Mittwoch, 23. Dezember 2009

Motorradtour - Alpen 08/2006


Tagebuch der Alpentour im August 2006

Nachdem es 2005 leider zu keiner Alpenrunde kam, war's im Sommer 2006 endlich wieder soweit: Eine weitere Tour mit Frank B. nach alter Herren Sitte: Die Maschinen in den T4 verladen, dann über die BAB bis München-Grünwald und von da ab in die Berge!
Wir hatten diesesmal nur eine knappe Woche Zeit, deshalb sollte es auch nicht so weit gen Süden gehen. Unser erstes Ziel lag in den Dolomiten.
Hier gehts zu allen Fotos der Tour, das ganze gibt's auch noch als Diashow:



31.07.2006 (Mo) - 386,06km - 6h23:03 - Ø61,57km/h

Da ich meine neue kleine VideoCam (eine ganz billige kleine Aiptek) dabei hatte, habe ich die gleich mal mitlaufen lassen! Da ich natürlich so einiges filmen wollte, habe ich die kleine QVGA-Auflösung gewählt. Schade, aber ging nun einmal nicht anders.
Auf den Originalton muss man leider verzichten, weil das interne Micro doch etwas empfindlich ist, was den Fahrtwind angeht. Somit ist der Streifen mit heiterer Tanzmusik unterlegt. ;-)

Fahrt hoch zum Penserjoch (Passo di Pennes - 15:01 min): Durch das Eggental (Val d'Ega - 6:45 min):




Nach dem Auspacken kurz vor der Abfahrt und oben auf dem Penserjoch:


Die Route: Grünwald - Geretsried - Kochel - Kesselberg - Mittenwald - Seefeld - Götzens - Mutters - Steinach a. B. - Brennerpass - Sterzing - Penser Joch - Serentino - Bolzano - Val d'Ega - Passo di Lavaze - Cavalese - Preda
zzo - Bellamonte
Von München nach Bellamonte - GoogleEarth (KMZ)

Da wir überraschend zeitig ankamen, haben wir direkt nach dem Aufbau des Zeltes noch eine weitere kleine Runde gedreht.
Auch bei dieser "Feierabendrunde" durfte die Kamera, da das Wetter herrlich war, natürlich mitlaufen ... das Ergebnis gibt es hier sogleich folgend.
Schließlich noch den Passo Lavaze (9:04min):Passo di Valles und Passo di San Pellegrino (23:56 min):



Die Nachmittagsrunde: Bellamonte - Passo di Rollo - Passo di Valles - Passo di San Pellegrino - Moena - Predazzo - Bellamonte

Kleine Runde um Bellamonte - GoogleEarth (KMZ)


01.08.2006 (Di) - 308,01km - 6h07:29 - Ø50,96km/h

Am ersten Tag nach der Ankunft entschlossen wir uns zu einer Runde nördlich unsere Basis. Der Tag fing sonnig an, aber am wunderschönen Passo Giau war's damit vorbei.... :-(
Naja, die recht neuen Daytona-Stiefel hielten absolut dicht, meine Handschuhe zu dem Zeitpunkt auch noch (obwohl das relativ lose Membran-Innenteil wirklich schnell nervt!), die Regenkombi eh....


Auf dem Passo Rollo und dem Passo (Forcella) Staulanze:



Ach ja, gefilmt wurde natürlich auch wieder, diesesmal den Passo Rollo rauf (7:48 min):



Die Tagestour: Bellamonte - Passo di Rollo - Passo di Cereda - Agordo - Passo Duran - Zolto Aldo - Forcella Staulanza - Passo di Giau - Pocol - Passo di Falzarego - Passo di Valparola - Pederoa - Würzjoch - Villnößtal - Klausen - Prato - Tiers - Nigerpass - Karerpass - Moena - Predazzo - Bellamonte

Bellamonte / Nördliche Runde - GoogleEarth (KMZ)


02.08.2006 (Mi) - 346,00km - 6h26:29 - Ø54,92km/h

Den zweiten Tag entschlossen wir uns zu einer südlichen Runde. Beeindruckend war vor allem das "Alpenende" kurz vor Schio und wie sich die Straße dort korkenziehergleich herunter schraubt.... atemberaubend! Leider habe ich vergessen, dort Fotos zu machen.

Denkmal in Asiago und die Felsenkirche San Colombano östlich von Rovereto:




Da sich das Wetter wohl meinte dauerhaft regnerisch zu sein entschlossen wir uns dann, den nächsten Tag zum Transit zu einer anderen Basis zu nutzen.

