Freitag, 23. Oktober 2020

Island 2019 - Tag 8

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Hier die Fotos vom achten Tag:


Samstag, der 19.10.

Am morgen konnten wir unser Quartier das erste Mal bei Tageslicht sehen, waren wir am Vorabend doch erst recht spät angekommen. Zunächst machten wir uns aber ans Frühstück.



Nach dieser kleinen Sichtung der Platzumgebung packten wir dann auch unseren Sachen wieder ins Auto, wieder hatten wir ein ganz ordentliches Stück zu fahren. Gar nicht weit vom Startpunkt entfernt gab es zudem einen Bereich, der oft von Robben besucht wird, auch hier kann man Ausflüge mit kleinen Booten zu den Tieren machen. Da diese Meeressäuger aber im Gegensatz zu Walen auch öfters an Land zu sehen sind, wollten wir es auf diesem Wege versuchen. 


Trotzdem fuhren wir zunächst an dem "Ausflugsanbieter" vorbei, diese Touren starten von Hvammstangi, der Ort lag eh auf unserem Weg. Früh am Morgen war der Laden noch geschlossen, aber draußen gab es Hinweise zu den Robben und auch Karten, wo und an welchen Stränden häufig welche zu sehen sind.
Wir fuhren somit weiter um die Halbinsel Vatnsnes herum, hielten hier und da mal an, wo an Parkplätzen in Strandnähe Hinweisschilder zu Robben standen. Hier gibt es regelmäßig Ringelrobben und auch Seehunde aus der Familie der Hundsrobben zu sehen. Beim dritten Stopp sahen wir dann in der kleinen Bucht auch eins der Tiere im Wasser! Leider nicht an Land, aber immerhin.



Erwartungsgemäß sind die Tiere recht scheu, so schwamm diese eine auch gleich etwas weiter hinaus in die Bucht uns streckte nur hin und wieder den Kopf etwas aus dem Wasser. 
Nun war der Zeitpunkt gekommen, meine Drohne wieder startklar zu machen. Wenn ich es damit schon nicht geschafft hatte, Wale zu beobachten, vielleicht sollte es mit der Robbe klappen.
Das war nicht ganz so einfach, zum einen schien die Sonne hell, ich konnte somit auf dem Handydisplay zur Drohnensteurung nicht ganz so toll sehen, zudem wollte ich das Tier auch nicht zu sehr verschrecken, daher flog ich entsprechend auch nicht ganz so niedrig über dem Wasser.


Im Endeffekt hatte ich schließlich sogar mehrere Tier im Video! Live konnte ich das auf dem Display deutlich schlechter erkennen, deshalb flog ich teilweise auch in die falsche Richtung. Aber naja, hat im Endeffekt doch ganz gut geklappt. Was man trotz der nicht allzu geringen Höhe gut sehen kann: Die Tiere haben die Drohne durchaus bemerkt.
Wir fuhren auch danach noch an weiteren "Robbenstränden" vorbei, einmal schwammen wieder einige Tier in der Bucht umher, da filmte ich dann mal mit dem Handy vom Ufer aus.


Immerhin gab es hier auch ein paar Wasservögel zu sehen. Die waren nicht ganz so scheu wie die Meeressäuger und hielten weniger Abstand zu uns.



Nun ging es auf der anderen Seite der Halbinsel wieder zurück gen Süden, hier war es landschaftlich dann deutlich schöner, zudem gab es auch einen tollen Aussichtspunkt.







Nachdem wir die Halbinsel schließlich wieder verlassen hatten und zurück auf der Ringstraße wieder Richtung Westen fuhren, waren wir fast nur noch in "Gegend" unterwegs, welche uns mit ihrer rauen Schönheit begeisterte, dazu das passende Licht und viel Einsamkeit.






Ist nun gerade etwas fotoreich und wortarm, aber hier sagen Bilder wirklich mehr als tausend Worte.







