja noch den Schaden an der Tür hatten.
Die Fahrt zum Gelände des Mietwagendienstes dauerte nur knapp 3,5km, der "Papierkarm" dauerte wegen des Schadens in der Tat rund eine halbe Stunde. 

Die gefahrene Strecke:
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Zum Glück hatte ich noch meine zweite Kreditkarte, weil für den Schaden auch eine Art Kaution hinterlegt werden musste, umgerechnet waren das meine ich gut 2700€. Das liegt an dem Verfahren bei billiger-mietwagen.de: Die Vollkasko samt fehlende Selbstbeteiligung bucht man zusätzlich über die Agentur. Man geht also in Vorleistung und bekommt das Geld dann nach dem Kostenvoranschlag zur Reparatur (es waren umgerechnet im Endeffekt gut 1600€) wieder zurück. Das klappte übrigens ganz problemlos.
Mit der ersten Kaution für den Mietwagen hätte ich das Budget meiner anderen VISA-Karte doch überschritten. Nachdem das alles erledigt war, brachte uns der Shuttle-Service die letzten gut 5km zum Airport. Dort frühstückten wir erst einmal die am Vortag noch gekauften Sachen und warteten, bis es weiter ging. Nach den üblichen Vorgängen konnte wir dann die Boeing 757-200 der Icelandair besteigen und noch im Dunkeln ging es in die Luft.


An Bord gaben wir uns dann dem Entertainment-System hin oder machten was anderes. Ich schaute mir Ralph breaks the internet an. Wir waren schon ganz froh, auf dem Rückweg einem Direktflug zu haben und nicht eine ähnliche Odyssee wie auf dem Hinweg. Nach 3,5h landeten wir dann in Frankfurt.


Nun gab es dann dank des Tageslichts auch ein Foto vom Flieger. Da wir pünktlich ankamen hatten wir danach noch einmal knapp 2h zu überbrücken, bis wir mit dem Zug weiter konnten. Wir hatten natürlich lange vor der Reise ein Super-Sparpreis-Ticket gebucht, welches eine Zugbindung hat. Um nicht bei einer Verspätung dumm da zu stehen plant man somit etwas Reserve ein. Zudem ist auch nicht jede Verbindung zum günstigsten Preis zu bekommen.



Die Laune beim Warten war dann doch etwas schwankend, die Müdigkeit kam bisweilen langsam etwas durch. Im Zug ging es dann aber wieder.



Der ICE brachte uns flott nach Köln, dort hatten wir dank "Reserve" wieder etwas zu warten, bis uns ein IC dann zurück bis nach Bielefeld brachte. Am Hauptbahnhof wurden wir dann von meiner Schwester empfangen, die sich sehr tränenreich über die Rückkehr ihrer Tochter freute.



Bevor es für die beiden nach Hause ging, wurden Levi, Genia und ich noch daheim abgesetzt.


Da Levi auch bald zu seiner Mutter dufte/wollte/musste, war es aber vorher noch schnell Zeit, ein neues Fähnchen in seine Reisekarte zu stecken! Damit war für uns alle auch diese Reise beendet...


Fazit:

Island ist ein absolut großartiges Ziel! Wie so oft hätten wir gerne ein paar Tage mehr Zeit gehabt. Gerade die einsamsten Gegenden ganz im Nordwesten der sog. Westfjorde musste wir daher komplett auslassen. Aber auch ohne diesen Abstecher haben wir einfach wunderschöne, atemberaubende Landschaften gesehen. Besondere Highlights waren natürlich die zahlreichen beeindruckenden Wasserfälle, dann die sichtbaren vulkanischen Aktivitäten überall auf der Insel. Ob nun in Form von Geysiren, stinkende Rauchsäulen oder aber heiße Quellen zum Baden. Natürlich war auch die Wal-Tour sehr beeindruckend, große Buckelwale mal so aus der Nähe zu sehen oder die Begehung einer Lava-Röhre. Aber auch die auf den ersten Blick unspektakuläre Weiten im Norden der Insel haben eine beeindruckende Schönheit. 
Auffällig sind die Unterschiede bei der Besucheranzahl. Im Bereich des Golden Circles im Südwesten der Insel, also alles in Tagesreichweite der Hauptstadt sind die meisten "Attraktionen" auch ganz gut besucht. Abseits davon sieht die Sache ganz anders aus. Deutlich weniger Besucher, an vielen Stellen ist man auch mal alleine.
Zum Mietwagen: So ein Modell mit etwas mehr Bodenfreiheit ist wirklich ganz sinnvoll. Auch wenn wohl alle unsere Strecken mit "normalen" Autos befahrbar sind, so hätte ich manche Pisten mit sowas eher ungerne unter die Räder genommen bzw. es hätte deutlich mehr Zeit in Anspruch genommen. Begeistert haben mich zudem die bei unserem Auto verbauten Spike-Reifen. Beeindruckend, wie die auf Schnee/Matsch spuren!
Ich kann mir wirklich sehr gut vorstellen, hier noch einmal herzukommen, vielleicht sogar mal mit dem Motorrad, um dann noch deutlich einsamere Stellen im Inselinneren zu besuchen.

Zusammenfassend: Ein Reiseziel, welches einfach begeistert! 


Hier abschließend noch einmal die Links zu jedem einzelnen Tag:
Island - Oktober 2019, Tag 010203040506070809, 10)

Donnerstag, 5. November 2020

Indian FTR1200 Carbon

Als letzte Testmaschine meiner "Amerika Trilogie" hatte ich schließlich noch eine Indian am Start.
Dieses Mal (nach Harley Fat Bob und Indian Challenger) allerdings ein Modell, welches ich persönlich schon wahrgenommen und interessant fand, bevor es bei mir auf dem Hof stand:
Die FTR 1200. Konkret sogar in der edlen Carbon-Version!


Eine wirklich komplett eigenständige Maschine, die sich optisch von jedem anderen Motorrad abhebt. Bei meinem ersten Kontakt in "freier Wildbahn" musste ich unwillkürlich stehen bleiben und nachschauen, was ich da vor mir habe. Dieses Modell ist ja doch eher selten zu finden.



Das Modell entstammt aus den Ahnen der amerikanischen Sandbahnrennen, die dort eingesetzten Rennmaschinen nennt man Flat Tracker. Genau dafür steht auch das Kürzel FTR.
Um seinen Wurzeln gerecht zu werden, sind auch extra für dieses Modell gefertigte Reifen von Dunlop aufgezogen, deren Profil an den Rennreifen angelehnt sind.


Historisch hin oder her, natürlich ist die FTR auf dem aktuellen Stand der Technik, dazu zählt heute auch ein konfigurierbares TFT-Display. Das kann Indian ziemlich gut, auch mit Touch-Bedienung!


Und da auf einem Karbontank (eigentlich eine Tankattrappe) kein Magnet-Tankrucksack hält, hatte ich passenderweise noch eine Retro-Tasche samt Halterung aus dem Programm von SW-Motech dabei. So konnte ich mir die FTR dann eine ganze Woche lang etwas genauer ansehen und ausprobieren!

Ob die Indian nicht nur optisch sondern auch im praktischen Einsatz was her macht, könnt ihr 
auf motolifestyle.de genauer nachlesen!

Dienstag, 3. November 2020

Island 2019 - Tag 10

==> Zurück zu Tag 9 <==

Hier meine Fotos vom zehnten Tag:



Montag, der 21.10.

Nach einer wunderbaren Nacht in unseren kuscheligen Zimmern waren wir schon am letzten ganzen Tag auf dieser tollen Insel angekommen. 
Der Morgen empfing uns deutlich freundlicher als der Vortag. Es war zumindest trocken. So machten wir uns fertig und gingen runter in den Essbereich, um uns das Frühstück zu machen.



