Montag, 30. Januar 2012

Frisch besohlt

Irgendwann im letzten Sommer fiel mir an meinen Daytona-Motorradstiefeln auf, dass die Sohle doch inzwischen arg mitgenommen war. Das ging dann zuletzt soweit, dass ein feines Loch in der rechten Lauffläche klaffte, die linke war extrem dünn und nicht mehr weit vom Durchbruch entfernt. Das ist sicher einmal dadurch begründet, dass meine Bandit XCR (die übrigens vor einiger Zeit offensichtlich in Burdit XCR umbenannt wurden, nehme mal an wegen Probleme bei dem Namen Bandit) wirklich extrem bequem sind und ich damit wirklich auch schon viel gelaufen bin und zum anderen Fahre ich nun auf der Hornet schon etwas länger Sportfußrasten, die eine ziemliche raue, griffige Oberfläche haben. Das fördert wohl auch den Abrieb nicht unerheblich.
Naja, wie auch immer. Auch wenn das Loch bisher nicht wirklich störte (für die Wasserdichtigkeit sorgt ja die innenliegende GoreTex-Membran), sollte das natürlich kein Dauerzustand bleiben, also erkundigte ich mich mal per Mail bei der Hotline des Stiefelherstellers wie es mit einer Reparatur aussieht. Sehr schnell bekam ich eine nette Antwort mit einem groben Preisrahmen, für genauer Infos müsste ich mehr Infos senden.
Das machte ich dann auch: Modellbezeichnung und ein Foto der Sohle sollten reichen, um mir eine Neubesohlung (beide Stiefel) für 59,90€+Versand anzubieten. Die Dauer inkl. Postweg läge bei etwa 10 Tagen.
Da konnte ich natürlich nicht Nein sagen, zumal neue Stiefel dieser Art in der Regel bei 200+€ angesiedelt sind und wer einmal Daytona hatte, will in der Regel auch keine anderen mehr und diese Aussage trifft auch auf mich zu.
Also packte ich ein feines Paket mit einem kleinen Zettel worum es geht und ab dafür. Nach einigen Tagen bekam ich per Mail eine Statusmeldung und etwa nach einer Woche hatte ich meine geliebten Stiefel zurück. Die Rechnung muss allerdings direkt per Nachnahme bezhalt werden, also Geld im Haus haben.
Leider habe ich versäumt ein Vorher-Foto zu machen, weil sonderlich gepflegt habe ich die guten Teile nicht. Und ihren Schutz-Zweck haben die Stiefel nun auch schon das eine und andere Mal erfüllen müssen. Umso überraschter war ich dann, als ich die Teile aus dem Paket holte: Die sahen fast wie neu aus! Nicht nur die (nagelneue) Sohle glänzte, die ganzen Stiefel wurden fein gereinigt und geputzt. Hätte ich diverse Abriebstellen nicht wiedererkannt hätte ich beim ersten Eindruck glatt auf neue getippt.
Kurzum: Ich bin begeistert von dem Service! Schnelle Reaktion und Antwort, freundlicher Umgang, gute und schnelle Arbeit zu einem fairen Preis. So lobe ich mir das!
Nun kann ich erstmal wieder einige Jahre Spaß mit meinen Daytonas haben und diesen Service weiß ich nun auch definitiv zu schätzen.

Die nächsten Stiefel werden sicher wieder von Daytona sein!