Als wir schließlich nicht mehr allzu weit von unserem Tagesziel entfernt waten, kamen wir noch am Kirkjufellsfoss vorbei. Diese Wasserfälle sind weder besonders hoch noch breit, also prinzipiell wenig besonders. Allerdings lassen sie in Verbindung mit dem namensgebenden Berg eine schöne Kulisse entstehen. der Berg ist optisch ein wenig das "Matterhorn Islands" und tauchte schon öfters in Filmen oder sonstigen Publikationen auf.







Von hier geht es nun aber direkt weiter zu unserem Tagesziel, dem Við Hafið Guesthouse in Ólafsvík, ziemlich weit im Westen der Halbinsel Snæfellsnes. Als wir dort im Ortszentrum ankamen, dämmerte es schon und mit dem letzten Tageslicht ging es in unser Zimmer.


Heute sollte nun endlich mal ein richtiger restaurantbesuch anstehen! Meistens waren wir ja mehr oder minder im Nichts, wo man gar nicht hätte essen gehen können, selbst wenn man wollte. So entspannten wir zunächst noch ein bisschen, bevor wir schließlich zum rund 300m entfernten Hraun gingen.


Eine sehr gemütliche Holzhütte im Blockhaus-Stil empfing uns, wirklich sehr kuschelig. Das Foto oben habe erst beim gehen gemacht, als wir ankamen war der Laden wirklich ziemlich gut gefüllt.




Wir entschieden uns alle für leckere Burger, dazu gab es für Genia und mich ein isländisches Bier. FunFact dazu: Es gab auf der Karte das Bier vom Zapfhahn in 33cl und 50cl für exakt den gleichen Preis. Das konnte uns die Bedienung auf Nachfrage auch nicht wirklich erklären, der Preis wäre wohl so von der Brauerei vorgegeben. Aber es könne sich niemand hier daran erinnern, dass schon mal irgendwer das kleine Bier bestellt hätte. Auf jeden Fall schmeckte es wirklich gut, ebenso unser Essen.


Das galt übrigens ebenso für den Nachtisch, sehr lecker alles. Wer also hier im Ort mal aufschlägt, unsere Restaurantempfehlung steht. 



Gut gestärkt gingen wir schließlich zurück zu unserer Unterkunft durch den recht verlassen wirkenden Ort. Mag aber auch am ungemütlichen Wetter gelegen haben. Auf unserem Zimmer entspannten wir noch etwas, gingen unter die Dusche und dann bald auch ins Bett.

Unsere Tagestour:
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==> Weiter zu Tag 9 <== (Link wenn fertig)

Donnerstag, 22. Oktober 2020

Indian Challenger

 Neulich hatte ich ja über die Harley-Davidson Fat Bob berichtet. Dort stand auch, dass es ein "paar Testmaschinen" gab. Bei der Harley sollte es also nicht bleiben. Passend dazu hatte ich danach gleich noch einen kleinen Cruiser-Vergleich, nun von der direkten Konkurrenz: Indian.

Im Gegensatz zur "Fat Bob", die im Harley-Sortiment im Bereich "Mittelklasse" anzusiedeln ist, gab es von Indian nun aber die Oberklasse in Form der Challenger.



Ein Monument von Motorrad mit fast 400kg Gewicht!
Von der Marke sicher direkter Marktkonkurrent von Harley-Davidson, vom Modell dann eher nicht. Der Spaß mit der Challenger beginnt erst oberhalb von 30.000€ Einstiegspreis, dafür bekommt man dann aber auch die richtig große Schrankwand!



Für mich als nicht Cruiser-affinen Fahrer war es ein ganz interessanter Vergleich. Jahrelang hatte solche Motorrad-Typen gar nicht bewegt und nun gleich zwei direkt nacheinander.
Nachdem mich die "Fat Bob" schon durchaus positiv überrascht hatte, war ich nun wirklich mal auf dieses richtige Dickschiff gespannt. Ich hatte zum Glück mehr als genug Zeit, mich ausgiebig mit diesem Trum zu beschäftigen.

Was und wie mich an und auf der Challenger so bewegt hat, könnt ihr 
==> in meinem Bericht <==
auf motolifestyle.de genauer nachlesen!