Kurz darauf kamen auch noch die beiden anderen Gäste, die erst spät am Vorabend angereist waren. Es handelte sich um Mutter & Tochter aus Leipzig. Wir kamen etwas ins Plaudern und dabei kam heraus, dass die Tochter auch überlegt, für einige Monate hier auf Island auf einem Pferdehof zu jobben und gerade die Möglichkeiten abklopft. Da erzählten wir natürlich von "unserem Ponyhof", auf dem wir einige Tage vorher waren. Dann packten wir zusammen und räumten unsere Sachen ins Auto. Es war zwar trocken aber doch sehr frisch an diesem Morgen.
Als erstes wollten wir den Besuch der nahen Wasserfälle nachholen, welchen wir am Vortag wegen des unschönen Wetters verschoben hatten. Es waren nur wenige Kilometer die Straße zurück, um bei den beiden Wasserfällen Hraunfossar und Barnafoss anzukommen. Der Parkplatz befindet sich zudem in unmittelbarer Nähe.



Diese beiden Wasserfälle liegen direkt beieinander, der sehr breite Hraunfossar leitet sich vom isländischen Wort für Lava (Hraun) ab, weil hier auf insgesamt 700m Breite insgesamt in über hundert kleinen Teil-Fällen Wasser seitlich aus dem Lavaboden in den Fluss Hvítá fällt. Das Wasser kommt somit augenscheinlich direkt aus der Lava heraus. 


Von der Aussichtsplattform habe ich dann auch noch ein Panoramabild gemacht.


Das Wasser stammt aber aus der gleichen Quelle wie der Fluss selber (dem Langjökull-Gletscher), es handelt sich um einen kleinen Seitenarm, der einige Kilometer Flussaufwärts abzweigt und dort durch den porösen Boden sickert, um auf einer wasserdichten Schicht weiter zu fließen. Hier tritt das ganze Wasser dann auf breiter Front wieder zutage und fließt zurück in den ursprünglichen Fluss.


Direkt oberhalb des Hraunfossar fließt der Hvítá dann durch einen felsigen Bereich mit mehreren Engstellen und Stufen, dadurch entstand der Barnafoss. Auch hier machte ich ein Panoramabild.


Zu diesem Wasserfall gibt es (wie bei vielen Dingen hier auf der Insel) eine kleine Entstehungslegende, neben dieser ist vor allem ein Durchflussloch interessant, wo ein Großteil des Wasser durch strömt und dadurch eine Art Wasserdüse entsteht, durch das eine enorme Strömgeschwindigkeit erreicht wird.


Nachdem wir alles schon vom Boden bzw. den Aussichts-Balkonen angeschaut hatten, habe ich dann auch noch die Anafi in die Luft geschickt. Das Wetter ließ das endlich wieder zu. Zudem ist das hier keiner der besonderen Touri-Hotspots, an denen es gewöhnlich ein Flugverbot gibt.




Schließlich habe ich noch ein kleines Video gemacht, vom Barnafoss startend bis zum Ende des Hraunfossar. Leider war die Drehschwindigkeit um die eigene Achse etwas flott eingestellt, aber nunja.


Nachdem wir alles gesehen hatten, ging es wieder zurück auf der Straße, von wo wir gekommen waren. Wir wollten weiter über das Kaldidalur, ein Hochlandtal. Die ganze Ebene wird durch die Straße 550, den Kaldadalsvegur, erschlossen. Diese Straße wird auch gerne "Hochland für Anfänger" genannt, weil es hier keine Furten zu durchqueren gibt. 


Theoretisch ist die Strecke auch mit einem normalen Wagen zu befahren, etwas geländetauglicher (also vor allem in Sachen Bodenfreiheit!) ist aber sicher angebracht.


Recht schnell ging es auch etwas in die Höhe und angesichts der Witterung wurden die zunächst feuchten Straßen dann auch schnell weiß. Aber solange es Spuren gibt, weiß man zumindest, wo es weiter geht. Mit Winterreifen samt Spikes alles kein Thema.
Es ging langsam immer weiter hoch, die "Passhöhe liegt bei der Straße auf 720m. Klingt nach wenig, aber durch die Lage hier im weit Norden (ähnlich wie z.B. auch in Norwegen) ist das Klima dadurch Hochalpin.