Die Tagestour: Bellamonte - Passo di Rollo - Imer - Passo Brocon - Castello Tesino - Tezze - Enego - Asiago - Fondi - Piovene - Schio - Valli di Pasubio - Rovereto - Trento - Lavis - Albiano - Piscine - Cavalese - Predazzo - Bellamonte

Bellamonte / Südliche Runde - GoogleEarth (KMZ)


03.08.2006 (Do) - 273,98km - 5h06:09 - Ø54,92km/h

Der Tag begann wie die letzten häufig endeten... sehr durchwachsen. Morgens war es zumindest noch trocken (auch wenn die Wolken anders wirkten!), so dass wir schnell unser Zelt einpackten.
Die Wahl des neuen Ziels fiel auf den Lago di Mezzola, ein kleiner "Nebensee" nördlich vom Comer See.
Kaum unterwegs (prophilaktisch sofort mit Regensachen an) machte der Himmel seine Schleusen auf.... mehre Stunden fuhren wir durch starken Dauerregen, meine bisher wasserdichten Handschuhe gaben dann nach 2h auch auf. Hinter dem Passo dell Aprica riss der Himmel dann auf und es wurde zusehends sonniger. In Campo an unserem Campingplatz (übrigens sehr zu empfehlen!) war es dann sonnig und warm. So schmeckte das Ankommbier wieder richtig! :-)

Denkmal am Passo di Tonale und unsere neue Basis in Campo:



Die Tagestour: Bellamonte - Predazzo - Cavalese - Egna Neumarkt - Mezzolombardo - Segno - Cles - Dimaro - Pizzano - Passo di Tonale - Edolo - Aprica - Passo d'ell Aprica - Tresenda - Sondrio - Morbegno - Dubino - Campo

Von Bellamonte nach Campo - GoogleEarth (KMZ)


04.08.2006 (Fr) - 232,38km - 4h38:08 - Ø51,44km/h

Endlich morgens bei Sonnenschein aufwachen... herrlich! Schnell gefrühstückt und auf Richtung Schweiz! Der Splügenpass stand schon lange auf unserem Programm und heute sollte es soweit sein. Die (italienische) Südrampe ist der nackte Wahnsinn.... dieses Geschlängel muss man wirklich mal gesehen habe!Also wir nach der Passhöhe wieder abwärts fuhren kam dann die Ernüchterung.... es wurde wieder feuchter und auch zunehmend kälter. Kein Gedanke mehr aun die mediterane Wärme auf der anderen Seite des Bergmassivs. Unten im Tal angekommen war die Aussicht in die Wolken wenig verheisungsvoll, so entschlossen wir uns kurzerhand wieder kehrt zu machen, statt uns noch weiter in die Schweiz vorzuwagen.Also statt weiter östlich in der Schweiz zu bleiben entschlossen wir uns zurück zum parallel zum Splügenpass verlaufenden Passo di San Bernado zu fahren und ein Runde um die oberitalienischen Seen. Kaum hatten wir den Pass überfahren wurde es wieder sonnig und zunehmend wärmer. So war die Tour zwar komplett anders als geplant aber trotzdem schön!

Senkrechter Blick nach unten an der Südrampe des Splügenpasses und wieder Sonne und Wärme am Luganoer See:


Die Tagestour: Campo - Chiavenna - Splügenpass - Splügen - Hinterrhein - Passo di San Bernardo - Cabbiolo - Bellinzona - Mezzovico - Lugano - Porlezza - Menaggio - Domaso - Nuovo Olonio - Campo

Tagestour / Campo - GoogleEarth (KMZ)


05.08.2006 (Sa) - 323,73km - 5h20:33 - Ø65,58km/h

Am folgenden Tag war unsere Zeit auch leider schon vorbei.... die Rückreise nach München stand an! Das Wetter lies uns auch am Abreisetag nicht im Stich, schön sonnig ging es los! War natürlich nur anfangs so, aber schlimmer Regen blieb uns diesesmal immerhin erspart! :-)

Das Inntal (Panorama) von der Piller Höhe aus:


So kam dank des besseren Wetters auch endlich noch einmal die Videokamera zum Einsatz, die Tage vorher waren wegen des durchwagsenen Wetters nicht wirlich geeignet.

Die Fahrt durch's Inntal nach Zernez (5:11 min) und zur Piller Höhe (östlich von Landeck/Tirol - 13:05 min):


Die Tagestour: Campo - Chiavenna - Molajapass - St. Moritz - Zernez - Scuol - Stuben - Prutz - Pillerhöhe - Imst - Fernpass - Ehrwald - Garmisch-P. - Wolfratshausen - Pullach - Grünwald

Von Campo zurück nach München - GoogleEarth (KMZ)


Insgesamt kamen wir auf dieser kurzen, aber schönen Tour auf 1870,16km.


Legende:
Die angegebene Fahrzeit und Durchschnittsgeschwindigkeiten sind Daten meines digitalen Fahrradtachos (Sigma BC1200). Es sind reine Fahrdaten, also sind keine Pausen bzw. Fahrstopps (z.B. rote Ampel) enthalten!
Bei den kursiven Wegpunkte handelt es sich um Pässe.







Donnerstag, 17. Dezember 2009

Motorradurlaub - Alpen 08/2004

Alpentour im August 2004


Im August 2004 ging es dann noch einmal los, diesesmal wieder mit Frank B. nach bewährtem Konzept: Moppeds in den Bulli und ab nach München. Diesesmal war unser Ziel die französischen Alpen.