Freitag, 25. September 2020

Tourplanung 2020 - Teil 2/3

Wieder ganz vergessen, etwas zu schreiben. Scheint ja langsam etwas zur Gewohnheit zu werden.

Wie auch immer, ich hatte bisher hier nur kurz etwas zu einer Moppedtour für diesen Herbst geschrieben. Nun das ganze mal etwas ausführlicher mit Rahmengeschichte. 
Irgendwann (war es im Juni oder Juli?) kam Ronnie dann mit der Idee um die Ecke, wegen seiner ausgefallenen Rallye im Herbst eine Balkantour mit seinem Freund Bartosz zu machen. Das klang ziemlich prima, da hatte ich natürlich Interesse. Es ging zunächst um Albanien und Montenegro. Aber wenn man schon einmal in der Gegend ist, kann man ja auch gleich noch Nordmazedonien, Griechenland und Bulgarien "mitnehmen".

So schön die Idee war, so schnell hatte sich das auch schon wieder erledigt. In Sachen Urlaub blieben max. 9 Tage übrig, mit der An/Abreise war das einfach zu wenig für das Gebiet, zudem kam da im Laufe des Sommers noch das Thema Risikogebiet hoch.

Die Idee bleibt im Hinterkopf, aber für nur eine gute Woche suchten wir uns dann dieses Jahr doch lieber etwas anderes. So kam ein alter Plan von mir aus der Schublade, ein Teilstück der früher mal geplanten Karpatentour mit komplett eigenen Anreise. Die brauchten wir dann nicht, da wir auf der Tour 2016 mit dem Trailer bis nach Ungarn gefahren sind.
So kam nun die Idee auf, diese Teiltour nur separat zu fahren. Nur nicht (wieder) bis in die Karpaten, sondern eben bis zum Start der dann gefahrenen 2016er Tour. An der Stelle sollte es nun wieder zurück gehen. Es handelt sich dabei im Endeffekt um eine Tschechien-Umrundung.

Es dauerte nicht allzu lange und wir hatten auch Jochen wieder an Bord. Er wollte ja schon mit nach Kreta, hatte also in diesem Jahr auch noch ein Tourdefizit. Ich sammelte also in den üblichen Kreisen und Gruppen noch ein paar Tipps ein und die Route konkretisierte sich. 


Inzwischen ist alles abgesteckt und auch grob in Tagestouren unterteilt (im Schnitt haben wir gut 320km/Tag). Der Plan ist, dass wir wieder lustig unsere Zelte aufschlagen, solange das Wetter mitspielt. Also im Prinzip ähnlich wie bei der letztjährigen Großbritannien-Tour auch. Wir hoffen mal, es bleibt insgesamt etwas trockener und wir haben eine besser Campingquote als 2019. 
Alles wunderbar, aber keine Planung ohne Änderungen: Inzwischen musste Bartosz wieder abspringen, er kann erst später im Oktober, dummerweise halt dann, wenn unser anderer Urlaub schon wieder vorbei sein wird. Immerhin sind wir uns alle sicher, dass er bestimmt einen guten Ersatz für unsere Tour findet. Bartosz ist öfters im Jahr auf großer Runde unterwegs und unser Neid fährt dort gerne mit.

Wie in diesen Tagen aber üblich, hält sich eine Planung oft nicht wirklich lang. Womit wir wieder beim Thema Reisewarnungen wären. Das hatten wir schon einmal grob besprochen, wir werden auf jeden Fall eine Tour machen. Im Zweifel beleiben wir innerhalb unserer Landesgrenzen.
Ganz so düster sieht es zwar noch nicht aus, aber aktuell verschärft sich die Lage wieder überall etwas. Konkret bei Tschechien gab es schon eine Reisewarnung für Prag, ganz frisch kam dann gestern (16.09.) eine "Erweiterung" dazu, das Gebiet Středočeský kraj (in deutsch "Mittelböhmen" genannt). Da ich mich jetzt nicht so ganz in der tschechischen Aufteilung des Landes auskenne, musste ich das erst einmal nachsehen. 

