Dienstag, 11. April 2017

Triumph statt Honda

Nein, keine Änderung im Fahrzeugpark. Noch nicht. ;-)
Es geht um Testtage und Probefahrten.

Neulich kam die Einladung zu den Honda Motorrad Pressetagen virtuell ins Haus geflattert.
Wie die letzten Jahre immer um diese Jahreszeit herum. Dieses Mal sogar direkt mit der Möglichkeit, ein Zimmer zu buchen. Gab es sonst nur gegen Nachfrage.
Schön, schön.
An sich ein Grund zur Freude. Der Event ist immer prima organisiert, alles sehr nett, man kann sich in angenehmer Atmosphäre durch die ganze Modellpalette probieren.
Wäre da (aus meiner rein subjektiven Sicht natürlich!) nicht die Modellpolitik von Honda.
Es gab in den letzten Jahren eigentlich nur eine neue Maschine, die ich persönlich wirklich interessant fand: Die Africa Twin.
Nicht, dass mir sonst nichts gefiele, nein. Ich fahre sehr gerne mit einem DCT-Crosstourer, ich liebe nach wie vor die CB 1000R, eine ambitionierte Fahrt mit der aktuellen Fireblade ist immer eine tolle Sache und so manch andere "Exoten" mal auszutesten ist auch immer wieder nett.
Aber das alles sind keine Maschine, die für mich privat in Frage kämen.
In den letzten Jahren glänzt Honda hauptsächlich mit Neuheiten aus dem A2-Segment, dazu diverse Roller und natürlich die verschiedenen Varianten der NC-Familie.

In Gedanken sehnte ich mich etwas nach Testtagen von Yamaha (finde die ganze MT-Reihe sehr gelungen), die sie aber leider nicht veranstalten.
Oder eine Einladung zu Triumph, die im Gegensatz zu Yamaha so einen Event veranstalten. Aber da muss man halt auch erst einmal "rein kommen".
Das war bei Honda ja nicht anders: Irgendwann konnte ich als "Ersatz" für jemanden (damals war es @Griesgram999) einspringen und seit der Zeit bin ich auf deren Liste.

Und genau diese Chance bekam ich nun. Ein Motorradblogger aus meiner Filterblase (@VauZweiRad) hatte eine Einladung, kann diese wegen Terminüberschreitungen aber nicht wahrnehmen. Zum Glück bekam ich das recht schnell mit und konnte die virtuelle Hand heben.
So bekam ich dann die Anmeldunterlagen und füllte diese schnell aus. Dann noch ab den Wisch und hoffen, dass ich auch mitmachen darf.

Nun, gestern bekam ich die Zusage!
Somit werde ich dieses Jahr den Besuch bei Honda ausfallen lassen (sind zudem auch wegen Anreise immer zwei Urlaubstage) und stattdessen am Samstag, den 13.05. nach Boxberg ins Bosch-Prüfzentrum fahren, dort findet die Veranstaltung nämlich statt.
Ich bin sehr gespannt, im Portfolio des britischen Herstellers gibt es zudem eine ganze Reihe Modelle, die ich gerne mal ausprobieren möchte!
Außer die SpeedTriple (in verschiedenen Ausführungen) und die (nun alte 675er) Streety bin ich noch kein Modell der aktuellen Serien gefahren. Und das wird sich nun ändern!
Außerdem scheint das Testgelände eine sehr interessante Anlage zu sein!


Morgens kann man hier alle Variationen ausprobieren an Fahrwegen ausprobieren, also die Maschine wohl wirklich auf herz & Nieren testen. Es gibt dort:
  • Hochgeschwindigkeitsoval
  • Fahrdynamikfläche
  • Bremsmessstrecken
  • Wasserdurchfahrt
  • Handlingkurs
  • Multifunktionsfläche
  • Schlechtwegstrecken
  • Steigungshügel (5% bis 30%)
  • ISO Geräuschmessstrecke
  • Offroad-Strecke
  • Verschränkungsstrecke
Alles unter der Anleitung von Instruktoren des Motorrad Action-Teams.
Am Nachmittag geht es dann auf die Landstraße, um sich einige Modelle dann noch in "Freiheit" genauer anzusehen.

Da ich wieder am Vortag anreisen werden, habe ich mir auch schon ein Quartier im Ratskeller gebucht. Der befindet sich in  Lauda-Königshofen, gut 18km vom Testgelände entfernt.
Mal schauen, wie das so wird.
Und danach schauen, ob ich wieder eingeladen werde. 
Und natürlich hoffen, dass Honda nächstes Jahr vielleicht mal eine neue CB 1000R (oder ähnliches) auf den Markt wirft. Irgendwas jedenfalls, was wieder ein Kribbeln auslöst....

Bis dahin: Ich habe Bock und freue mich richtig auf diesen Event!

Mittwoch, 1. März 2017

Herbstflucht 2017

Mal was Neues: Eine "Herbstflucht" hatte ich bisher wohl noch nicht.