Samstag, 28. Januar 2012

Auto-Winter-Kram

Da das rote Elend nun seit gut einem Monat wieder läuft, standen noch ein paar kleine Beschaffungen an, die den Alltag zusammen erleichtern sollen. Direkt nach dem (Fehl-)Kauf habe ich ja neue Scheibenwischer geholt, da die Wischerlippen der verbauten Teile nicht mehr so wirklich flexibel waren. Dummerwiese habe ich den größten Schrott in Form von billigen Bügelwischern aus dem real-Markt geholt. Klar, dass die nicht ewig lange toll sind. Das sind die vom Aldi auch nicht, aber zumindest anfangs tun die ihren Dienst soweit akzeptabel. Nicht so diese Wischer der Marke Unitec, was für ein Disaster. Erstmal hatten die vorher verbauten (originalen?) Wischer unterschiedliche Längen (glaube 50 und 45cm waren es), dieses Modell einigte sich auf 2 gleich lange von 48cm. Das ist ja noch OK, aber vor allem wischten diese Teile von Anfang an mies. Auch nicht immer gleichmäßig, da gab es wohl eine Tagesform.
So tauschte ich munter die beiden neuen Wischer mit den alten durch, bis dann das "kleine" Motorproblem kam.
Jetzt sollten nun neue Wischer her... allerdings wollte ich an den roten Karren nun auch nicht vergoldete Bosch-Edelwischer anbringen. So suchte ich also im Netz nach diversen Test und dabei kam heraus, dass diese neumodischen Flachbalkenwischer in aller Regel deutlich besser funktionieren als die klassischen Bügelwischer. Kosten aber natürlich auch mehr (warum eigentlich?).
So fand ich dann bei Amazon Flachwischer der Marke Aero Vu. Diese gab es quasi in allen möglichen Längenkombinationen und bewarben sich selbst mit "Erstausrüsterqualität". Naja, aber auch die Bewertungen waren größtenteils gut bis hervorragend. Also schlug ich dann doch mal zu.
Einige Tage später wurden die Wischer geliefert, aus der Schweiz! Dafür waren die Versandkosten von 3€ aber zeimlich günstig. Das Wischerpaar kostete somit 11,45€ und dafür verrichten sie ihre Aufgabe (wie ich das bisher beurteilen kann) wirklich sehr gut! Gleich mal bei Amazon gemerkt.

Als nächstes hatte ich noch das "Problem" mit den beiden Reifen vorne. Die waren zum einen bis zur Verschleißgrenze abgefahren und zum anderen verlor der rechte vordere Reifen auch noch Luft. Nach etwa 2 Wochen war es ein bar weniger. Nicht tragisch, wenn man es weiß, aber halt schon etwas nervig.
Wieder wollte ich nicht zu viel Geld ausgeben (na, wie lange läuft die Karre?), also schaute ich mich bei eBay Kleinanzeigen um und fand dort auch prompt zwei gebrauchte Ganzjahresreifen (waren die alten auch) im passenden Format 155/70R13, DOT-Nummer von Mitte 2010 und 4-5mm Restprofil. Inseriert für 30€, kurz auf 25€ runter gehandelt und dann am übernächsten Tag in Gütersloh abgeholt.
Vorsichtig fragte ich bei Ronnie noch einmal an, ob er evtl. noch einmal am Polo rumschrauben würde und er drückte noch einmal ein Auge zu. So fuhr ich dann am übernächsten Samstag wieder nach Neuenkirchen um in der Werkstatt seines Bekannten die Reifen zu wechseln. So war der Punkt auch abgehakt.

Jetzt fehlte nur noch ein Halbgarage, so dass die winterliche Kratzerei (so fern es noch einen Winter geben wird) ausfallen kann. Nachdem ich längere Zeit so einige Modelle bei eBay verfolgte, die mir aber irgendwie alle zu teuer wurden, fand ich wieder bei Amazon etwas, bzw. bei einem Partnershop (Pearl). Jedenfalls eine (wie sich heraus stellte) hervorragend passende Plane für schmales Geld.

Damit ist erstmal etwas für mehr Sicherheit und Morgenkomfort gesorgt.

Freitag, 27. Januar 2012

Bierprobe - Januar 2012

Es wird ja zeitlich wieder eng, also flott noch die aktuelle Bierprobe vorstellen.
Das Januar-Paket und somit "Starterpack" für 2012 des Bierclubs kam diesen Monat von der Vereinsbrauerei Apolda aus der gleichnamigen thüringerischen Kreisstadt.
Die 9 Flaschen der Probe teilen sich in 6 Sorten auf, neben dem Bier des Monats - dem Apoldaer Tradition - gab es noch: Das Glockenpils, Hefeweizen, Hefeweizen Dunkle, Premium Pils und das Glocken-Hell. Alle Sorten sind in 0,5l Flaschen abgefüllt.

Neben Qualität gab es also auch wieder Quantität.