Das Fotoalbum der Tour gibt es wie gehabt bei Zorpia, hier daraus die Slideshow:







20.08.2004 (Fr) - 364,31km - 6h07:05 - Ø60,62km/h


Los ging es bei wechselhaftem Wetter mit dem Etappenziel Schweiz. Irgendwo im Appenzeller Land wollten wir unser erstes Quartier aufschlagen. Wir fuhren also los, diesesmal weiter westlich und kamen somit auch am Schloss Neuschwanstein bei Füssen vorbei. Über Deutschland's höchsten Pass kamen wir nach Vorarlberg und weiter ging es durch's Rheintal in die Schweiz. Durch's Appenzeller Land ging die Fahrt schließlich bis zu unserem ersten Quartier am Siehlsee, unterhalb des Zürichsees.


Pause auf Deutschlands höchstem Pass und an unsererem Quartier am Siehlsee:



Die Route: Grünwald - Straßlach - Hohen-Schäftlarn - Starnberg - Weilheim - Füssen - Pfronten - Grän - Oberjoch - Sonthofen - Fischen - Riedbergpass - Balderschwang - Hittisau - Alberschwende - Dornbirn - Götzis - Oberriet - Appenzell - Urnäsch - Schwägalppass - St.Johann - Wattwill - Ricken - Kaltbrunn - Reichenburg - Siebnen - Sattelegg - Willerzell

Das Streckenprofil:

Hier die Tagestour - GoogleEarth ( KMZ )




21.08.2004 (Sa) - 394,79km - 6h38:18 - Ø60,30km/h


Unsere erste Tagestour ohne Gepäck führte uns zu den großen schweizer Alpenpässen, darunter auch Klassiker wie den Furkapass. War zwar auch wieder etwas Wechselhaft, aber im großen und ganzen war das Wetter ganz gut.


Das berühmte Hotel Belvedere am Furkapass und oben auf dem Nufenenpass:


Die Route: Willerzell - Oberibergpass - Schwyz - Altdorf - Wassen - Andermatt - Furkapass - Ulrichen - Nufenenpass - Airolo - St. Gotthard Pass - Andermatt - Oberalppass - Disentis - Chur - Bad Ragaz - Mels - Näfels - Siebnen - Sattelegg - Willerzell

Das Streckenprofil:
Hier die Tagestour - GoogleEarth ( KMZ )




22.08.2004 (So) - 333,96km - 5h50:00 - Ø59,32km/h


Der Sonntag sollte uns weiter nach Frankreich bringen. Als Ziel suchten wir uns Charmonix aus. Die Route dorthin führet uns noch einmal über einige "Klassiker" wie Grimsel- und Sustenpass. Das Wetter spielte auch zusehends mit und es wurde immer sonniger und auch wärmer!
In Charmonix angekommen fanden wir einen Campingplatz in Les Bessons, von dem man direkt auf die Ausläufer eines MontBlanc-Gletschers (Glacier des Bossons) blicken konnte. Was für ein Panorama!

Blick von der Abfahrt des Grimselpasses auf den Ort Gletsch im Tal, auf der anderen Seite steigt der Furkapass hinauf und unser "Hausgletscher" in Charmonix:




Die Route: Willerzell - Oberibergpass - Schwyz - Altdorf - Wassen - Sustenpass - Innerkirchen - Grimselpass - Gletsch - Ulrichen - Lax - Brig - Sierre - Sion - Martigny - Col de la Forclaz - Col de Balme - Col des Montets - Charmonix/Les Bossons

Das Streckenprofil:


Hier die Tagestour - GoogleEarth ( KMZ )




23.08.2004 (Mo) - 476,77km - 8h07:27 - Ø59,49km/h


Mit herrlichem Sonnenschein begann der neue Tag. Unsere Tagestour sollte uns gleich zu einigen der bekanntesten französischen Pässe führen, darunter der höchste (wirkliche) Alpenpass überhaupt, den Col de Iseran und "Tour de France"-Klassiker wie den Col du Galabier oderde Col de la Madeleine.
Die Fahrt begann allerdings mit der Fahrt durch den fast 12km langen Mont-Blanc-Tunnel mit Marschtempo 60. Ist schon krass, eine Viertelstunde nur geradeaus durch die enge Dunkelheit zu tuckern. Im Gegensatz zu den meisten kürzeren Zwischentunnel an Pässen ist es hier nämlich ziemlich warm im Berg. Auf der italienischen Seite angekommen ging es sofort wieder bergauf zum kleinen St. Bernhard-Pass um oben wieder zurück nach Frankreich zu kommen. Sofort ging es weiter Richtung Val d'Isere und Col de Iseran. Im Laufe der Fahrt merkten wir immer mehr, dass die französischen Alpen anders sind als unsere bisher besuchten Berge in Österreich und auch Italien. Alles ist eine Nummer gewaltiger hier, in der Höhe deutlich unwirtlicher... häufig fährt man oberhalb der Baumgrenze durch Geröll und Steinwüsten. Dazu an allen Ecken mächtige, schneebedeckte 4000er im Blickfeld.... Absoluter Hammer!