(Quelle: Wikipedia)

Der erste Schrecken wich dann der Beruhigung. Es ist das Gebiet rund um Prag herum, also eine Gegend, die wir nicht zu befahren gedenken. Andererseits ist uns allen klar, dass sich die Lage auch da schnell wieder ändern kann. Sollte weitere Teile zu Risikogebieten werden, plane ich zur Sicherheit noch eine Tour so wirklich um Tschechien herum, also ohne das Land selber zu bereisen. Bis dahin hoffen wir mal, dass es nicht schlimmer wird und wir die Tour nun so wie abgesteckt fahren können.

In gut zwei Wochen geht es los und wir haben schon ziemlich Bock darauf!


Nachtrag 25.09.2020:

Inzwischen ist fast ganz Tschechien Risikogebiet, somit ist die Tour wie geplant für uns auch hinfällig. Da sowas nun nicht vollkommen aus der Luft kommt, hatten wir uns im Vorfeld abgestimmt, dass wir auf jeden Fall eine Tour fahren, wenn es gar nicht anders geht, bleiben wir auch (vollkommen) im eigenen Land. Gibt ja mehr als genug schöne Strecken hier, keine Frage.

Ich hatte danach zunächst das Thema "Rund um Tschechien" dann sehr wörtlich ausgelegt, also wirklich immer außen drum herum. Funktioniert auf der nördlichen Seite (also Polen) ganz gut, aber auf der östlichen und südlichen Seite wird die Streckenattraktivität doch deutlich beeinträchtigt.

Also stand eine komplette Umplanung an. Nun sollte es so grob "rund um Süddeutschland" gehen. Zeitgleich mit (fast ganz) Tschechien wurde zudem auch Vorarlberg in Österreich zum Riskiogebiet, somit wird die Ecke natürlich auch direkt ausgespart.
Somit plante ich dann (noch etwas grob) eine Runde, die uns durch den Thüringer WaldFichtelgebirgeBayrischer Wald, dann ab Passau etwas durch OberösterreichSalzbuger Land und Tirol bringt. Von dort geht es durch das Allgäu über die Schwäbische Alb in den Südschwarzwald. Danach wird der Rhein überquert und wir fahren durch die französischen Vogesen Richtung Norden, bis wir nach der Landesgrenze durch den Pfälzer Wald kommen, es folgt Hunsrück, etwas Taunus und Westerwald, von dort dann noch das Sauerland und fertig.

Hier das ganze einmal grafisch:

Sollte sich die Lage noch weiter verschärfen, was ja angesichts der derzeitige Lage in fast allen Ländern nicht unwahrscheinlich ist (aktuell steht z.B. Tirol unter "Beobachtung"), habe ich schon einmal zur Sicherheit die Route weiter "eingedampft", so dass wir bei Bedarf auch innerhalb der deutschen Grenzen bleiben können.

Das könnte dann in etwa so aussehen:

Statt nach Österreich ginge es dann Richtung Berchtesgadener Land und durch die Bayrischen Alpen. Statt Vogesen den ganzen Schwarzwald.
Ist zunächst noch ein erster Entwurf, daran wird dann sicher noch etwas gefeilt. Zudem haben wir auch sicher noch 200-300km Luft nach oben bei der Gesamtstrecke. Da wird dann sicher noch der eine oder andere Schlenker dazu kommen.


Nachtrag 2:

Der Text hier war noch nicht richtig fertig, da gab es ein Update vom Auswärtigen Amt. Nun ist Tirol auch Risikogebiet. OberösterreichSalzburger Land und auch Vogesen geht aktuell noch, wir sind gespannt. Der "Notfallplan" steht immerhin schon. Da in Deutschland ja Risikogebiete feiner aufgelöst werden, müssten wir wohl im Zweifel ggf. "nur" Städte oder Landkreise meiden. Das sollte zu machen sein.

Wir freuen uns trotzdem auf die Tour!