Donnerstag, 15. September 2016

Hornet-Treffen 2016

Es wurde wieder August und somit auch wieder Zeit für das jährliche Hornet-Treffen!
Dieses Mal war es schon etwas besonderes, denn es fand zum letzten Mal an der Burg Ludwigstein in Witzenhausen statt. Seit 13 Jahren hat der Verein nun sein großes Jahrestreffen hier abgehalten, 2017 ist es Zeit für eine Veränderung. Dazu aber später noch etwas mehr....

Wie in den letzten Jahren auch, reisten wir schon am Montag an. Wir sind Sebastian und ich mit dem Mopped und Genia mit dem Auto samt Gepäck. Wie letztes Jahr wollte auch Levi wieder mit und außerdem hatten wir noch Genias Neffen Timon dabei!
Levi wollte dieses Jahr unbedingt die ganze Woche bleiben (letztes Jahr bei der "Probe" blieb er bis Mittwochnachmittag). Timon sollte, wenn alles klappt, bis Donnerstag bleiben. Freitag stand nämlich für ihn ein Zahnarzt-Termin an....
Sämtliche Fotos vom diesjährigen Treffen habe ich hier in einem Album gesammelt.

Montag, der 08.08.
Ich verabredet mich mit Sebastian gegen 10:30 Uhr, dann wollten wir wie üblich mit einer Überland-Tour zur Burg fahren. Auf dieser Route plante ich einen Stopp am Weser-Skywalk ein. Hier wollte ich eigentlich schon länger mal hin, die doch recht abgeschiedenen Lage inklusive der nötigen rund 2-stündigen Anfahrt hat mich bisher abgehalten. Kam also ganz gelegen.
Und in der Tat, ein Besuch dort lohnt durchaus, wenn man es mit was anderem in der Gegend verbinden kann. Eine tolle Aussicht auf die Weser und bis nach Bad Karlshafen.


Leider ist bei der Aufnahme kein sauberes, 360°-PhotoSphere entstanden. :-(


Danach ging es weiter und wir kamen dann kurz vor 15 Uhr an der Burg an.
Wie zuletzt üblich, waren auch schon einige andere Gäste da und es sollten noch weitere folgen.
Nachdem wir uns umgezogen und die Zelte aufgeschlagen hatten machten wir uns später schon einmal daran, etwas von unserem Equipment aus dem Lagerkeller zu holen und den neuen Anmeldepavillon aufzubauen.


Die Jungs schauten sich natürlich alles erst einmal genau an, besonders Timon kannte die Burg ja noch nicht. Danach wurde überall auf dem Gelände gespielt, besonders zwei große Erdhügel neben dem Neubau waren bei den Jungs sehr beliebt.
Bis zum Abend kamen noch weitere Gäste und Getränke hatten auch schon einige dabei. So wurde noch etwas Bier und Grillgut nachgekauft und später dann für ein leckeres Abendessen gesorgt.


Schließlich gingen wir vier in unsere Zelte. Levi kannte das schon und schlief auch bald ein, Timon hatte anfangs noch etwas Angst, hatte er bisher ja noch nie gezeltet. Aber auch die verging bald.

Die Tagestour:



Dienstag, der 9.08.
Wir hatten alle gut geschlafen und nach dem Aufstehen und Waschen hatte auch schon jemand Brötchen geholt, also wurde erst einmal gefrühstückt.
Ich hatte im Vorfeld zwei ganz neue Touren für die samstägliche Ausfahrt abgesteckt, da stand noch die Streckenkontrolle an. Schließlich werden diese Strecken von vielen Leuten in einigen Gruppen abgefahren, da sollte der Zustand schon OK sein und auch keine Baustellen oder Sperrungen auf dem Weg liegen.
Genia wollte mit Jenny und den Jungs erst zur benachbarten Burgruine Hanstein fahren und später dann noch in die Stadt. Die anderen machten dann noch eine größere Tour bis in den Thüringer Wald.