Auf dem Iseran und Galabier:





Die Route: Charmonix/Les Bossons - Courmayeur - La Thuile - Col du Petit S.Bernard - Seez - Val d'Isere - Col de Iseran - Bramans - Modane - St. Michel - Col du Telegraphe - Valloire - Col du Galabier - Col du Lautaret - La Grave - Le Bourg d'Oisans - Allemond - Col du Glandon - St. Etienne - Col de la Madeleine - Bonneval - Albertville - Flumet - St. Gervais - Charmonix/Les Bossons

Das Streckenprofil:


Hier die Tagestour - GoogleEarth ( KMZ )




24.08.2004 (Di) - Regentag in Charmonix


Am Folgetag holte uns dann noch einmal das schlechte Wetter ein. Wir verbrachten den Tag dann touristenmäßig in Charmonix und setzten uns später am Campingplatz unter das Vordach einer Blockhütte neben unserem Zelt, welche unbenutzt war. So war es trotz der schlechten Ausgangslage doch noch ein netter Tag.


Unser Campingplatz und Blick auf die tief hängenden Wolken:






25.08.2004 (Mi) - 357,21km - 6h11:56 - Ø62,62km/h


An diesem Tage stand wieder ein Transit weiter Richtung Süden auf dem Programm. Es ging durch herrliche Berglandschaften und zunehmend auch durch immer mehr Schluchten. Das ist ein weiterer Unterschied zu den uns vorher bekannten Alpen: Unglaublich viele, teilweise extrem enge und tiefe Schluchten mit stelen Felswänden.
Des weiteren wurde es im Flachland zunehmend mediteraner und auch entsprechend wärmer, ein noch krasser Unterschied also, wenn es über die hohen Pässe geht!

Wunderschönes Panorama unterwegs (Lac de Laffrey) und der schnuckelige Ort Guillaumes:



Die Route: Charmonix/Les Bossons - St. Gervais - Albertville - Aiton - La Rochette - Theys - Tencin - Grenoble - Vizille - Corps - Col du Festre - Gap - Espinasses - Barcelonette

Das Streckenprofil:


Hier die Tagestour - GoogleEarth ( KMZ )



26.08.2004 (Do) - 447,90km - 8h04:48 - Ø57,01km/h



Am ersten Tag von unserer neuen Basis aus wollten wir gleich den grandiosen Grand Canyon de Verdon umrunden. Wie sich im Laufe der Tour herausstellen sollte, haben wir uns da gehörig mit dem Umfang der Runde vertan, zudem fuhren wir südlich aus unseren Karten "heraus", so dass wir uns nach der Umfahrung diese phantastischen Schlucht (die größte Europas) doch etwas orientierungslos waren. Plätzlich fanden wir uns an einer Kreuzung wieder, wo es nur noch 50km bis Nizza waren!
Naja... irgendwann fanden wir unseren Weg wieder doch die Zeit lief uns inzwischen weg. Auf dem Rückweg wollten wir dann von St.Martin aus statt des schon gefahrenen Col de la Coyolle den Col du Champs vorziehen, doch irgendwie funktionierte das nicht. Wir fuhren lustig hinaus und folgten der Straße... irgendwann ging es wieder runter, was uns schon etwas verwunderte. Nach einer guten halben Stunde kamen wir genau an der Kreuzung in St.Martin raus, an der wir abbogen! Wir wissen bis heute nicht, wo wir die Abfahrt zum Pass verpasst (haha!) haben.... eigentlich ging es die ganze Zeit nur diese eine Straße entlang! So blieb uns nichts anderes, als wieder über den Coyolle zu fahren, was uns keine sonderlich tolle AUssicht versprach. Inzwischen war es nämlich schon ziemlich am Dämmern und wir hatten beide noch vor Augen, dass die Passstraße nicht gerade durch Qualität überzeugt und schon gar nicht mit Seitensicherungen glänzte! Größtenteils gibt es keine Randsicherung, oft nicht mal eine durchgehende Begrenzungslinie! So fuhren wir also im Dunklen über diesen Pass, teilweise im Schritttempo, aber lieber spät zum Zelt kommen als flott über die Böschung gehen. Naja, haben es heile geschafft... Dummerweise hatte kein Laden mehr auf, so mussten wir auch noch auf unser Ankommbier verzichten! Und an keinem anderen Tage hätte es so gut geschmeckt wie an diesem Tage! So blieb nur der Sprung unter die Dusche und ab in die Falle....
Am Grand Canyon de Verdon und eine weitere der zahllosen Schluchten:

Die Route: Barcelonette - Col de la Coyolle - St. Martin - Guillaumes - Enriez - Col des Toutes Aures - Vergons - Castellane - La Palud - Moustiers - Aiguines - Comps - Montferrat - Figanieres - Callas - Col du Bel Homme - La Bastide - Col de Valferiere - St. Auban - Entrevaux - Beuil - Guillaumes - St. Martin - (fast!) Col du Champs - St. Martin (!) - Col de la Coyolle - Barcelonette


Das Streckenprofil:

Hier die Tagestour - GoogleEarth ( KMZ )