Also:
Genia hat ja noch nicht ihren ganzen Jahresurlaub genommen und so wurde sie neulich in der Firma darauf hingewiesen, dass sie doch noch Urlaub eintragen soll.
Nachdem das sonst gerne genommene Zeitfenster im Mai etwas ungünstig liegt (da ich im Juni ja schon die Motorradtour plane) und Ende April schon eine Kollegin Urlaub genommen hat, stand der Versuch an, es mal mit Anfang November zu versuchen.
Der Monat ist eigentlich eher etwas schwierig, weil dann meist schon wieder mehr zu tun ist. Oktober ist bei mir wegen Semesterstart dagegen etwas heikel. Mehr als den Antrag ablehnen geht ja nun nicht, dann würden wir uns halt einen Alternativtermin suchen.

Nun, es hat zu unserer Überraschung geklappt und so haben wir nun Urlaub vom 06.-12. November. Nun ging es daran, uns ein Ziel zu suchen!
Zu dem Zeitpunkt ist es in den südlichen Teilen des Mittelmeerraums oft noch angenehm warm (selbst Baden im Meer ist oft noch drin) und so schauten wir mal in dieser Region, von Südspanien und Marokko über Sizilien und Malta bis Kreta und Zypern.
Schnell schossen wir uns dabei etwas auf Malta ein. Hatten wir öfters schon mal angedacht, aber bisher nicht den richtigen Zeitraum gefunden (für Winterflucht doch oft etwas frisch und mir im Sommer zu heiß).
Als wir gerade schauten, stand ein Besuch von Freunden aus Dortmund an. Dabei stellte sich heraus, dass Jenny und Stefan dann auch Urlaub haben, allerdings eine Woche länger.
Schnell kam die Idee auf, den Urlaub gemeinsam zu verbringen, darauf hatten wir alle Bock.
Allerdings stellte sich dann in der Folgewoche heraus, dass daraus wohl doch nichts wird.
Für die beiden ist es der Haupturlaub dieses Jahr und daher möchten sie ganz gerne Wärme, Strand und Meer. Und wenn man das möglichst sicher haben will, sind die Kanaren oft das erste Ziel. Da möchten die beiden auch ganz gerne wieder hin.
Hatten wir zwar nichts gegen, allerdings nicht die Inseln, auf denen wir schon gemeinsam waren und dann auch eher bis etwa 400€. Der große Sommerurlaub wird schließlich teuer genug und Anfang des nächsten Jahres (wohl wieder im Februar) soll es ja auch eine nächste Winterflucht geben. Nun, die gewünschte Kombination gab es nun leider nicht, daher klappt das dieses mal wo nicht mit dem Urlaub zusammen. Wir holen das aber sicher irgendwann nach!

So kamen wir schnell wieder auf Malta zurück, da es dort aktuell auch recht günstige Angebote gibt.
Nachdem wir uns zwei Tage noch etwas eingelesen hatten, machten wir also Nägel mit Köpfen!


Am 04.11. (Sa) geht es für eine Woche von Köln/Bonn nach Malta!
Wie so oft bei einer Reise in den Süden abseits eines Städtetrips wählten wir eine Pauschalreise, wie meistens 3* mit HP (also mit Frühstück und Abendessen). Wir wählten das Sunflower Hotel in Buġibba, einem Ortsteil von St. Paul's Bay.

Vor Ort werden wir uns dann wohl 2-3 Tage einen Mietwagen nehmen um die Hauptinsel und auch Gozo zu erkunden und sicher auch zwei Tage in Valletta verbringen, dorthin aber wohl mit dem Bus fahren. Es gibt viel zu sehen! Ein Sprung ins Meer sollte zudem auch drin sein, wie auch der eine oder andere entspannte Abend am Strand.

Wir freuen uns, dass es geklappt hat und sind schon ganz gespannt!

Dienstag, 28. Februar 2017

Moppedzukunft - Update

Es wir mal langsam wieder Zeit, zu diesem Thema etwas zu schrieben...
Ich hatte mich vor inzwischen 4 Jahren (!) mal zu dem Thema geäußert. Damals hatte ich mich etwas auf die Triumph Tiger 1050 eingeschossen.
Was soll ich sagen...? So ganz weg von dem Ding bin ich immer noch nicht, bzw. von diese Art Maschine. Allerdings wohl inzwischen ein anderes Modell.