Ich fuhr also meine erste Strecke ab und steiß dabei (wie die letzten Jahre fast immer) auf gesperrte Strecken. Allein oder in kleiner Gruppe kann man ja durch so manche als Baustelle markierte Straße durchfahren, mit mehreren (größeren) Gruppen ist das nicht so toll. Also mussten Umleitungen her. Das hat auch soweit geklappt.
Die zweite Strecke war der ersten nicht unähnlich und verlief in größeren Teilen auf den gleichen Straßen, aber entgegengesetzt der ersten Runde. Dummerweise gab es auch hier eine größere Streckensperrung, natürlich genau auf dem hauptsächlichen Teil, welcher die beiden Routen unterscheidet. Da beiden Runde ähnlich lang und idealerweise auch ähnlich attraktiv sein sollten, blieb im Endeffekt nur eine wirklich Runde übrig, die sich nach einem anfänglich identischen Teil dann einmal kreuzte und so entgegengesetzt verlief. Das sollte passen.
Auch wenn es ursprünglich vom Verlauf nicht so geplant war, das Profil dieser überarbeiteten Route erschien mir doch recht attraktiv.

So sah die erste Route für die Samstagsausfahrt nun aus:


Da ich nun mit meiner Doppeltour schneller fertig war machte ich mich auf den Rückweg, unterbrochen von einem Tankstopp in Witzenhausen. gerade dort hatte mir Genia ein Foto vom Eisessen in der Stadt geschickt. Ich lies mir gleich die Koordinaten schicken und kündigte mein baldiges Erscheinen an.


Danach ging es zurück zur Burg, es sollten noch weitere neue Gäste ankommen! So gab es wieder viel zu bereden, man sieht sich ja doch eher selten.
Später wurde dann für die ganze Gruppe noch Pizza bestellt und wir verlebten einen weiteren schönen Abend. Das Wetter hielt bisher auch und irgendwann krochen wir wieder in unsere Zelte.


Mittwoch, der 10.08.
Schon sehr früh morgens war ich hin und wieder wach und konnte auch ab und an Regen hören, bis mich meine Blase schließlich aus dem Zelt trieb. Das schöne, trockene Wetter schien erst einmal vorbei zu sein. Nun ja, heute stand für uns vier eh ein Ausflug nach Kassel auf dem Plan. Wir wollten in den dortigen Bergpark Wilhelmshöhe. Diese tolle Anlage ist seit 2013 UNESCO-Weltkulturerbe und für seine Wasserspiele bekannt. Genia hatte die zuletzt vor einigen Jahren gesehen und ich kannte das Schauspiel bisher noch gar nicht. Wurde also mal langsam Zeit!
Das Wetter blieb an diesem Tag unbeständig, immer wieder regnete es zwischendurch, mal Nieselregen, manchmal etwa stärker.
Nach dem Frühstück kam aber bald schon unser Bierpilz samt Kühlwagen und den Sitzgarnituren. Die ganzen Sachen bauten wir erst einmal zusammen auf und machten uns dann später auf den Weg.


Wir kamen in Wilhelmshöhe an und parkten oben am Herkules. Im Parkticket ist auch gleich die Busfahrt von unten zurück zum Parkplatz mit drin, da gehen die 7€ Gebühren auch in Ordnung.
Pünktlich mit einer Sirene beginnen die Wasserspiele, die durch ausgeklügelte Wege und Kanäle, nur durch die Schwerkraft getrieben ihren Weg ins Tal finden. Leider war es trotz des mäßigem Wetters sehr voll. Gerade für die Jungs war das nicht immer so toll, können sie ja dann deutlich schlechter sehen. Alle Fotos von den Wasserspielen haben ich in einem separaten Album abgelegt.



Die ganze Ablauf ist wirklich toll angelegt bis zum großen Finale mit dem riesigen, künstlichen Geysir. Leider nimmt einem die Menschenfülle doch etwas die Freude, wenn man sich überall auf den Füßen steht macht es leider deutlich weniger Spaß. Immerhin klarte es im Verlauf immer weiter auf, so dass es schließlich sogar wieder sonnig wurde.
Danach ging es mit dem Bus (natürlich mussten wir auch dort den zweiten Wagen abwarten, weil der erste schnell voll war) zurück zum Parkplatz und dann mit dem Auto wieder zur Burg.