27.08.2004 (Fr) - 200,46km - 3h40:33 - Ø56,20km/h

Nach dem Höllentrip vom Vortag sollte diese Tagestour deutlich mehr Entspannung bringen, so wurde die Route bewusst deutlich kürzer gewählt! Wir wollten den höchsten "Pass" erklimmen (den Col de la Bonette mit 2802m, der eine Schleife um einen Berggipfel ist, knapp 80m oberhalb des eigentlichen Passes) und dann lässig und zeitig wieder ankommen.
Unterwegs lernten wir während einer Pause jemanden aus dem Schwarzwald kennen - ich habe inzwischen den Namen vergessen, peinlich - der wegen des schlechten Wetters in der Heimat nicht mit dem Mopped unterwegs war sondern mit seinem Cabriolet. Schnell kamen wir ins Gespräch und wie sich herausstellte, wohnten wir im gleichen Ort und er schien auch noch ein absoluter Kenner der Gegend zu sein. So verabredeten wir uns zum gemeinsamen Abendessen und tauschten Telefonnummern aus.
Ehrlich gesagt wussten wir anfangs nicht, ob er wirklich so ein "Experte" war oder einfach nur ein Dummschwätzer, aber dieser Zweifel sollte rasch verfliegen! Wir hatten einen sehr netten Abend auf einem schönen, zentralen Platz in Barcelonette bei leckerem Essen.

Auf dem Col de Bonette und bei der Abfahrt gen Süden:


Die Route: Barcelonette - La Sauze - Super Sauze - Jausier - Col de La Bonette - Col de Resteford - La Pra - St. Etienne - Isola - Isola 2000 - Col de la Lombarde - Sambuco - Argentera - Col du Larche - Jausiers - Barcelonette

Das Streckenprofil:




 





Hier die Tagestour - GoogleEarth ( KMZ )


28.08.2004 (Sa) - 397,33km - 6h51:48 - Ø59,52km/h


An diesem Tage stand die erste Etappe unserer langen Rückreise auf dem Programm. Wir entschlossen uns bis zum Lago Maggiore zu fahren um dort Quartier zu machen. Wieder ein ordentlicher Ritt, noch einmal durch die phantastische Landschaft der franz. Alpen.
Später dann pures Urlaubsfeeling am Ziel: Warm, sonnig, überall Urlauber in Badesachen und Strandlook.

Oben auf dem Col d'Izoard und am Lago Maggiore:


Die Route: Barcelonette - Jausier - Col de Vars - Guillestre - Arvieux - Col d'Izoard - Briancon - Col de Gimont - Cesena - Oulx - Susa - Bussoleone - Almese - Col de Colombardo - Viu' - Lanzo Torinese - Salassa - Ivrea - Biella - Gattinara - Arona

Das Streckenprofil:







 Hier die Tagestour - GoogleEarth ( KMZ )



29.08.2004 (So) - Ruhetag




Nach den zahlreichen Kilometern der letzte Tage gönnten wir uns noch einmal eine Pause. Die Alternative wäre gewesen, noch eine weitere Zwischenstation bis München einzulegen, da der restliche Weg noch ziemlich beachtlich war. Aber wir blieben und genossen einen schönen sommerlichen Tag zur Entspannung am wunderschönen See. Die möglichen weiteren Zwischenziele lagen zudem in den Bereichen, die wir im Vorjahr in Österreich besucht hatten, so dass wir noch ganz so sehr die Sorge hatten, etwas "wichtiges" zu verpassen.




30.08.2004 (Mo) - 520,27km - 8h09:35 - Ø64,95km/h

Die (lange) Rückfahrt teilten wir uns zunächst ein: Zuerst schön durch die Berge das Rheintal entlang und dann an ab dem Bodensee über die Autobahn bis München.


Besonders reizvoll war dabei die Via Mala, wo sich der Hinterrhein tief in den Felsen gegraben hat! Je näher wir Deutschland kamen, desto schlechter wurde auch das Wetter wieder. Ab Lindau gings dann über die BAB, teilweise im Regen.... war uns aber dann auch egal!



Kurz vor der Münchner Stadtgrenze (wir fuhren gerade von der Autobahn) bemerkte Frank einen Plattfuß hinten an seiner BMW. Wir fuhren langsam bis zur nächsten Tankstelle.... ein kleines, spitzes, Metallteil hat sich schön durch das Gummi gebohrt! Leider war das Loch zu groß, so dass der ReifenPilot es nicht abdichten konnte. So ließen wir die Maschine samt Gepäck an der Tankstelle zurück und fuhren mit meinem Bock gemeinsam zu unsere "Basis" nach Grünwald, tauschten die Maschine mit Franks Bulli und holten die BMW ab.



Etwas viel hin und her, aber im Prinzip hatten wir Glück, dass dieses Maleur erst so kurz vor dem Ziel passierte. Also trotz Panne ein versöhnlicher Abschluss!


Die Route: Arona - Sesto Callende - Angera - Laveno - Luino - Bellinzona - Roveredo - Passo del San Bernadino - Splügen - Via Mala - Thusis - Chur - Landquart - Buchs - Altstätten - St. Margarethen - Bregenz - Lindau - BAB München - Grünwald


Das Streckenprofil:






 

Hier die Tagestour - GoogleEarth ( KMZ )



Insgesamt kamen 3493km zusammen.


