Am 28. September 2006 ging es los: Nach längerem "Durchdenken" und Terminsuchen starteten wir mit unserer großen Tour, die uns bis Barcelona führen sollte!
Beide Richtungen der Route wollten wir aber definitiv nicht auf den Motorrädern zurück legen. So beschlossen wir, einen Weg mit dem Autozug zu fahren. Da es im Herbst in unseren heimischen Gefilden eher unbeständig ist, entschieden wir uns für den Rückweg über die Schiene.
Olli hatte zudem noch so einige Freunde/Bekannte auf seiner "Besuchsagenda", so dass deren Wohnorte auch die Route bestimmte.
Wir trafen uns in Köln und starteten von dort nach einer Übernachtung Richtung Elsass, dort hat ein Freund von Ollis Vater eine alte Mühle und es stand noch eine Einladung offen, unser erstes Ziel.....
Hier ist das Fotoalbum der gesamten Tour, folgend auch als Diashow:
29.09.2006 (Fr) - 414,47km - 6h21:21 - Ø66,48km/h
Wir fuhren von Köln aus durch die Eifel, ein Stück an der Mosel entlang (von Cochem moselaufwärts bis nach Bernkstel-Kues) und dann durch den Hunsrück und Pfälzer Wald über die Grenze nach Frankreich. Am späten Nachmittag kamen wir dann in Spasbad bei Familie Kiefer an. Nach einer Besichtigung des renovierten Anwesends (ein alte Mühle inkl. Nebengebäude) bezogen wir unser Gästezimmer (da regelmäßig Schulungen stattfinden, gibt es einige davon) und später gab es dann ein leckeres Essen auf dem Hof bei herrlichem Wetter.Im Moseltal und die Festung von Bitche (Elsass):
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Das Streckenprofil:

Von Köln nach Spasbach (Elsass) - GoogleEarth (KMZ)
30.09.2006 (Sa) - 558,87km - 9h17:56 - Ø61,38km/h
Wir standen zeitig auf, da wir an diesem Tag bis Genf wollten, dort war unser nächstes Tagesziel bei Christian, der nächste Fraund von Olli. Es war eine ziemlich anstrengende Tour (was man schon an den obige Fahrdaten erkennen kann!), wir haben uns da doch etwas verschätzt. Somit ließen wir sehr viel Zeit in den (herrlichen!) Vogesen, die uns später dann etwas fehlte. Wir fuhren zahlreiche der wunderbaren Pässe (wirklich, obwohl ein Mittelgebirge!) kreuz und quer über den Hauptkamm.Später sollte dann leider das Wetter nicht mehr so recht mitspielen. So kamen wir erst abends bei Regen und Dunkelheit an.
In den Vogesen:
Die Route: Spasbach - Le Petit Pierre - Saverne - Lutzelbourg - Dabo - Oberhaslach - Soultz - Ottrott - Barr - Col du Kreuzweg - Chelenois - Bergheim - Ribeauville - Ingersheim - Wintzenheim - Munster - Col del la Schlucht - La Bresse - Le Fillot - St. Maurice - Col du Ballon - Giromagny - Belfort - Mont Beliard - Montbenoit - Pontarlier - Vallorbe - Cossonay - Morges - Nyon - Geneve
Das Streckenprofil:

Von Spasbach (Elsass) nach Genf - GoogleEarth (KMZ)
01.10.2006 (So) - Fahrpause
Den folgenden Tag nutzen wir, um uns mal etwas in Genf umzusehen....Eine wirklich schöne Stadt, aber an einem Sonntag erschreckend tot. Halt eine Stadt der Edelsteine, UN und Banken.
Naja, lag vielleicht auch etwas am wechselhaften Wetter.Wie auch immer, wir hatten einen netten Sightseeing-Tag.
Impressionen aus Genf:
02.10.2006 (Mo) - 295,14km - 5h16:05 - Ø57,54km/h
Nach unserem"Ruhetag" fuhren wir am nach regnerischem Start (und etwas verwirrter Fahrt heraus aus Genf) kam auch bald wieder die Sonne raus und wir konnten die traumhafte Landschaft während der Fahrt am westlichen Alpenrand entlang genießen!In den Alpen und unser Hotel in Vaynes:
Die Route: Geneve - St. Julien - Annecy - Sevrier - Leschaux - Le Chatelard - St. Pierre - Coise - La Trinite - La Rochette - Allevard - Goncelin - Proges - Domene - Revel - Uriage - Vizille - La Mure - Corps - Posterle - Col du Festre - Veynes
Das Streckenprofil:

Von Genf nach Vaynes - GoogleEarth (KMZ)
03.10.2006 (Di) - 273,90km - 4h44:26 - Ø59,13km/h
Der nächste Tag sollte uns in (und durch) die Provence führen. Der eigentliche Plan sah die Überquerung des Mont Ventoux vor, allerdings spielte das Wetter leider wieder nicht so ganz mit. Nachdem wir schon beim Col du Pais de la Graille in die Wolken gefahren sind und es auch zunehmend windiger wurde haben wir doch von diesem Plan Abstand genommen. Der Berg hat ja wohl nicht umsonst seinen Namen... ;-)Weiter ging es dann mehr oder minder direkt zu unserem Etappenziel: Orange. Wir fanden ein nettes, motorradfreundliches Hotel (laut Aufkleber des Tourenfahrers an der Tür) am Rande der Innenstadt. Die Aussage stellte sich als korrekt heraus, wir bekamen einen abgesperrten Parkplatz in einem Innenhof. Dort bemerkte Olli dann auch austretendes Öl an seiner Gabel vorne. Wir bekamen vom Hotel auch etwas Werkzeug, um die Sache etwas genauer zu untersuchen (super Service!). Es schien so zu sein, dass die Simmeringe wohl (wie fast zu erwarten war) durch waren, da war leider spontan nix zu machen.
Im Nebel/Wolken und in der Provence:
Die Route: Vaynes - Serres - Laragne - Ribiers - Sisteron - Valbelle - Col du Pais de la Graille - St. Etienne - Forcalquir - Cereste - Boux - Bonnieux - Apt - Murs - Carpentras - Orange

Von Vaynes nach Orange - GoogleEarth (KMZ)
04.10.2006 (Mi) - 360,08km - 6h22:28 - Ø58,84km/h
Durch den Ölverlust an der Vorderradgabel der Q fuhren wir zunächst einmal zum örtlichen BMW-Händler, doch leider gab es dort auf die Schnelle kein Ersatzteil. :-(Also beschlossen wir statt Richtung Ardèche-Tal lieber südlich nach Avignon zu fahren um die dortige BMW-Niederlassung aufzusuchen. Leider auch dort ohne Erfolg, das Ersatzteil war ebenfalls nur in einigen Tagen zu besorgen! Ein kleiner Unterschied zu Deutschland, wo jede Moppedbude solche Dichtungen für alte BMW-Modelle in der Schublade hat.
So ignorierten wir das "Problemchen" einfach und fuhren etwas direkter als geplant nach Carcassonne. Wir waren eh recht touristisch unterwegs und daher störten die ungedämpfte Federn nur bedingt. ;-)
Traumhafte Cevénnes-Landschaft und die beeindruckende Festung von Carcassonne:
Die Route: Orange - Avignon - Nimes - Sommieres - Quissac - Ganges - Madieres - Lodeve - Col de la Baraque de Brol - Bedarieux - St. Pons - Col de Serieres - Col de Solette - Caunes - Carcassonne
Das Streckenprofil:

Von Orange nach Carcassonne - GoogleEarth (KMZ)
05.10.2006 (Do) - 404,39km - 6h40:08 - Ø62,51km/h
Nachdem wir am Abend in einem netten Restaurant in der Neustadt waren besichtigten wir natürlich am Morgen noch die Altstadt von Carcassonne, die größte vollständig erhaltene Festungsanlage Europas! Wirklich beeindruckend (s.o.)...Danach machten wir uns auf den Weg Richtung Süden, wir wollten ja noch am selben Tag bei Marion und Steffen in Barcelona ankommen.
So fuhren wir durch die traumhaften Pyrenäen und die Idee, irgendwann einen ganzen Urlaub in diesem Gebirge zu verbringen, verfestigte sich bei der Durchquerung natürlich. Wie unterschiedlich doch die Berge sind, ganz anders als die Alpen, die sich selber ja auch je nach Gengend start unterscheiden.
Das letzte Stückchen fuhren wir dann über die Autobahn nach Barcelona rein. Nach einigem hin und her (die Einbahnstraßen waren nicht wirklich in unserem Stadtplan eingezeichnet!) kamen wir auch wohlbehalten bei unseren Gastgebern an!
In den Pyrenäen (eine Schlucht und Molit Les-Bains):
Die Route: Carcassonne - Limoux - Quillan - Axat - Col de Jau - Prades - Vinca - St. Marsal - Amelie les Bains - Arles - Macanet - Figueres - Giron - Mataro - Barcelona
Das Streckenprofil:

Von Carcassonne nach Barcelona - GoogleEarth (KMZ)
06.10.2006 (Fr) - Fahrpause
Nach einem schönen ersten Abend in netter Runde (es war noch weiterer Besuch aus Hamburg da) sollte unser erster Tag in Barcelona aus Entspannen bestehen. Somit legten wir uns erst einmal bei herrlichem Sonnenschein an den Stadtstrand. Zwischendurch schlenderte ich noch etwas durch das Viertel um die Ecke und abends wurde lecker gekocht!Am Stadtstrand und im Hafenviertel von Barcelona:
07.10.2006 (Sa) - Fahrpause
Am nächsten Tag stand für mich erst einmal etwas Touristenprogramm auf dem Plan, auch wenn ich vor einigen Jahren schon einmal in Barcelona war, verzaubert der Charme dieser Stadt doch immer wieder aufs Neue! So schlenderte ich u.a. durchs Gotische Viertel und die Ramblas entlang. Später trafen wir uns alle in der Altstadt und ließen den Abend schön ausklingen!La Bocceria (gleich neben den Ramblas ) und Schnellimbiss auf katalanisch:
08.10.2006 (So) - 198,90km - 3h37:21 - Ø57,52km/h
Es war endlich mal wieder Moppedfahren angesagt, wir wollten eine kleine Runde um die Stadt herum machen und das berühmte Kloster in Montserrat besuchen, welches unweit von Barcelona liegt.Irgendwie hatten wir es in diesem Urlaub mit den Wolken... nahe dem Kloster sind wir schon wieder in sie rein geraten, der ganze Klosterberg war von Nebel eingehüllt. Naja, diese "Kirmes" oben sagte uns eh überhaupt nicht zu, dort war ja was los wie am Petersdom! Unzählige Busse, endlose Parkplätze mit Einweiser und Pilger/Besucher so weit das Auge reicht!
Also fuhren wir schnell weiter - über schöne, kurvige Landstraßen bis zurück nach Barcelona. Abends die übliche Runde: Treffen, Essen, Spaß haben...
Freizeitpark auf Barcelona's Hausberg und das weltbekannte Kloster von Montserrat (im Nebel):
Die Route: Barcelona - Rubi - Terrassa - Montserrat - Manresa - Igualada - Barcelona
Das Streckenprofil:

Einmal nach Montserrat und zurück - GoogleEarth (KMZ)
09.10.2006 (Mo) - Fahrpause
Ein weiterer "Ruhetag", den wir im spätsommerlichen Barcelona verbrachten: Entspannen, etwas Bummeln und Seightseeing. :-)Imposanter Brunnen im Parc de la Ciutadella und der Triumphbogen:
10.10.2006 (Di) - Fahrpause
Dann war auch schon der letzte Tag gekommen, den wir im bewährten Stile absolvierten. Abends gingen wir noch einmal zusammen Essen und verabschiedeten uns schon, da Marion und Steffen am nächsten Morgen relativ zeitig zur Arbeit gehen mussten.An dieser Stelle noch einmal an euch beiden: Vielen, vielen, Dank für alles... es war super!
Tapas-Bar ( Txakolin ) und Fahrradstunts:
11.10.2006 (Mi) - 327,45km - 5h10:13 - Ø64,43km/h
Nach einem knapp einwöchigen, herrlichen Aufenthalt in dieser traumhaften Stadt machten wir uns wieder auf den Rückweg, der uns auch zu einem kurzen Besuch bei der Mutter eines gemeinsamen Freundes (Alexander) in den Pyrenäen führte. Über Alex habe ich Olli auch kennen gelernt, die beiden haben zu gemeinsamen Bielefelder Zeiten zusammen Musik gemacht. Im Vorjahr war Olli zusammen mit Alex zu Besuch bei seiner Mutter und ihren Partner Dietrich in den Pyrenäen. Die beiden leben auf einem traumhaften Anwesen oberhalb einen malerischen, kleinen Dorfes.Nach der Verabschiedung machten wir uns auf den Weg des Tagesziels (Tuchan) um dann am nächsten Tag in aller Ruhe nach Narbonne zu kommen.
Dort fanden wir auch schnell, wie fast immer unterwegs, ein kleines, nettes Hotel mit angeschlossenem Restaurant, in dem wir abends ein (natürlich, wir waren in Frankreich!) gutes Essen zu leckerem Hauswein bekamen.
Bei Bärbel und Dietrich in den Pyrenäen und unser letztes Hotel in Tuchan:
Die Route: Barcelona - Mataro - St. Felin - Palamos - Polafrugell - La Bisbal - Verges - Figueres - Terrades - Darnius - Arles - Ceret - Thuir - Estangel - Tuchan
Das Streckenprofil:

Von Barcelona nach Tuchan - GoogleEarth (KMZ)
12.10.2006 (Do) - 243,42km - 3h02:24 - Ø83,05km/h
Am morgen machten wir uns dann in Ruhe auf Richtung unseres Abfahrtbahnhofs für den Autozug in Narbonne. Dort angekommen mussten wir dann leider erfahren, dass die franz. Eisenbahner streiken und unser DB-Autozug nur bis Avignon kam. Somit mussten wir von Narbonne weiter bis eben Avignon.Diese Nachricht, an sich ja kein Problem, machte mir dann noch etwas Sorgen, da sich mein Hinterreifen angesichts der Kilomterleistung und des griffigen franz. Asphalts immer mehr in einen Slick verwandelte.
Naja, mit sehr gemäßigtem Tempo kamen wir auch dort an. Nach der Verladung unserer Motorräder und einigen Abschlussbierchen trennten sich dort dann unsere Wege. Mein Zug fuhr vom Verladeterminal ab und brachte mich nach Dortmund, Olli fuhr vom Hauptbahnhof in Avignon heimwärts bis Hamburg.
Bei der Verladung in Avignon:
Die Route: Tuchan - Narbonne - Avignon
Das Streckenprofil:

Von Tuchan nach Avignon - GoogleEarth (KMZ)
13.10.2006 (Fr) - 132,91km - 1h30:17 - Ø89,38km/h
Die Fahrt mit dem Autozug verlief ohne Besonderheiten und so kam ich mehr oder minder ausgeruht am morgen in Dortmund an. Nach einer Tpour mit so schönen Strecken reizt einen dann die Heimfahrt über Landstraßen des Sauerlandes nurt bedingt und daher ging es einfach nur flott über die BAB. Der Reifen war dann auch fertig!;-)
Insgesamt kamen auf der Tour 3209,53km zusammen.
2007 wird die Q 30 Jahre alt, da sollte doch eine schöne Geburtstagstour drin sein...! ;-)
Legende:
Die angegebene Fahrzeit und Durchschnittsgeschwindigkeiten sind Daten meines digitalen Fahrradtachos (Sigma BC1200). Es sind reine Fahrdaten, also sind keine Pausen bzw. Fahrstopps (z.B. rote Ampel) enthalten!
Bei den kursiven Wegpunkte handelt es sich um Pässe.


Super schöne Bilder, die Lust auf mehr machen!
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