Dort gab es wieder neue Gäste zu begrüßen und schon bald folgte ein weiterer netter Abend in geselliger Runde, bis wir dann später in unsere Zelte krochen. Da es abends noch nicht sonderlich kalt ist, hatten wir die Schlafsäcke natürlich nicht bis oben zugezogen. Levi strampelte sich nachts allerdings gerne wieder fast ganz aus dem Sack heraus. Gut, dass ich hin und wieder wach wurde, um ihn wieder tiefer hinein zu stecken und den Reißverschluss bis oben zuzuziehen.,

Donnerstag, der 11.08.
An diesem Tag stand der Abschied von Timon an und zudem unser "Umzug" in ein Zimmer der Burg. Aber erst einmal frisch machen und ausgiebig frühstücken. Danach machte ich mich gleich daran, unsere Zelte abzubauen. Man weiß ja nie, wie das Wetter so bleibt. Außerdem ist dann die Arbeit schnell weg. Wir packten also alles zusammen und verstauten die Campingsachen dann schon im Wagen, danach folgte der Bezug unseres Zimmers. Das erste Mal überhaupt hatten wir nun (wegen Levi) ein 4er Zimmer im Meißnerbau im 1.OG.
Am Nachmittag kam dann Genias Schwester mit Tochter und Opa vorbei um Timon abzuholen. Morgens war bei ihm noch die Freude groß, endlich die Familie wieder sehen.
Wir zeigten allen noch das Gelände und die Burg und schließlich war es Zeit für die Verabschiedung. Nun war Timon dann doch schon etwas traurig, jetzt abfahren zu müssen. Es hat ihm hier ja doch gut gefallen. Mal schauen, vielleicht nehmen wir ihn nächstes Jahr wieder mit!


Für Levi hieß es ab jetzt ohne seinen Spielkameraden auszukommen, im Laufe des späteren Nachmittags und Abends fand er allerdings im Bierwagen als Assistent von Simon eine schöne Beschäftigung. Die nächsten Tage sollte er nun öfters dort anzutreffen sein.


Wie immer wurden auch dieses Jahr die Zahl der Neuankömmlinge am Donnerstag größer und so gab es auch an diesem Tage wieder diverse Gäste zu begrüßen.
Am frühen Abend konnte ich dann auch noch einen besonderen Gast begrüßen: Den alten Griesgram! Er hat nämlich eine alte Idee wieder aufleben lassen und macht diesen Sommer wieder einen Roadblog. Prima Idee, hatte ich doch die Veranstaltung von 2010 damals begeistert bei Twitter verfolgt. Die aktuelle Variante fährt er allerdings alleine.
Als der Griesgram mit der Idee um die Ecke kam und gerne Vorschläge haben wollte meldete ich mich sofort, da unser Treffen ja genau in das Zeitfenster passte.
Und so wurde die Route abgesteckt, die ihn heute zu uns nach Witzenhausen bringen sollte.
Es gab viel zu quatschen, wenngleich davon nur einen geringen Anteil davon zum Thema Motorrad. Immer wieder schön, diesen symphatischen Zeitgenossen zu treffen, wenngleich es auch nur eher kurz war! Schließlich musste ich dann ja doch irgendwann mit Levi in die Koje....

Freitag, der 12.08.
Der Hauptanreisetag für das Treffen war gekommen!
Für den Griesgram war es allerdings schon wieder der Abreisetag, die nächste Etappe stand auf seinem Roadblog-Plan. War mir eine Freude, Dich wieder getroffen zu haben!
Anmerkung: Inzwischen wurde von ihm auch über diese Etappe gebloggt. Zu Recht moniert er dabei die derben Preise für ein Bett in einem Mehrbettzimmer der Burg. Auch das ist einer der zahlreichen Gründe, warum dies unser letztes Treffen hier in Witzenhausen sein soll.


Mit den neune Gästen hatten wir nun auch langsam unseren Tourguides für Samstag zusammen. Das war dieses Jahr gar nicht so einfach, weil einige etablierten Kräfte (wie Csibi und Maddin) leider nicht zur Verfügung standen. Aber auch das Problem war gelöst und so verteilte ich die Touren noch an die neuen Guides und diese fuhren sie dann auch in kleinen Gruppen noch ab.
Das Wetter war zwar immer etwas wechselhaft, aber blieb doch meistens trocken. Unterwegs hatten aber doch immer mal einige Gruppen mit Regen zu tun.
Ich blieb an diesem Tag wieder an der Burg und so nutzen wir ein weiteres Mal, wie schon öfters diese Woche, das Schwimmbad. Da das Wasser im Pool allerdings recht frisch war, machte Levi jedes mal ziemliches Theater, bis er endlich im Becken war. War das geschafft, wollte er natürlich auch nicht wieder raus.
Da Kerstin inzwischen mit ihrem Junior aufgetaucht war, hatte Levi zumindest wieder jemanden zum Spielen. Er zeigte dem Kleinen natürlich alles, schließlich kennt er sich ja schon super aus!