Alles wieder im Bulli verstaut:



Legende:
Die angegebene Fahrzeit und Durchschnittsgeschwindigkeiten sind Daten meines digitalen Fahrradtachos (Sigma BC1200). Es sind reine Fahrdaten, also sind keine Pausen bzw. Fahrstopps (z.B. rote Ampel) enthalten! Bei den kursiven Wegpunkte handelt es sich um Pässe.









Mittwoch, 16. Dezember 2009

Motorradurlaub - Alpen 06/2004



Tagebuch der Alpentour im Juni 2004

Nachdem ich im Vorjahr richtig schön Blut geleckt hatte, war schnell klar, dass ich auch 2004 unbedingt wieder mit dem Motorrad in die Alpen musste! Meine zweite Alpentour, diesesmal mit Tommy R. und Uwe K., fand vom 16.06.-24.06.2004 statt. Anreise für Tommy und mich war mit dem Autozug von Dortmund (bzw. Tommy von Düsseldorf) nach München. Dort trafen wir uns mit Uwe und fuhren in die ersehnten Berge!


Zum Fotoalbum von der gesamten Tour (und um in Ruhe zu schauen) geht es -->hier<-- entlang.





17.06.2004 (Do) - 322,60km (rekonstruiert)

Am ersten Tag wollten wir bis Bürs zu österreichischen Arbeitskollegen von Tommy und Uwe.
Morgens gegen 7 Uhr kam unser Zug in München-Ost an und passend zum Verladen kam auch Uwe an, der am Vortag noch einen Freund in Regensburg besucht hatte. Dummerweiser lief der Tag nicht so wie geplant.
Nach etwa 150km stürzte Tommy in einer Kehre im Namlos-Tal (Tirol) und brach sich dabei das rechte Schlüsselbein! Nachdem der Krankenwagen ihn eingesammelt hat fuhren wir hinterher nach Reutte ins Spital. Nach der Verarztung gings für Uwe und mich nochmal nach Namlos, um Tommys Maschine bei einem Bauern unterzustellen. Das Mopped hat relativ wenig abbekommen, die dicke Gepäckrolle hat viel Schaden verhindert. So nahmen wir unsere ersten Pässe auf ungeplante Art und Weise: Uwe und ich nur zu Zweit und Tommy im Taxi. ;-)


Pause am Plansee und Tommy's Verarztung nach dem Sturz:



Die Route: München - Starnberg - Oberau - Reutte - Bichlbach - Namlos - (Unfall - Reutte - Namlos - ) Stanzach - Warthe - Lech - Flexenpass - Dalaas - Bludenz - Bürs


Hier die Tagestour - GoogleEarth (KMZ)




18.06.2004 (Fr) - 273,37km - 4h52:24 - Ø57,99km/h


Nach einer (trotz allem) netten Feier am Abend trennten sich dann unsere Wege: Tommy lies sich zum Bahnhof nach Bludenz bringen um mit dem Zug heimwärts zu fahren. Handgepäck nahm er mit und der Rest wurde ihm nachgeschickt.
Uwe und ich machten uns auf den Weg zu unserem ersten Tagesziel, einen Campingplatz in der Nähe von Edolo. Bei den ersten höheren Pässen bemerkten wir schnell die frühe Saison, es lag noch sehr viel Schnee oben auf den Passhöhen! Nach eine kleiner Pause im Tal bei Livigno dann der nächste Schreck: Uwe's TRX mochte nicht mehr starten! Bis zum Anschalten der Zündung war alles OK, bei drücken auf den Starter war dann Ende... alle Lampen aus. Außerdem "verklemmte" sich das Hauptrelais, so dass zunächst nichts mehr ging. Nach einigen kleinen Schlägen auf den "Hinterkopf" lies das Relais wieder los, aber ein erneuter Versuch kam zum gleichen Ergebnis: Alles wieder aus.So belebten wir das Releais erneut und beschlossen, den Bock eben anzuschieben, was auch reibungslos funktionierte. Wieder fahrend waren wir gleich so motiviert, dass wir unser Augenmerk überwiegend auf der kurvige Fahrbahn lag und weniger auf die Schilder neben der Straße! Im letzten Moment sah ich den Hinweis auf die kommende Grenze, so dass ich hinter der nächsten Kurve so gerade noch passend bremsen konnte! Uwe bekam das wohl nicht mit, so dass er schön mit Tempo die Grenzstation auf der falschen Fahrbahn passierte! Das fanden die schweizer Grenzschützer nicht so witzig, so bekamen wir (Uwe kam nach einer Wendung zurück) nach einer kompletten Papierkontrolle einen kleinen Vortrag über die Regeln im schweizer Straßenverkehr gehalten! ;-)
Die inzwischen bekannte Startprozendur der TRX wiederholten wir noch einmal beim Tanken, diesesmal direkt (!) an einer Tankstelle an der schweizerischen/italienischen Grenze! Der Witz dabei: Für das Anrollen musste Uwe die Grenze passieren, so erklärten wir den Grenzern vorher den Sachverhalt, so dass Uwe tempoaufnehmend über die Grenze rollen konnte um seinen Bock kurz danach wieder in Betrieb zu nehmen!
In Tirano suchten wir dann eine kleine Werkstatt auf, der (nur italienisch verstehende) Mechaniker erkannte das Problem aber sofort und schraubte die Masseleitung an der Batterie wieder richtig fest!
OK, lieber einmal wie die letzten Deppen dastehen als ein wirkliches Problem zu haben!