Dienstag, 24. Januar 2012

Verkleidungsumbau

Weil ich Trottel neulich die Wettervorhersage inkl. Sturmwarnung ignorierte, bekam ich prompt meine Quittung.
Die recht wankelmütige Ténéré wurde umgepustet und dabei hat es ein Stück der Frontverkleidung zerlegt. Zum Glück nur ein aufgesetztes Stück Plastik, also nichts ernstes.
Ich erkundigte mich bei zwei Yamaha-Händlern in der Nähe und das Ersatzteil sollte, schon fertig lackiert, im Bereich 52-57€ kosten.
Also eigentlich bin ich (oder das Pony) da recht glimpflich bei rum gekommen. Da dieses Kunststoffteil allerdings nur an der eigentlich Verkleidung angeschraubt ist fragte ich mich, ob die Yamaha nicht ohne diese beidseitigen "Ohren"  vielleicht sogar besser aussieht?
Auf jeden Fall wird die ganze Silouette dadurch deutlich schlanker und vor allem auch individueller. Die Idee gefiel mir zunehmend und so entschloss ich mich, diese "Ohren" beidseitig zu entfernen. Das einzige Problem dabei war dann noch die obere Abdeckung innerhalb der Cockpitverkleidung, denn diese ging bis über diese seitlichen Anbauteile hinaus.
Folglich musste da für angepassten Ersatz gesorgt werden.
Interessanterweise fand ich in den Tagen durch Zufall in den üblichen Verkaufportalen zwei XTZ 660 meiner Modellreihe 3YF, die auch ohne diese seitlichen Verkleidungsaufsätze angeboten wurden. Ich schrieb die Besitzer mal an, wie sie das Abdeckungsproblem gelöst haben. Einer meldete sich einige Tage später mit der simplen Erklärung: Gar nicht, er hat die Abdeckung einfach weg gelassen. Er wäre eh nur bei gutem Wetter gefahren. Aha, meine Lösung sollte dann aber doch anders ausehen.
Also musste ich mir selber Gedanken dazu machen. Ich dachte sofort an Ronnie's Metall-Bearbeitungsmöglichkeit, allerdings hat diese Innenverkleidung schon eine recht eigentümliche Form: Hinten (am Tank) erst schmal, dann nach vorne langsam breiter werdend um dann am Tacho wieder langsam schmaler zu werden. Dazu ist das ganz Teil auch noch ansteigend gebogen, erst recht flach um weiter vorne immer steiler zu werden. Kurzum: Sowas sauber abzumessen und dann auch noch in einer Zeichnung abzubilden dürfte dem Amateur (wie mir) schwer fallen und wohl das Ergebnis höchstwahrscheinlich unbrauchbar machen.
Dann erinnerte ich mich, dass ich im Keller noch eine schwarze, gut DIN A4-große PVC-Platte hatte. Ich hatte mir mal zwei von diesen Platten aus einem Bastellbedarf bestellt um daraus eine Navihalterung für den Tankrucksack zu bauen. Das Zeug ist kinderleicht zu bearbeiten und zudem witterungsfest, also bot es sich auch für die Verkleidung an!


Ich fing also an die beiden benötigten Einzelteile auszumessen, was wegen der Steigung usw. eben nicht ganz so einfach war. Lieber erst einmal etwas zu großzügig, abschneiden und kürzen kann ich später immer noch.
Nachdem der erste Grobschnitt der Platte fertig war malte ich die Kontour als Muster auf den übrig gebliebenen Rest. Die beiden Einzelteile für links und rechts sollte sich ja schon möglichst ähneln.


Es folgte das Biegen der Befestigungslaschen (für die originalen Verschraubungslöcher an der Verkleidung) und der Steigung. Das geht sehr einfach von der Hand, wenn das PVC etwas erwärmt wird. Folglich kam nun der Heißluftfön zum Einsatz. Es folgte die Anpassung an die Verkleidung und kleine Nacharbeiten. Aber schließlich sollte die erste Seite fertig sein. Das ganze machte ich dann noch einmal für die andere, linke Seite.

 

Mit dem Ergebnis bin ich durchaus zufrieden! Das Spaltmaß von der Seite betrachtet genügt sicherlich nicht professionellen Ansprüchen, aber das hatte ich so selbstgebastelt auch nicht erwartet. Dieser Basteltag startete einfach als Versuch, ob ich da evtentuell etwas passendes hinbekomme und daher war ich mehr als zufrieden.
Nun muss ich nur noch einen neuen Platz für meine Onboard-Steckdose finden. Diese war bisher an der linken Seiten verbaut (s. Foto oben), das war mit geschlossenem Deckel auch unproblematisch. Allerdings lag die Steckdose da doch sehr "im Wetter" (und damit ggf. Regen), was insbesondere im genutzen Zustand nicht ideal war. Daher werde ich den Stromanschluss wohl nun etwas tiefer unten im Cockpitbereich anbringen, so dass sie nicht direkt "beregnet" werden kann.
Da werde ich wohl doch noch auf Ronnie zugehen, ich brauche da einen Winkel mit passender Bohrung. Die neue, schlankere Optik gefällt mir durchaus und so werde ich wohl die zweite Lösungsvariante (Neukauf des Verkleidungsteils) nicht in Anspruch nehmen.

Fehlt also noch ein Platzt die Steckdose zur Tourausstattung.