Der Abend nahm seinen gemütlichen Verlauf mit vielen Gesprächen und auch einigen Bierchen. Wie es halt so sein soll...

Samstag, der 13.08.
Der Haupttag des Treffens war gekommen! Zudem war Wolfi auch als Tagesgast gekommen. So haben wir uns vor dem Ende des Monats stattfindenden Moppedurlaub auch noch einmal gesehen.
Nach dem üblichen ausgiebigen Frühstück machten sich langsam die Gruppen für die Ausfahrt bereit. Da jeder Guide in der Regel nur eine der Strecken gefahren war, sortierte ich die einzelnen Farben am frühen morgen noch um, so dass es auch schön im Wechsel geht. Und dann ging es auch schon bald los.

Hier dann auch noch die zweite Tour der Ausfahrt:


Auch dieses Jahr kamen alle Teilnehmer der gesamten Ausfahrten heile oben am Hohen Meißner an. Die neuen Strecken kamen auch durchweg gut an, immer wieder gab es doch überraschte Gesichter, nach all den Jahren noch neue Strecken hier zu finden. So hat sich die Neuplanung ja doch gelohnt.



Nachdem alle Gruppen angekommen waren und sich erfrischt hatten machten wir noch unser Gruppenfoto und schließlich dann auch bereit für den großen Korso nach Witzenhausen.
Dort angekommen folgte auch schon bald die Begrüßungsworte der diesjährigen Kirschkönigin und danach ging es dann mehr oder minder zeitnah zurück zur Burg.
Vielen gönnten sich erst einmal ein Eis oder aber stärkten sich sonst in der näheren Umgebung mit Pizza oder Döner.


Zurück an der Burg warteten dann die Spiele auf die Teilnehmer und zudem mussten ja auch noch die Wahlzettel für die schönsten Hornets ausgefüllt werden. Ich selber beteilte mich wie immer am Tankweitwurf, dieses Jahr hatte ich offensichtlich einen sehr guten Tag erwischt: Statt der (in der Summe) sonst üblichen knapp 14,50m kam ich heuer auf über 16m, was mir prompt am Abend eine Urkunde für den 3. Platz einbrachte! Erst auf der Zielgeraden wurde ich noch um einen Platz nach hinten verschoben....
Natürlich kauften wir uns wieder einige Lose und gewannen auch einige kleine Preise. So wird man bei der Tombola bei Laune gehalten. Bei den schönsten Maschinen gab es wie meistens einige Dauerkandidaten, aber auch manche Neuerung: Jochen gewann erstmals einen Preis, weil er (wegen HU) seine alte Lampenmaske mit defektem Scheinwerfer gegen ein Modell von KTM tauschte. Schon wirkte der Bock wieder taufrisch und wurde entsprechend honoriert.


Das Wetter hielt den ganzen Tag bei schönem Sonnenschein und so ging der schöne Abend bis weit in die Nacht hinein.

Sonntag, der 14.08.
Und schon war wieder der Abreisetag gekommen! Gegen 10 Uhr waren wir dann unten beim Frühstück, dort gab es dann die Infos, dass die Zimmer doch bitte bis 10 Uhr (haha!) geräumt sein sollen. Die haben ja manchmal Vorstellungen....
Erst einmal frühstücken und dann machten wir uns ran, die Sachen im Wagen zu verstauen.
Wieder wurde von allen seiten gut geholfen beim Zusammenpacken von Tischen, Bänken und Getränken, so dass wir schließlich kurz nach Mittag, aufbrechen konnten.
Ungewöhnlich für das Treffen: Selbst am Sonntag war das Wetter gut, in der Regel wird man nämlich auf der Heimfahrt eigentlich immer nass.
Ich fuhr wie zuletzt immer zusammen mit Andrej und Sebastian zurück, bei der letzten Tour dann noch einmal mit kleiner Unterbrechung auf der Weserfähre von Hemeln nach Reinhardshagen.


Der Rest der fahrt verlief ohne Probleme und so kamen wir alle Wohlbehalten daheim an.
Wieder ein schönes Treffen, auch Levi hat es wieder super gefallen.

Die Rückfahrt:



Was bleibt?
Ein wenig werde ich die Burg schon vermissen, aber nun ist es wirklich mal Zeit für etwas Neues.
So freuen wir uns alle schon auf das Hornet-Treffen 2017 am Edersee.

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