Schnee am Flüelapass und Blick vom Campingplatz auf Edolo:


Die Route: Bürs - Feldkich - Vaduz - Balzers - Landquart - Schiers - Klosters - Davos - Flüelapass - Zernez - Livigno (E-Problem/Uwe) - Livignopass - Poschiavo - Tirano (Werkstatt) - Aprica - Apricapass - Cortena Golgi (Edolo)

Hier die Tagestour - GoogleEarth (KMZ)




19.06.2004 (Sa) - 220,50km - 4h36:04 - Ø53,61 km/h

Den folgende Tag drehten wir eine Runde um die örtlichen Pässe, dabei sollte es wieder hoch hinaus gehen! Im Laufe der Nordost-Rampe des Stilfserjochs fing es dann an zu Regnen. Dieser Regen ging immer mehr in Schnee über, als wir mehr und mehr Höhe gewannen. Auf der Passhöhe angekommen entschlossen wir uns, den Niederschlag bei einem wärmenden Kaffee im Tibethaus abzuwarten. Es war auf der Passhöhe schon auffällig leer, nichts zu sehen von der üblichen Kirmes! Naja, der Schnee wurde nicht wirklich weniger und nachdem wir der Wirtin noch halfen, ein vom immer stärker werdenden Wind aufgewehtes Fenster wieder zu schließen, entschlossen wir uns lieber in die Regenklamotten zu springen und vom Berg herunter zu kommen!


Uwe am Umbrailpass und einsetzender Schneesturm auf dem Stilfser Joch:

Die Route: Edolo - Poja - Passo di Gavia - Bormio - Umbrailpass - Tubre - Prato allo Stelvio - Stilfserjoch - Bormio - Sernio - Tirano - Apricia - Apricapass - Cortena Golgi (Edolo)


Hier die Tagestour - GoogleEarth (KMZ)




20.06.2004 (So) - Regentag in Edolo

Der Tag begann, wie der letzte aufhörte... nass und regnerisch. So entschlossen wir uns einen Touristentag in Edolo zu verbringen, mit Capucciono auf der Piazza usw. Als wir am Nachmittag wieder zum Campingplatz zurück kamen, erfuhren wir von unseren Nachbarn, dass das Stilfserjoch auch heute noch geöffnet war... allerdings lag oben etwa 20cm Neuschnee, was gerade mit hochmotorisierten Rennmaschinen nur bedingt Spaß macht. Da war der Tag davor wohl noch die besser Wahl. ;-)

Urnenwand auf dem Friedhof und nächtlicher Ausblick:






21.06.2004 (Mo) - 273,49km - 4h30:09 - Ø61,75km/h

Der nächste Tag diente zum Transit in die Dolomiten. Wir suchten uns einen größeren Campingplatz in Cortina aus, der letzte war doch etwas klein und auch zu weit vom Ort entfernt. Beim Wetter hatten wir zumindest etwas mehr Glück. War zwar überwiegend bedeckt, aber zumindest blieb uns richtiger Regern erspart! Vor den Wolken her fuhren wir den Giaupass hinauf um oben zu erfahren, wie schnell sich das Wetter in den Bergen ändern kann. Man konnte den Wolken zusehen, wie sie langsam den Pass "hochkrochen" und irgendwann über den Kamm schwappten. Das war für uns auch der Zeitpunkt, schnell wieder aufzusatteln und runter vom Berg! ;-)


Pause auf dem Passo Giau und unser Campingplatz in Cortina:


Die Route: Edolo - Passo di Tonale - Cles - Tuenno - Denno - Mezzolomardo - Lavis - Albiano - Sover - cavalese - Tresaro - Predazzo - Moena - Passo S. Pellegrino - Caviola - Selva di Cadore - Passi di Giau - Procol - Cortina d'Ampezzo


Hier die Tagestour - GoogleEarth (KMZ)




22.06.2004 (Di) - 386,06km (rekonstruiert)

Dieser Tag stand ganz im Zeichen der zahlreichen Pässe vor Ort. Nirgends in den Alpen ist die "Passdichte" höher, es geht in einer Tour rauf und runter und gleich wieder rauf (heisst ja nicht umsonst z.b. Sella-Runde)! Leider spielte das Wetter wieder nich so ganz mit. Direkt vor der Auffahrt zum Passo Pordoi holte uns der Regen wieder ein. Als es im Tal vorbei war, fuhren wir (hoffnungsvoll, aber trotzdem in Regensachen) los.... leider blieb die Regenwand am Berg hängen, so war auch meine 2. Fahrt über den Pordoi (wie im Jahr vorher auch) wieder eine Regenüberquerung. In Cortina selbst bemerkten wir wieder die Vorsaison. Das Campingplatzrestaurant (extra bei der Wahl des Platzes drauf geachtet!) hatte noch geschlossen und im Ort selbst überwiegte die hochpreisige Gastronomie. Wir setzten uns nichtsahnend in einen gepflegten Esstempel (allein die vielen verschiedenen Getränkegläser hätten uns abschrecken müssen!) und dann schlichen wir uns klammheimlich wieder raus, nachdem wir einen Blick auf die Karte geworfen hatten... bei etwa 40€ ging es los! In einer Nebenstraße fanden wir dann doch noch ein Pizzaria (Hotel Panda?!) in unsere Preisklasse! ;-)