Schließlich stießen wir dann an einer Abfahrt auf Hinweisschilder, die wir nicht lesen konnten, die aber auch so verständlich wirkten. Es schien auf dem Weg nicht weiter zu gehen. Auch wenn die aktuelle Streckensituation noch gut befahrbar war, so geht die Straße ja noch dutzenden Kilometer weiter und ohne Grund werden die Schilder hier nicht stehen. der Google Übersetzer machte es dann auch noch einmal in unserer Sprache deutlich.


Der Abzweig hier führte auch nicht wirklich zum Ziel, da der Weg noch deutlich kleiner war und zudem in die vollkommen falsche Richtung ging. Also hieß es für uns: Wieder zurück. 


Statt der direkten Strecke von 40km standen nun also der Umweg mit gut 83km auf dem Programm. Auf der anderen Seite angekommen konnten wir uns zumindest vergewissern, dass die Strecke auch von dieser Seite gesperrt war. Obwohl hier noch weniger eine Unpassierbarkeit erkennbar war.


Für uns ging es nun weiter auf der ursprünglich geplanten Routen, wir kamen nun aus Richtung Norden wieder zur Kontinentalspalte zurück, die wir schon am zweiten Tag besucht hatten. Hier machten wir noch einmal einen Halt, bevor wieder auf die Hauptstraße und den Hotsports für Touristen angekommen waren. Das Wetter passte dort auch gerade. Es war längere Zeit unterwegs wieder nass und trüb, aber hier kam passend die Sonne heraus!



Es wehte allerdings ein recht eisiger Wind., weshalb Genia dann nach kurzer Zeit zurück zum Auto ging. Wir verbliebenen drei gingen dann noch einmal bis zur Spalte und genossen den Anblick.



Die Fläche auf dem Weg dorthin war nur spärlich mit Sträuchern bewachsen, dafür aber der Boden mit einer extrem festen und dicken Schicht aus Moos. Jeder Schritt wurde hier abgefedert, man lief etwas wie aus einer Mischung aus Tartanbahn und Trampolin. Schon witzig...
Wir fuhren noch ein Stückchen weiter zum Besucherzentrum, dort machten wir eine kleine Pause, auch um mal auf die Toilette gehen zu können. Direkt am Parkplatz wurden wir mit einem schönen Regenbogen empfangen.


Von hier ging es dann weiter, wieder am großen See Þingvallavatn vorbei, nun aber auf der westlichen Seite. Die Straße führt allerdings etwas abseits des Sees durch die Hügellandschaft. Immer wieder wechselten sich Sonne und bedeckter Himmel ab, auf jeden Fall gab es immer tolle An- und Ausblicke zu genießen.



Wir umfuhren dann auf Nebenstraßen den Großraum Reykjavík und näherten uns dann langsam wieder der südlichen Küste.



Auf dem Weg eben dorthin kamen wir dann an einer großen Anlage zur Trocknung von Fischen vorbei. Also große Holzgestelle, auf denen tausende von Fischen aufgehängt waren, um an der Luft zu trocknen. Dort mussten wir natürlich noch einen Stopp einlegen, um uns das mal etwas genauer anzusehen.



Ich sag es mal so: Für die Nase war das schon ein etwas anstrengendes Erlebnis. Sonderlich empfindlich darf man nicht sein, wenn man diesen Trockengestellen näher kommt.



Wobei es auch stark darauf ankommt, wann die Fische aufgehängt wurden. Einige Bereiche hingen definitiv schon länger, die Fische waren schon ziemlich ausgetrocknet. Andere hingen wohl erst seit wenigen Tagen, die vermoderten gerade noch ganz frisch, was auch noch viele Vögel anlockte. Nach diesem Erlebnis für die Sinne ging es weiter.
Auf dem Weg zur Südseite der Reykjanesskagi kamen wir am See Kleifarvatn vorbei, der uns zugleich mit einer tollen Aussicht mit wunderschönem nachmittäglichen Sonnenlicht empfing. Der See ist rundherum von Bergen eingerahmt.