Aber nun der Reihe nach.
Ich sondierte also längere Zeit den Markt (der Tiger 1050), wobei die Preise relativ stabil mittelhoch (so will es mal nennen) blieben.
Inzwischen passierten andere Sachen daheim: Die alte 660er Ténéré kam weg, dafür war als Ersatz die "große Schwester" (XTZ 750 Super Ténéré) am Start.
Die aber auch nur als Zweitmopped. Mit der war ich dann auch ausgiebig auf Tour durch die Karpaten, soweit alles fein. Die Lust auf etwas Neues war erst mal etwas gedeckt.
Aber dieses "Jucken in den Fingern" kam halt auch wieder. Lust auf etwas Neues. Mal etwas wörtlicher zu nehmen. Lust auf ein moderneres Motorrad.
Und wieder fragte ich mich, was ich eigentlich haben will.
Ob es nicht doch eher eine "richtige" Reise-Enduro sein soll. Wobei man sich eigentlich fragen muss, was das überhaupt genau sein soll. Prinzipiell schon ein Widerspruch an sich.
Enduro steht für Gelände. Also eine eher leichte Maschine mit entsprechender Bodenfreiheit.
Reise steht für performanten Motor und allen Annehmlichkeiten: Bequem, Platz für Gepäck usw.
Sowas gibt es wieder nicht wirklich in leicht.
Die großen Dickschiffe in dem Segment à la 12er GS fallen nach wie vor durch mein Preissieb. Selbst 10 Jahre alte Modelle kosten in der Regel >8k€.

Die Klasse (800-1000cm€) darunter will mir irgendwie auch nicht so ganz zusagen oder ist noch zu neu (=teuer), wie z.B. die aktuelle Honda Africa Twin.
Zudem steht da auch immer noch die Frage, wie geländegängig so ein Teil für mich sein muss. Eigentlich ist das nämlich gar kein wirkliches Thema. Der Schwerpunkt soll schon auf der Straße liegen und darf auch gerne etwas sportlich veranlagt sein.
Für etwas groberes Terrain (in erster Linie wohl schlechte Straßen wie halt teilweise in den Karpaten) habe ich ja im Zweifel noch die alte 750er XTZ.

Von den NakedBikes bin inzwischen etwas weg.
Ich mag es immer noch, so ganz ohne Verkleidung die Nase direkter im Wind zu haben. Aber die aktuellen Modelle werden für Touren immer untauglicher. Liegt einfach daran, dass es deutlich weniger Heck an den Maschinen gibt. Aktuelle Modelle hören eigentlich fast grundsätzlich direkt hinter der Sitzbank auf.
Es bleibt folglich immer weniger Platz für Gepäck, von einem Koffersystem, wie es an meiner alten Hornet habe, wollen wir mal gar nicht reden. Da mein Fahrschwerpunkt nun einmal klar auf die große Urlaubstour jedes Jahr liegt, trennen sich unsere Wege halt irgendwie....

Womit ich dann wieder bei einer Straßenmaschine im Reiseenduro-Style wäre und erneut bei der Tiger schaute. Wobei die mir gefällige Modelle immer noch erst bei gut 6k€ anfangen und diese Böcke dann auch schon 8 Jahre oder mehr auf dem Lebenszähler haben.
So richtig gefallen hat mir das alles nicht.

Dann kam mir die Yamaha Tracer 900 in den Sinn. Oder der erste Jahrgang mit dem Namen MT-09 Tracer, womit auch gleich schon die technische Basis genannt ist.

(Fotoquelle: Yamaha-Produktwebseite)

Vom Typ her genau wie die Tiger 1050, nur halt mit "kleinerem" Motor und in ziemlich neu.
Bei den ersten Reviews der MT-09 waren alle Tester von dem 850er Dreizylindermotor begeistert. Fühlt sich wohl deutlich stärker an, als er auf dem Papier ist (und wir reden hier auch von 115 PS) und hat für das Gebotene einen fast unverschämt günstigen Preis.
Nachteil war vor allem wieder das NakedBike-Gepäck-Problem.
Ein Jahr später kam halt die besagte Tracer auf den Markt. Größer, "vollständiger" (und natürlich auch etwas schwerer), reisetauglicher und zudem wurde auch Fahrwerksschwäche der nackten Schwester ausgebügelt. Also grob gesagt: Die bessere MT-09, wenn man so will.
Außerdem dann gleich noch mit Hauptständer. Traktionskontrolle und voll gepäcktauglich.
Auch diesen Typ gibt es zum Kampfpreis von (aktuell) knapp 10.300€. Sehr viel  Motorrad für das auf den Tisch zu legende Geld.
Abgesehen von den Farben und der Bezeichnung sind die beiden bisherigen Modelljahr identisch und gebrauchte Modelle mit gerade mal wenigen tausend Kilometer gibt es aktuell ab etwa 8k€.
Für ein feines, modernes Mopped, welches in mein Schema passt.
All diese Sachen überzeugen mich aktuell doch irgendwie am meisten...

Eine Probefahrt steht allerdings noch aus. Ich weiß auch nicht, ob ich die schon bald machen will (oder soll). Meine Hornet wollte ich damals auch nur mal so ausprobieren und zwei Tage später stand sie dann auf dem Hof. ;-)
Nun, dieses Jahr will ich noch einmal mit meiner Hornet eine Urlaubstour machen, aber nächstes Jahr plane ich dann wohl doch den Umstieg.

Nicht auf Triumph, sondern eher auf Yamaha....