Auf dem Passo Falzarego und Felswand des Sella-Massivs:


Die Route: Cortina d'Ampezzo - Passo di Falzarego - Passo Pordoi - Passo di Sella - Grödnerjoch - La Villa - Pederoa - Longega - Furkel Sattel - Valdaora - Toblach - S.Candido - Kreuzbergpass - Padola - Passo S. Antonio - Auronzo - Passi Tre Croci - Cortina d'Ampezzo


Hier die Tagestour - GoogleEarth (KMZ)




23.06.2004 (Mi) - 344,51km - 4h45:27 - Ø73,38km/h

Diesen Tag nutzten wir wieder, um unsere Basisstation zu verlegen. Da weder Uwe noch ich bisher im nördöstlichen Alpenbereich waren, machten wir uns auf den Weg in die Steiermark. Unser Ziel lag nördlich der Niederen Tauern, von wo wir schnell südlich nach Kärnten kommen konnten. Die Fahrt dorthin war eher ernüchternd. Es waren fast durchgängig Bundesstraßen, wo es neben dem Tempolimit und Überholverbot auch jede Menge LKWs gab. Alternative, kleine Straßen durch die Berge waren auf der gesamten Strecke nicht zu finden. Naja, unser Campingplatz lag hübsch an einem See und das Wetter war tagsüber auch viel freundlicher. Wir bauten unser Zelt nah am Seeufer auf und widmeten uns nach dem ersten Bierchen der Körperpflege. Schon vorher sahen wir oben an den Bergen nördlich dunkle Gewitterwolken aufziehen, als wir dann unter der Dusche waren brach das Unwetter über uns herein.
Ich konnte unter der Dusche das Rauschen des Regens hören und die Blitze zucken sehen! Als er aufgehört hatte bekamen wir dann am Zelt den Schock... Unser Stoffhaus stand in einer kleinen Senke (hatten wir vorher nicht wirklich gesehen), die sich durch den starken Regen in eine kleinen Teich verwandelt hatte! Da das Zelt vorher häufiger auf steinigem Boden stand hatte es anscheinend deshalb inzwischen kleine Löcher im Boden. Mein schwerer Tankrucksack drückte sich nach unten und so "sprudelte" fröhlich Wasser ins Innere. Zum Glück waren wir relativ schell da, so dass nur wenige Sachen wirklich Nass wurden, mein Schlafsack (unterer Hälfte) gehörte leider dazu. Nach Rücksprache mit dem Besitzer konnten wir in einer Abstellkammer/Garage übernachten. Die Wetteraussichten für die nächsten 3 Tage war auch überaus lausig und somit fraglich, ob der Dauerregen bis zum geplanten Urlaubsende überhaupt aufhören würde.
So entschlossen wir noch am Abend am nächsten Tag die Tour abzubrechen und direkt nach Hause zu fahren! Nur weil ich das Ticket für den Autozug hatte, wollte ich deshalb trotzdem nicht noch 4 Tage im Mistwetter mit nassen Klamotten ausharren.

Pause unterwegs und das (noch trockende) Zelt:




Die Route: Cortina d'Ampezzo - Toblach - S.Candido - Tessenberg - Kartitschsattel - Untertillach - Kötschach - Waidach - Greifenburg - Spittal - Katschberghöhe - St.Michael - Mauterndorf - Radstädter Tauernpass - Radstadt - Schladming - Stainach - Aigen

Hier die Tagestour - GoogleEarth (KMZ)




24.06.2004 (Do) - 859,47km - 8h51:36 - Ø97,95km/h

Unsere Fahrt führte uns zunächst überland bis Passau und dann auf die Autobahn. Am nächsten Zwischenhalt trennten sich unsere Wege dann. Uwe konnte wegen seiner Halbschale deutlich höheres Dauertempo fahren als ich komplett ohne Verkleidung und so machte es keinen Sinn, dass er die ganze Zeit auf mich warten sollte.
Ach ja: Die Hälfte des Ticketpreises bekam ich später noch von der Bahn zurück... immerhin. ;-)


Die Route: Airgen - Pürgg - Bad Aussee - Bad Ischl - Gmünden - Ried - Passau - Regensburg - Nürnberg - Bamberg - Schweinfurt - Kassel - Paderborn - Bielefeld

Hier die Tagestour - GoogleEarth (KMZ)

Auf dieser Tour kamen insgesamt 2662 km zusammen.



Legende:
Die angegebene Fahrzeit und Durchschnittsgeschwindigkeiten sind Daten meines digitalen Fahrradtachos (Sigma BC1200). Es sind reine Fahrdaten, also sind keine Pausen bzw. Fahrstopps (z.B. rote Ampel) enthalten!Bei den unterstrichenen Wegpunkte handelt es sich um Pässe.