Der Wasserspiegel des Sees schwankt recht regelmäßig wegen der zahlreichen vulkanischen Aktivitäten in diesem Gebiet. Bis zum Jahr 200 war der See bis etwa 97m tief, danach fing das Wasser an zu "versickern". Die Fläche verringerte sich um etwa ein Fünftel, bis der Wasserspiegel danach wieder langsam stieg. Es scheint wohl ein immer wiederkehrendes Phänomen hier zu sein. An der Südküste selber machten wir dann noch kurz vor dem Sonnenuntergang einen abschließenden Stopp am Meer.



Unser Parkplatz am Ende der Stichstraße lag noch etwas vom Strand entfernt, so dass wir schön die Aussicht genießen konnten auf dem Weg runter zum Meer. Auf dem Sandweg waren auch diverse Spuren zu sehen, hier wird wohl öfters auch hinter dem Parkplatz noch gefahren. Für unseren SUV für meinen Geschmack etwas viel Sand und grobe Steine



Als wir direkt an der Küste unseren Blick übers Meer streifen ließen, wurde das regelmäßige Rauschen durch Motorengeräusche übertönt. Eine Gruppe mit Quads fuhr über die Wegen. Mit sehr breiten Reifen kamen die natürlich prima durch den Sand und das gröberen Geröll.


Es schien sich um eine geführte Tour zu handeln, solche Angebote hatten wir schon öfters bei unserer Inselumrundung gesehen. Ein kleines Video machte ich davon auch noch.


Schließlich gingen wir zurück zum Wagen und fuhren nun in der aufkommenden Dunkelheit weiter Richtung Reykjanesbær, wo unser letztes Quartier lag. Die Stadt liegt in unmittelbarer Nähe zum Flughafen Keflavík, von dem am nächsten Morgen unser Rückflug starten soll. Wir übernachteten im Bergás Guesthouse am nördlichen Rand der Stadt.



Wir bezogen unser ziemlich großes Familienzimmer und richtetet uns ein. Dann war zunächst etwas Entspannen angesagt und schließlich suchten wir uns dann ein Restaurant, wo wir unser letztes Abendessen auf Island einnehmen. Unsere Wahl fiel schließlich auf das Malai-Thai, wie der Name schon verrät ein thailändisches Restaurant. 



Hier war man allerdings offen für ein breites Spektrum asiatischer Genüsse, so dass wir alle problemlos etwas in der Karte fanden und es uns allen prima geschmeckt hat. Nach der Stärkung ging es zurück zum Hotel. Da es sich draußen inzwischen aufgeklart hatte und zudem auch die Polarlicht-App mittelstarke Sonnenaktivität versprach, gab Genia noch einmal alles, um doch noch dieses wunderschöne Phänomen am Himmel rund um die Polargebiete zu sehen.
Bisher hatten wir da leider kein Glück. Anfangs war die Sonnenaktivität ganz OK, aber es war dann immer bedeckt. Im Norden der Insel hatten wir oft wunderschönen, klaren Himmel aber dazu fast Null Sonnenaktivität, die Voraussetzung für das Lichtspektakel.
Immer wieder ging sie raus in die Kälte, um dann durchgefroren zurück ins Zimmer zu kommen. Schließlich hatten wir dann doch noch etwas Glück! Genia kam ins Zimmer gerannt und meinte, sie könne etwas sehen. Also machten wir schnell das Licht aus und gingen an die Fenster. 
Ganz leicht war diese grüne Himmelsverfärbung am Nordhimmel zu sehen, passend zur Lage unseres Zimmers.
Leider war es wirklich nur sehr schwach, die berühmten wabernde Lichtwellen bekamen wir nicht zu Augen. Auch zum Fotografieren war die Ausprägung leider zu schwach. Aber, immerhin. Polarlichter konnten wir abhaken, wenn auch bei weitem nicht so toll wie erhofft. So konnten wir zumindest etwas zufrieden ins Bett gehen.

Die gefahrene Strecke:
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